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Debüt im Ersten in Einsfestival

Nichts als Gespenster

Fr 30.07. um 20.15 Uhr

Darsteller des Films; Rechte: RBB

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Fr 30.07. um 20.15 Uhr
Fr 30.07. um 02.00 Uhr
Fr 06.08. um 21.50 Uhr

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Nichts als Gespenster

Spielfilm Deutschland 2006 (RBB/ARTE)

Personen:
Marion (Fritzi Haberlandt)
Nora (Jessica Schwarz)
Felix (August Diehl)
Christine (Brigitte Hobmeier)
Ruth (Chiara Schoras)
Marions Mutter (Christine Schorn)
Annie (Dale Dickey)
und andere

Regie: Martin Gypkens
Kamera: Eva Fleig
Musik: Martin Todsharow
Autor: Martin Gypkens, nach Erzählungen von Judith Herrmann

Ob Ellen und Felix auf den staubigen Highways der USA oder das ungleiche Paar Jonas und Irene bei den Geysiren Islands: Alle Reisenden in diesem Film sehnen sich nach Liebe und müssen feststellen, dass sie auf ihrer Suche auch ein Stück sich selbst finden, ganz egal, wo man sich gerade aufhält. Aus Judith Hermans Erzählbänden "Sommerhaus" (erschienen 1998) und "Nichts als Gespenster" (2003) hat Martin Gypkens fünf Erzählungen herausgegriffen und daraus einen Spielfilm voller Witz und Leidenschaft über die Komplikationen der Liebe realisiert.


Ellen und Felix sind auf einer wortlosen Reise über die Highways der USA, wo ihre Beziehung immer mehr dem Ende entgegenzusteuern scheint. Erst durch die Begegnung mit einer Geisterjägerin kommt Bewegung in ihr festgefahrenes Verhältnis und es besteht die Hoffnung, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war.

In Ostdeutschland verliebt sich Caro in den neuen Schwarm ihrer besten Freundin und ist hin und hergerissen zwischen Liebe und Freundschaft, während Nora mit ihrer Freundin Christine Noras Ex-Freund auf Jamaika besucht. Dieser verspricht sich mehr von Noras Besuch. Währenddessen braut sich über der Insel ein Hurrikan zusammen.

Jonas und Irene, ein Paar, das keines sein will, besuchen in Island Irenes Jugendfreund, den stillen Magnus; dessen temperamentvolle Freundin Jonina interessiert sich auf den ersten Blick für Jonas und auch er fühlt die "Wahlverwandtschaften".

Und dann ist da noch Marion, die nach einem einsamen Geburtstag auf Korfu nach Venedig reist, um ihre dauernd auf Reisen befindlichen Eltern zu treffen. Doch die sind mehr mit sich selbst beschäftigt als mit ihrer Tochter. Erst als sie einem geheimnisvollen Fremden begegnet, bekommt Marion eine, wenn auch ungewöhnliche Form von Aufmerksamkeit.


"Nichts als Gespenster", das sind fünf verschiedene Geschichten und fünf verschiedene Settings, und doch verfolgen alle Beteiligten das gleiche Ziel: die Selbstfindung und das Streben nach der perfekten Liebe, egal, wo man sich gerade aufhält. Die einzelnen Figuren begegnen sich untereinander nicht, aber Gypkens hat die Episoden kunstvoll miteinander verflochten, so dass sie einander wechselseitig subtil kommentieren. Die Geschichte von Ellen und Felix, auf deren Beziehung man keinen Penny verwetten möchte und die doch am Ende hoffnungsvoll in die Zukunft fahren, dient hierbei als Rahmen.

Martin Gypkens, dessen Spielfilmdebüt "Wir" (2003) auf zahlreichen Festivals gefeiert wurde, hat mit Jessica Schwarz ("Der Rote Kakadu"), Maria Simon (Good Bye, Lenin!"), August Diehl ("Die Fälscher"), Fritzi Haberlandt ("Liegen lernen"), Stipe Erceg ("Die fetten Jahre sind vorbei"), Brigitte Hobmeier ("Winterreise", "Wir") und Wotan Wilke Möhring ("Das Experiment") ein hochkarätiges Schauspielerensemble für sich gewinnen können und den als unverfilmbar geltenden Bestseller von Judith Hermann grandios für die Leinwand adaptiert. "Nichts als Gespenster" feierte auf dem Filmfestival in Locarno 2007 eine vielbeachtete Premiere.