Einsweiter; Rechte: WDR

Doku am Nachmittag

Eltern-Rollen

Janett S. mit ihrem Sohn Adrian, der nicht bei ihr lebt und seine Mama nur dreimal die Woche sieht.; Rechte: MDR

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Di 31.07. ab 14.45 Uhr
Di 31.07. ab 04.00 Uhr
Mi 01.08. ab 09.00 Uhr
Sa 04.08. ab 10.45 Uhr

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Wenn Mütter gehen - Di 31.07. um 14.45 Uhr


Di 31.07. um 14.45 Uhr
Di 31.07. um 04.00 Uhr
Mi 01.08. um 09.00 Uhr
Sa 04.08. um 10.45 Uhr


Und die Kinder bei den Vätern bleiben
Ein Film von Susanne Brand

Berit J. hat sich für ihre große Liebe Thomas entschieden und sich von ihrem Ehemann getrennt. Leider lebt der inzwischen mit den beiden gemeinsamen Kindern in Paris, so dass Berit ihre Kinder nur selten sieht.

Nach jedem Abschied von ihnen geht es ihr schlecht und sie fühlt sich im Zwiespalt. Was ist ihr wichtiger, eine Zukunft mit der Liebe ihres Lebens oder nahe bei ihren Kindern sein?

Nina B. aus Hamburg hat eine achtjährige Tochter, die sie seit fast zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Nach der Trennung von ihrem Mann hatte sie zugestimmt, dass die Tochter beim Vater wohnt. Der hat ihr nun das Kind - wie sie glaubt - systematisch entfremdet. Die Tochter möchte ihre Mutter mittlerweile nicht mehr sehen. "Hätte ich gewusst, dass es einmal soweit kommt, hätte ich mich damals anders entschieden".

"Mein neuer Lebensgefährte sagt immer, wenn du nicht gegangen wärst, wärst du nicht so'ne gute Mutter geworden", erzählt Janett S. aus Oldenburg. Ihr Sohn Adrian ist fünf und lebt bei seinem Vater. Der hatte schon immer die engere Bindung zu dem Kind, Janett viele Probleme mit sich selbst, und die Ehe der beiden war nicht das, was sie sich erhofft hatten. Nach der Trennung ist Adrian beim Vater geblieben, weil es einfach praktischer war. Dort hatte er sein gewohntes Umfeld, die Oma im Haus und den Kindergarten in der Nähe. Aber obwohl soviel für diese Lösung sprach und Janett Adrian oft sehen kann, schmerzt die Entscheidung manchmal doch.

Papazeit - Di 31.07. um 15.30 Uhr


Di 31.07. um 15.30 Uhr
Di 31.07. um 04.45 Uhr
Mi 01.08. um 09.45 Uhr
Sa 04.08. um 11.30 Uhr


Er ist gerade erst angekommen, und schon dreht sich alles um ihn. Er rudert mit den Armen - braucht er Hilfe? Er verzieht das Gesicht - ist ihm nicht wohl? Er gibt komische Geräusche von sich - tut ihm was weh? Frederick, Baby, Nabel der Welt. Bis er kam, war Paul Sebastian Moreau sehr zufrieden mit seinem Leben.

Jetzt stehen er und seine Frau Maike unter Hochspannung. Jede kleinste Regung ihres ersten Kindes erzeugt Entzücken oder Erstaunen, aber auch Fragen und Ängste. Täglich neu, täglich anders. Aber nicht nur der Winzling verändert sich, sondern auch seine Eltern.

Und weil das alles so spannend ist - und oft so schnell vergessen - hat Papa und Film-Autor Paul Sebastian Moreau das erste halbe Jahr mit Frederick dokumentiert: Erste Spaziergänge und Babyschwimmen, nächtliche Dramen und tägliches Lustspiel - das ganz normale Leben eben, ein Leben, in dem nichts mehr so ist, wie es einmal war.

Moreau erzählt: "Auf diesem Weg habe ich eine Expertin in Sachen Baby getroffen und mit Frederick erlebt, wie man Babys beforscht - umgekehrt konnte die Kamera genau beobachten, wie Frederick ein Experte in Sachen 'Meine Eltern' wird und meine Frau und mich genau erforscht! Wir sind schon eine richtige kleine Familie - und doch noch ganz am Anfang einer Geschichte. Den Zauber, aber auch die Herausforderungen dieser besonderen Zeit versuche ich auf sehr persönliche Weise einzufangen."

