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Mo 13.08. um 01.00 Uhr
Fr 17.08. um 03.45 Uhr
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(Myrin)
Spielfilm Island 2006
Personen:
Erlendur (Ingvar E. Sigurdsson)
Eva Lind (Águstá Eva Erlendsdttóir)
Sigurdur Óli (Björn Hlynur Haraldsson)
Orn (Atli Rafn Sigurdarson)
Holberg (Thorsteinn Gunnarsson)
Elin (Thorunn Magnea Magnusdottir)
Runar (Eyvindur Erlendsson)
und andere
Musik: Mugison
Kamera: Bergsteinn Bjoergulfsson
Buch und Regie: Baltasar Kormakur
Der isländische Kommissar Erlendur (Ingvar E. Sigurdsson) ermittelt den Mord an dem ledigen LKW-Fahrer Holberg (Thorsteinn Gunnarsson). In der verwahrlosten Souterrainwohnung des Toten entdeckt er neben jeder Menge übelster Pornos die vergilbte Fotografie des Grabes eines vierjährigen Mädchens, das vor 40 Jahren bestattet wurde. Holbergs Tochter?
Im Melderegister ist nur die Mutter des toten Kindes verzeichnet. Sie beging schon Anfang der 70er Jahre Selbstmord. Von ihrer Schwester Elin (Thorunn Magnea Magnusdottir) erfährt Erlendur, dass sie sich das Leben nahm, weil sie es nicht ertragen konnte, als Hure beschimpft zu werden. Vergeblich hatte sie seinerzeit versucht, ihren Vergewaltiger Holberg anzuzeigen. Doch der inzwischen entlassene Polizist Runar (Eyvindur Erlendsson) schmetterte den Fall damals ab, denn er glaubte dem Opfer nicht.
Um herauszufinden, ob das Kind Holbergs Tochter ist, lässt Erlendur die Leiche exhumieren. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass das kleine Mädchen ohne Gehirn beigesetzt wurde. Das Organ wurde zu Forschungszwecken präpariert und lagert seither in einem zentralen Gen-Labor, das die genetischen Daten der gesamten Bevölkerung sammelt. Hier arbeitet der Biologe Orn (Atli Rafn Sigurdarson), von dem Erlendur erfährt, dass das Mädchen an einer seltenen Erbkrankheit starb, die auch bei Orns eigener Tochter zum Tod führte. In Island würde es diese Krankheit längst nicht mehr geben, wenn nicht Holberg, ihr wahrscheinlich letzter Erbträger, sie seinerzeit weiterverbreitet hätte. Wie Erlendur herausfindet, hat Holberg noch eine weitere Frau vergewaltigt, die aber nie Anzeige erstattete. Erlendur hat einen Verdacht. Es gibt möglicherweise noch einen weiteren Erbträger...
Mit "Der Tote aus Nordermoor" gelingt Baltasar Kormákur ("Die kalte See") eine faszinierende Verfilmung von Arnaldur Indridasons viertem Roman, der 2002 zum besten skandinavischen Krimi gewählt wurde. Realer Hintergrund der bis zur letzten Minute spannenden Geschichte ist ein umstrittenes Projekt, bei dem seit 1996 alle genetischen Daten der isländischen Bevölkerung in einer zentralen Datenbank der Hauptstadt Reykjavik gesammelt werden. Indridasons Kommissar Erlendur, ein geschiedener, mürrischer Kettenraucher, der große Probleme mit seiner drogenabhängigen Tochter hat, wird von dem charismatischen isländischen Schauspieler Ingvar E. Sigurdsson ("Kaltes Licht") verkörpert. Die wunderbar fotografierte, archaische isländische Naturlandschaft verleiht diesem ungewöhnlichen Krimi eine ganz eigene, mystische Atmosphäre.
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