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Im regionalen Vorabendprogramm der ARD wurde 1974 die deutsche Science-Fiction-Serie "Telerop 2009 - Es ist noch was zu retten" ausgestrahlt, die einen düsteren Blick auf die Welt in 35 Jahren warf. Telerop ist ein Fernsehsender, der aus dem Öko-Katastrophengebiet Deutschland berichtet, das in Teilen zu einer Steppenlandschaft geworden ist.
Fernsehserie Deutschland 1974
Darsteller
Jo Wismuth: Ingrid Resch
Pierre van Floot: Fred Maire
Bob Crowly: Günter Strack
Ruth Michaelis: Antje Hagen
Sakiko Watanabe: Sakiko Kanamuri
Fjodor Birnow: Friedrich W. Bauschulte
Elias Butu: Allan Evans
Fred: Folker Bohnet
Woller: Rudolf Krieg
Regie: Eberhard Itzenplitz
Drehbuch: Jürgen Voigt und Karl Wittlinger
Kamera: Gero Erhard
Musik: Rolf Wilhelm
Eisberge (1/13)
Trinkwasser ist im Jahre 2009 ein Luxusartikel. In Edinburg drohen die Hydrokulturen mangels Wasser zu verdorren. Die Motivatoren der 'Telerop' Jo Wismuth und Pierre van Floot, laden den Eisprospektor Bob Crowly ins Studio ein. Crowly baut Eisfelder in der Arktis ab, hortet die Eisberge, um das Eis später mit Riesengewinnen als Trinkwasser zu verkaufen. Seine Tochter Bets leitet die Eistransporte. Im TV-Studio werden inzwischen auf Monitoren Szenen von 1975 eingeblendet - wie sah es 'damals' aus, und was hätte getan werden müssen, um die Katastophe des Jahres 2009 zu verhindern? Mr.Crowly wird in die Enge getrieben. Endlich verspricht er, einen Eisberg nach Schottland umzudirigieren. Der Berg kentert. Mit ihm Tochter Bets und ihr Freund, der Navigator.
Nichts als Sand (2/13)
Wir befinden uns in einem Studio für Umweltfragen im Jahr 2009. Die Versteppung der Landschaft ist weit fortgeschritten, da in den 70-er Jahren Landschaftspflege vernachlässigt wurde. Brigitte und Edmund Carstens leben als Kolonisten im ehemaligen Schleswig-Holstein. Nach einem Weltplan sollen Kulturen angelegt werden, um die Erdoberfläche wieder zu einer Landschaft zu machen. Die Einsamkeit, die anhaltende Dürre, die nur mühsam zu erreichenden Erfolge werden zu einer fast in eine Katastrophe führende Belastungsprobe für die Familie und den Italiener Benjamino, der sich ebenfalls freiwillig für diese Arbeit gemeldet hat.
SOS - Sauerstoff (3/13)
Ort der Handlung: Südfrankreich im Jahr 2009. Der 60-jährigen Pauline Renoir wird ihre Relaiskarte für die Sauerstoffzuteilung gestohlen. Jetzt muß ihre Tochter Natalie sie für den Rest des Monats am Leben erhalten. Ein verzweifelter Versuch, eine andere Karte zu beschaffen, scheitert. Eine neue Art von Kriminalität ist entstanden: der Kampf um Zuteilungspunkte für die Versorgungszentrale. Natalies Freund, Claude, soll an einem Experiment teilnehmen, das daraus besteht, über der ehemaligen Cote d'Azur einen künstlichen Regen zu erzeugen, um die Smogdecke aufzureißen. Während die Familienmitglieder um das Leben der alten Frau kämpfen, gelingt über der Mittelmeerküste der erste Sonnendurchbruch.