Plötzlich Eltern - Di 31.07. um 16.15 Uhr


Di 31.07. um 16.15 Uhr
Mi 01.08. um 06.15 Uhr
Sa 04.08. um 13.00 Uhr


Wenn fremde Kinder ein Zuhause brauchen
Ein Film von Heike Schieder

Brigitta O. (62) ist Leiterin einer Kinderkrippe, hat nie eigene Kinder gehabt. Manuel und Antonia sind schon als Babys zu ihr gekommen. Als die Kinder fünf und acht Jahre alt waren, kam deren Mutter auf tragische Weise ums Leben.

Plötzlich gab es niemanden mehr, der sich um sie kümmerte. Da haben Brigitta O. und ihr Lebensgefährte Gerhard (77) entschieden, dass sie die Kinder zu sich nehmen. Das ist jetzt fast zwei Jahre her, und sie sagt: "Alles in unserem Leben hat sich verändert."

Barbara und Patrick F., beide 34, wurden mitten in die Pubertätsphase katapultiert, und zwar in die von Sophia (11) und Lisa (14). Vor Kurzem erlitt Barbaras beste Freundin einen psychischen Zusammenbruch. Das Ehepaar F. beschloss, die beiden Mädchen zu sich zu nehmen. Sie haben sehr spontan und ohne Zögern reagiert und merken erst so langsam, was für eine Aufgabe sie sich aufgeladen haben. Sophia und Lisa kommen schwer zurecht mit der Situation; noch ist unklar, wo die Kinder auf Dauer leben werden.

Ilona und Sven B. sind erst Anfang 30 und haben drei eigene kleine Kinder, als Ilonas Mutter in der Silvesternacht einen Schlaganfall erleidet. Sie lässt drei Kinder zurück, Ilonas Halbgeschwister, die zwischen 11 und 18 Jahre alt sind. Noch in derselben Nacht kommen zwei der Kinder in die junge Familie. Jetzt leben sie zu siebt auf 60 Quadratmetern; immer zwei Kinder teilen sich ein Zimmer, Vater Sven ist auf die Wohnzimmercouch gezogen. Sie haben wenig Platz und wenig Geld, "aber die beiden ins Heim zu geben, das hätte ich meiner Mutter niemals angetan. Wenn die Familie nicht hilft, wer denn dann?", sagt Ilona.

Heike Schieder porträtiert drei Familien, die ihre eigenen Lebensentwürfe innerhalb kürzester Zeit über den Haufen werfen. Wie kommen sie mit der Verantwortung zurecht? Wie schaffen sie es, ihre eigenen Lebenspläne zurückzustecken und wie verändert sich ihr Alltag?

Voll peinlich - Di 31.07. um 17.00 Uhr


Di 31.07. um 17.00 Uhr
Mi 01.08. um 05.30 Uhr
Sa 04.08. um 12.15 Uhr


Eltern in der Pubertät
Ein Film von Wolfgang Minder

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, werden die Eltern "voll peinlich", meinen die Kinder. Die Eltern dagegen sind verzweifelt, wenn der Sprössling wieder ausflippt, bockig wird oder einfach den Kontakt verweigert.

David zum Beispiel brüllt keine Schimpfworte oder wirft Türen zu, statt dessen sitzt der Dreizehnjährige still am Tisch, lässt seine langen Haare vors Gesicht baumeln und ist einfach nicht mehr da. "Ich komme nicht an ihn ran", beklagt sich Susanne L., die Mutter. David musste schon das Gymnasium verlassen. Wenn er weiter "Leistungsverweigerung" betreibt, wird's eng .

Bei Hendrik weiß man zunächst eigentlich nicht, was das Problem sein soll. Ein netter Junge, der nicht immer Bock auf Latein hat. Dafür soll er jeden Tag um 17 Uhr zum Abendessen antreten, weil seine Eltern ihren Zeitplan einhalten wollen. Wenn Hendrik gegen solche "Verabredungen" protestiert, droht das harmonische Familienleben Schaden zu nehmen.

Wer macht hier warum Stress? Sind es wirklich immer die Jugendlichen? Wo verläuft die Grenze zwischen Behüten und Einengen, zwischen Anleiten und Loslassen? Die Eltern von David und Hendrik wollen es wissen, besuchen jetzt ein Pubertätstraining. Allen ist die Verunsicherung anzumerken. Zunächst ist nur eines klar, ein Patentrezept über das "Erziehen heute" gibt es nicht, und auch die Eltern stecken voll drin, wenn die Kinder peinlich werden.