Sa 15.09. um 22.00 Uhr
Sa 15.09. um 01.40 Uhr
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(5 x 2 cinq fois deux)
Spielfilm Frankreich 2004
Personen:
Marion (Valéria Bruni-Tedeschi)
Gilles (Stéphane Freiss)
Valérie (Géraldine Pailhas)
Monique (Françoise Fabian)
Bernard (Michael Lonsdale)
Christophe (Antoine Chappey)
Mathieu (Marc Ruchmann)
Amerikaner (Jason Tavassoli)
Richter (Jean-Pol Brissart)
und andere
Musik: Philippe Rombi
Kamera: Yorick le Saux
Buch: François Ozon und Emmanuele Bernheim
Regie: François Ozon
Marion (Valeria Bruni-Tedeschi) und Gilles (Stéphane Freiss) sitzen mit versteinerten Gesichtern vor dem Scheidungsrichter, der monoton die Trennungsmodalitäten herunterleiert. Dann nehmen sie ein Hotelzimmer, um ein letztes Mal miteinander Sex zu haben. Als Marion sich anders entscheidet, wird sie von Gilles vergewaltigt - die Beziehung ist endgültig tot. Doch wie ist es dazu gekommen? Der Film dreht die Chronologie des Scheiterns um und erzählt die Geschichte rückwärts: fünf "Szenen einer Ehe", vom schmerzvollen Ende bis zum prickelnden Anfang. In der nächsten Episode haben Marion und Gilles Christophe (Antoine Chappey) und Mathieu (Marc Ruchmann), ein schwules Paar, zum Diner eingeladen. Längst schon herrscht gereizte Stimmung zwischen den Eheleuten, die von verletzenden Geständnissen Gilles' noch verstärkt wird.
Ein weiterer Schlüsselmoment ist die Geburt des gemeinsamen Kindes. Gilles hat Angst, Marion beizustehen. Er wartet feige in einem Restaurant, während Marion die Geburt alleine durchsteht. Doch schon bei der Hochzeit, der nächsten Station in dem Beziehungsdrama, klingt Marions und Gilles mangelnde Zusammengehörigkeit an: Nach der beschwingten Hochzeitsfeier schläft Gilles in der Nacht betrunken ein, worauf sich die aufgekratzte Braut zu einem schnellen Seitensprung mit einem Amerikaner hinreißen lässt. Beim Happy End schließlich, dem "Happy Beginning" ihrer Beziehung, treffen die beiden flüchtig miteinander bekannten Arbeitskollegen sich zufällig im Italienurlaub, flirten zaghaft am Strand und tauchen vor einer glutroten Sonne gemeinsam ins Meer...
"5 x 2 - Fünf mal zwei" erzählt eine großartige, packende Liebesgeschichte: Obwohl der Zuschauer die Wahrheit des Scheiterns vor Augen hat, plädiert der Film eindringlich für die Liebe, denn wie im wahren Leben bleibt am Ende einer Liebe der anfängliche Zauber am stärksten im Gedächtnis haften. In seiner schnörkellos konzentrierten Inszenierung vermeidet Frankreichs Starregisseur François Ozon dabei jegliches Psychologisieren. Und nicht zufällig neigt der ausgewiesene Frauenregisseur ("Swimming Pool", "Acht Frauen") Marion zu, die von der brillanten Darstellerin und Regisseurin Valeria Bruni-Tedeschi ("Wer mich liebt, nimmt den Zug", "Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr") als fragile, aber letztlich starke Frau gespielt wird, während Stéphane Freiss ("Crime Spree - Ein gefährlicher Auftrag") als innerlich schwacher Mann in aggressivem Selbstmitleid verharrt.
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