Rohstoffe ausverkauft (4/13)
Die Rohstoffvorräte der Erde haben sich erschöpft. Auch Quecksilber, das man jetzt anstelle des nicht mehr wirksamen Penicillins benutzen muß, wurde kontingentiert. Mr. Badford gehört dem Ausschuß der UNO an, die gegen eine höhere Quecksilberzuteilung entscheidet, als eine infektiöse Blutkrankheit auftritt. Eine Diskussion im Studio Telerop muß Mr. Bradford wegen plötzlicher Unpäßlichkeit absagen, er weiß nicht, dass er schon infiziert ist...
Gift frei Haus (5/13)
Durch fortwährende Beimischungen von Antibiotika und andere Chemikalien ins Viehfutter wurde im 20.Jahrhundert der Nutzviehbestand schließlich zum Aussterben gebracht. Staatliche Institute unternehmen Versuche, um allmählich der synthetischen Nahrung wieder Fleisch beimengen zu können. In dem Institut, das Herr Traugott leitet, werden jedoch seltsame Vorgänge beobachtet: bestimmte Krankheitssymptome treten nach dem Genuß des Fleisches auf. Das Reporterteam Susan und Heli versuchen, hinter die Praktiken des Herrn Traugott zu kommen. Dabei machen sie die Entdeckung, dass Herrn Traugott mehr an geschäftlichen Erfolgen als an der Forschung zur Fleischgewinnung interessiert ist.
Wilde Babys (6/13)
Die Geschichte spielt in Mittelamerika. Familie Fox möchte gern ein drittes Kind haben. Die bis zum Jahr 2009 eingetretene Bevölkerungsexplosion hat es jedoch notwendig gemacht, Familien mit mehr als zwei Kindern zu besteuern. Es gibt allerdings die Möglichkeit einer Steuerausgleichs mit Ehepaaren, die weniger als zwei Kinder haben. Foxens treffen sich mit Millers. Die Millers könnten auch eines ihrer Kinder an die Foxens abgeben, das widerspricht natürlich den Wünschen der Geschwister. Studio Telerop gibt einen historischen Aufriß über die Bevölkerungszunahme der letzten Jahrhunderte, dann folgt die übliche Abstimmungs-Stunde über die Meinung zu einem bestimmten Thema. Diesmal geht es um das Problem der Foxens und Millers.
Megalopolis (7/13)
Das Land wurde zersiedelt und unbewohnbar. Versorgung war nur noch von einem zentralen Punkt aus möglich. Also teilte man die gesamte Erde in 104 Megalopoli auf, mit je ca. 60 Millionen Einwohnern. Van Steen vom Versorgungsdezernat, gehört zu den Privilegierten, er nutzt seine Position auf Kosten der Allgemeinheit aus. Die Frage von Telerop, als Studiogast bei einer öffentlichen Diskussion teilzunehmen, macht ihn mißtrauisch. Er schützt eine plötzliche Erkrankung vor, doch dem Arzt, Dr.Verholden, gelingt es, ihn vor der Öffentlichkeit zu entlarven.
Die Rose im Müll (8/13)
Eine Epidemie ist in einer Megalopolis ausgebrochen. Die Ursache vermutet man in dem Kontakt mit Bewohnern einer Müllhalde, den sogenannten 'Outs'. Ned, Neffe des Sicherheitspräfekten, soll den Beweis liefern. In der Müllhalde, die im Konsum- und Wegwerfalter entstanden ist, entdeckt er eine Lebensgemeinschaft von Menschen, die den Betonzentren ihrer Megalopolis entflohen ist. Sie haben ihre Träume in eine selbstgeschaffene Idylle gerettet. Nid soll die Outs der Umweltpolizei ausliefern, die sie wegen Seuchengefahr sofort in Quarantäne stecken würde. Da entdeckt Ned, dass gerade die als kriminell verschrienen Outs die Megalopolis vor einem weiteren Ausbreiten der Epidemie gerettet haben.
