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Ein Film von André Schäfer
Zuckerwarenbäcker Hans Riegel hatte 1922 eine geniale Idee. Lange Zeit schon experimentierte er mit diversen Süßigkeiten, jetzt saß er in seiner Küche im Bonner Stadtteil Kessenich und schnitzte kleine Förmchen, die irgendwie aussahen wie Bären. Genau genommen wie Tanzbären, denn so taufte Hans Riegel seine Jahrhundert-Erfindung, die später als Goldbär oder Gummibärchen weltweit in aller Munde sein sollte.
Heute wird in Bonn-Kessenich noch immer Süßes produziert, und noch immer ist das Unternehmen HARIBO fest in Familienhand. "HARIBO - Hans Riegel Bonn" - das sind heute die beiden Söhne des Gründers: Hans Riegel junior, gerade 80 geworden, und sein drei Jahre jüngerer Bruder Paul. Sie haben das Unternehmen von Bonn aus auf Weltkurs gebracht. Der Goldbär war und ist dabei das Markenzeichen und hat die beiden Patriarchen über die Jahrzehnte zu Milliardären gemacht.
Etwa 80 Millionen Goldbären werden heute täglich weltweit produziert, Firmenchef Hans Riegel pendelt gerne zwischen den einzelnen Produktionsstätten mit dem Hubschrauber hin und her - von Bonn nach Solingen, Bayern, Linz oder sogar Marseilles. Dort wird Haribo für den gesamten südeuropäischen Markt produziert, dort hat der Neffe von Hans Riegel und Sohn von Paul Riegel auch das erste Haribo-Museum eingerichtet. Und sich damit in die Chefetage empfohlen: Denn der 80jährige Patriarch verrät im Interview mit André Schäfer, wer nach ihm als nächster an der Spitze der rheinischen Familien-Dynastie stehen soll: Sein Neffe Hans-Jürgen Riegel.