Er kommt immer dann, wenn die Polizei die Ermittlungsarbeit abgeschlossen hat: Heiko Schotte, „Schotty“, räumt als sogenannter „Tatortortreiniger“ auf, was andere lieber nicht wegputzen möchten. Mit Desinfektionsmitteln, Schrubber und Putzlappen bewaffnet, ist Schotty nach Angehörigen, Hausmeistern, Kripo und Bestattern der letzte am Leichenfundort. In seinen weißen Schutzanzug gehüllt macht er täglich die Erfahrung, dass der Mensch am Ende auch nur Materie ist. Ein Grund mehr für Schotty, die einfachen Freuden des Lebens zu genießen. Frauen, Autos und Fußball – mehr braucht der Reinigungsfachmann nicht zu seinem Glück. Das Streben nach hehren Werten überlässt er lieber seinen Mitmenschen.
Aber ausgerechnet die bringen Schottys unbedarfte Weltsicht – zumindest vorübergehend – ins Wanken. Bei seinen Einsätzen trifft Schotty auf Angehörige, Freunde oder Bekannte der Verstorbenen, für die von der Leiche mehr übrig bleibt als zu desinfizierende Auslegeware. Während Schotty körperliche Überreste in der „bösen Dose“ verstaut, kämpfen seine Gesprächspartner auf erstaunlich unterschiedliche Weise mit dem Verlust. Eines eint sie jedoch: Sie alle fragen sich im Angesicht des Todes nach dem Sinn des Lebens. Davon bleibt selbst der sonst so prosaische Schotty nicht unbeeindruckt. Doch während er noch überlegt, ob er eigentlich glücklich ist, muss er schon seine Sache packen. Der nächste Leichenfundort wartet ...
Folge 1: Ganz normale Jobs
Personen:
Heiko 'Schotty' Schotte (Bjarne Mädel)
Prostituierte (Katharina Marie Schubert)
Polizistin (Anneke Kim Sarnau)
Polizist (Charly Hübner)
und andere
Buch: Mizzi Meyer
Regie: Arne Feldhusen
Schotty säubert das blutverschmierte Badezimmer einer Wohnung, als es an der Tür klingelt. Es ist aber nicht der Mörder, der zum Tatort zurückkehrt, sondern eine Prostituierte, die ihren Kunden aufsuchen will. Als sie erfährt, dass dieser ermordet wurde, will sie aus der Wohnung flüchten. Es gelingt Schotty, sie zum Bleiben zu überreden. Fast sieht es so aus, als würden sie sogar Sex miteinander haben, denn beide halten sich aufgrund ihrer Jobs für abgebrüht. Letztlich entblättern sie nicht ihre Körper, sondern ihre Seelen.
Diese Seite speichern oder weiterempfehlen