Fortschritt verboten (9/13)
Mangel an Rohstoffen, hemmungsloses Erfinden über den Bedarf hinaus, haben in den 80er Jahren zu einem unfreiwilligen Erfindungsstop geführt. Zum Basteln braucht man eine Linzenz, das große Geschäft machen die Reparierer. Die Familie Einstein, Nachkommen eines berühmten Vorfahren, ist besonders hart von diesem Gesetz betroffen. Mutter und Sohn mußten schon mehrmals vom Stagnationsdezernat ermahnt worden. Wieder einmal bemüht sich Heli Einstein um eine Heimwerkerlizenz für sein neuestes Klebemittel. Als Kallinger, der zuständige Beamte, ihm ein für alle Mal das Anwenden von Ideen verbietet, greift Heli zu einem Trick, um Kallinger von der Sinnlosigkeit solchen Pauschalerlasses zu überzeugen.
Die tödlichen Stunden (10/13)
In den 70er Jahren, in denen eine umfassende Arbeitszeitverkürzung eingetreten war, wurden die Menschen zum Freizeitkonsum, nicht aber zur Freizeitgestaltung erzogen. Im Jahr 2009 überwiegt der Freizeit gegenüber den Arbeitsstunden; die Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung sind aber minimal geworden. Red, Techniker, beschafft sich über den Schwarzen Markt Bezugskarten für zusätzliche Arbeitsstunden. Dabei lernt er Sylvia kennen, die heimlich Sport treibt, bei mangelndem Sauerstoff ein gefährliches Vergnügen. Ein Beamter von Deliktdezernat erwischt sie. Das Verhör nimmt jedoch für beide eine unerwartete Wende.
Eine Rasse für den Südpol (11/13)
Die Bevölkerung hat sich verdoppelt, die Natur ist lebensfeindlich geworden, also müssen dem Menschen des 3.Jahrtausends neue Lebensräume erschlossen werden. Die letzte Chance ist die Anpassung des Menschen an die Lebensbedingungen des Südpols. Stan lebt versuchsweise aufgrund einer Genveränderung mit mehreren Kindern am Polargebiet. Für die noch 'völlig' normal empfindende Vera, die Stan als Sozialhostess zugeteilt wird, wird das Leben am Pol zu einem Problem. Studio Telerop verfolgt dieses Experiment und berichtet anhand von Archivmaterial über die Notwendigkeit und große Verantwortung bei der Manipulation am Menschen. Für den Studiogast, Frl.Cindy, aber hat Telerop eine besondere Überraschung.
Hirnschaltung auf Wunsch (12/13)
Manipulation mit der Psyche hat die Forschung im 20. Jahrhundert stark beschäftigt. Das Experiment mit dem Menschen wurde fortgesetzt. Joe Holliday, Vorsitzender der Regierungspartei, bietet sich Telerop aus Publicity-Gründen als Studiogast an. An Benedict gelang der Versuch einer totalen Telepathisierung. Holliday engagiert Benedict, um sich durch ihn Vorteile gegenüber seinen politischen Gegner zu verschaffen. Er ahnt jedoch nicht, dass er sich damit selbst eine Fallle gestellt hat.
Wir dürfen in die Boote (13/13)
Der Mensch hat seinen Planeten zerstört. Alle Vorbeugungsmaßnahmen kamen zu spät. Die Tragik der 70er Jahre: jeder Staat, jeder Bürger glaubte, die Katastrophe würde ausgerechnet ihn verschonen. Einzige Möglichkeit der Zukunft: die Erde muss wieder bewohnbar gemacht werden. Im Generaldezernat für Umweltfragen wird eine Sondersitzung einberufen. Die Energiereserven gehen zu Ende, der größte Teil der Menschheit, kann die Zeit eines Neuaufbaus nur durch Schlaf überstehen. Doch um die Bevölkerung zum Erwerb einer zentral gesteuerten Schlafuhr zu überreden, dazu bedarf es eines Tricks, den selbst Telerop nicht kennt.
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