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Spielfilm Deutschland 2008
Darsteller:
Hanno Koffler, Petra Schmidt-Schaller, Jona Ruggaber, Magarita Broich, Wolfram Koch, Maxim Mehmet, Bruno Cathomas, Christina Große
u.a.
Regie: Brigitte Maria Bertele
Buch: Johanna Stuttmann
Kamera: Mathias Prause
Ton: Johannes Grehl
Nach einem Einsatz in Afghanistan kehrt Soldat David in den heimatlichen Schwarzwald zurück. Er will sein Leben mit Freundin Kerstin, Familie und Freunden dort wieder aufnehmen, wo er es verlassen hat und würde den Einsatz am liebsten als erfolgreich überstandenes Abenteuer abhaken. Doch die Begegnung mit Bedrohung und Gewalt haben David verändert. Die Verstörung, die er zu unterdrücken versucht, bricht sich Bahn in der zwischen Spiel und Gewalt oszillierenden Beziehung zu seinem kleinen Halbbruder. Bennis Bewunderung zieht David an, er verbringt immer mehr Zeit mit dem Jungen und bringt ihm bei, seine Ängste zu bekämpfen - mit Strategien und Werten, die er aus dem Einsatz mitgebracht hat. Als David es immer weniger schafft, seine traumatischen Erfahrungen zu verdrängen, brechen nicht nur seine Alltagsbeziehungen zusammen, es eskaliert auch sein Verhältnis zu Benni.
Die Geschichte des Bundeswehrsoldaten David, der traumatisiert aus Afghanistan zurückkehrt, nachdem er dort einen Jungen erschossen hat, gewinnt derzeit leider immer mehr an Aktualität. Die dargestellten Symptome der PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) sind von der Autorin genau recherchiert und von Hanno Koffler sehr überzeugend gespielt. Der Film vermeidet vordergründige Wertungen der politischen und militärischen Umstände, sondern bleibt ganz nah an dem Erleben der Figuren. Und das macht ihn stärker als jeder erhobene Zeigefinger.