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Kino International

Somersault - Wie Parfum in der Luft

Heidi (Abbie Cornish) hat wieder einmal aus der Kneipe zwei x-beliebige Typen aufgegabelt.; Rechte: DEGETO

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Mo 16.07. um 20.15 Uhr
Mo 16.07. um 23.50 Uhr
Sa 21.07. um 23.55 Uhr

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Somersault - Wie Parfum in der Luft

Spielfilm, Australien 2004

Personen:
Heidi (Abbie Cornish)
Joe (Sam Worthington)
Irene (Lynette Curran)
Richard (Erik Thomson)
Bianca (Hollie Andrew)
Diane (Leah Purcell)
Stuart (Nathaniel Dean)
Nicole (Olivia Pigeot)
Adam (Damian de Montemas)
Pat (John Sheerin)
und andere

Musik: Norman Parkhill und Decoder Ring
Kamera: Robert Humphreys
Buch und Regie: Cate Shortland

Die 16-jährige verträumte Heidi (Abbie Cornish) befindet sich im Schwebezustand zwischen Kindheit und Erwachsensein. Als die australische Provinzschönheit ihre erotische Ausstrahlung ausgerechnet an Adam (Damian de Montemans), dem Liebhaber ihrer Mutter (Olivia Pigeot), mit einem harmlosen Kuss ausprobiert, kommt es zum Bruch. Voller Scham und Schuldgefühl reißt Heidi aus und strandet in einem heruntergekommenen Winterskiort südlich von Canberra. Dort setzt sie ihr eingeübtes Verhalten fort und lässt sich von Männern in der Kneipe aufgabeln, um für die Nacht eine Unterkunft zu bekommen. Schließlich aber gelingt es dem verloren wirkenden Mädchen, bei der Motelbesitzerin Irene (Lynette Curran) Unterschlupf zu finden. Sie ergattert gar einen Aushilfsjob an einer Tankstelle und lernt eine Reihe liebenswürdiger, unprätentiöser Menschen kennen. Und dann ist da noch der zurückhaltende Joe (Sam Worthington): Heidi läuft ihm nach, und er verliebt sich ein bisschen in das rätselhafte Mädchen. Bei ihm spürt sie zum ersten Mal Zärtlichkeit. Doch der Eigenbrötler hält sie auf Distanz und Heidi, unentwegt auf der Suche nach menschlicher Wärme, setzt ihre sexuelle Odyssee fort und läuft Gefahr, von den Bewohnern des Ortes als das Flittchen von der Tankstelle abgestempelt zu werden. Dem verschlossenen Joe beschert die unbefangene Kindfrau durch ihre naive Promiskuität zunehmend Kopf- und Herzschmerzen. Schließlich merkt Heidi, dass sie sich selbst im Weg steht...

Die Australierin Cate Shortland erzählt in ihrem Debütfilm eine unorthodoxe weibliche Coming-of-Age-Geschichte, deren Radikalität und visueller Zauber in ihrer Heimat Begeisterung hervorriefen und dem Film alle australischen Filmpreise bescherten. Zum Ereignis wurde besonders Hauptdarstellerin Abbie Cornish ("Ein gutes Jahr"), die bereits als eine zweite Nicole Kidman gehandelt wird. Die durchdachte Ästhetik und Musikauswahl verleihen diesem etwas anderen Melodram eine leicht surreale, märchenhafte Stimmung, in der sich semidokumentarische Aufnahmen des heruntergekommenen Skiortes mit kühl-blauen, durch Farbfilter verfremdeten Panoramen der Bergwelt verbinden. Ohne Klischees und moralischen Zeigefinger erzählt der Film von der "éducation sentimentale" einer jungen Frau, die mal als Rotkäppchen inmitten hungriger Wölfe, vor allem aber als moderne Alice im Wunderland fasziniert.