Einsweiter; Rechte: WDR

Doku am Nachmittag

Die lieben Kleinen

Von wegen noch kein Interesse am anderen. Die 10 Monate alten Babys sind erstaunlich kommunikationsfreudig. Till (links), Simon und Nora treffen sich einmal die Woche in einer Pikler-Spielgruppe.; Rechte: SWR

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Di 10.07. ab 14.45 Uhr
Di 10.07. ab 04.00 Uhr
Mi 11.07. ab 09.00 Uhr
Sa 14.07. ab 11.30 Uhr

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Kleine Eroberer - Di 10.07. um 14.45 Uhr


Di 10.07. um 14.45 Uhr
Di 10.07. um 04.00 Uhr
Mi 11.07. um 09.00 Uhr
Sa 14.07. um 10.45 Uhr


Wie Babys die Welt entdecken
Ein Film von Doris Metz

Kinder vollbringen in ihren ersten drei bis vier Lebensjahren ungeheure Lernleistungen.

Sie sind neugierig, wollen die Welt erkunden und in Kontakt treten mit ihrem Gegenüber. Lange dachte man, dass bewusstes Kommunizieren erst mit der Sprache beginnt. Doch die vorsprachliche Kontaktaufnahme zur Welt ist der Anfang aller Kommunikation und allen Lernens. Bereits mit wenigen Monaten weiß ein Säugling sein Weinen gezielt einzusetzen. Er hat den Zusammenhang von Ursache und Wirkung verstanden.

Der Film erzählt in Alltagsbeobachtungen und kleinen Versuchsanordnungen die wichtigsten Stadien der kommunikativen Entwicklung hin zum Ich. Erst wenn ein Kleinkind sich selbst erkennt und "Ich" sagen kann, kann es sich in andere Menschen hineinversetzen und Freundschaften schließen.

Hölle Kindheit - Di 10.07. um 15.30 Uhr


Di 10.07. um 15.30 Uhr
Di 10.07. um 04.45 Uhr
Mi 11.07. um 09.45 Uhr
Sa 14.07. um 11.30 Uhr


Die Geschichte vom Weiterleben
Ein Film von Caterina Woj

Angelika Hildebrandt wäre fast eines dieser vielen Kinder geworden, die zu Hause unter der Aufsicht von Mutter und Vater zu Tode kamen. Wie Dennis aus Cottbus, Jessica aus Hamburg, Lea Sophie aus Schwerin und viele andere. Stellvertretend für diese Kinder reflektiert sie, was in ihrer Kindheit geschah und wie sich Leid - verursacht durch die eigenen Eltern - anfühlt.

Der Filmemacherin Caterina Woj ist ein intimes Portrait gelungen. Angelika Hildebrandt lässt die Autorin tief in ihre Seele blicken, in die Facetten ihrer Verletzlichkeit. Bei der ersten Begegnung mit Caterina Woj sagt sie: "Ich werde das alles nur ein einziges Mal erzählen. Danach nie wieder. Niemandem." Es ist der Abschluss einer langen Leidensgeschichte. Deshalb will die Protagonistin alles noch einmal erzählen. Eindrucksvoll und klug skizziert sie, was sie als Kind erfahren hat und wie es sich damit weiterleben lässt. Durch ihre Geschichte wird sichtbar, was aus vernachlässigten Kindern werden kann, die die Misshandlungen durch das Elternhaus überleben. Und wie sehr sie in ihrem weiteren Leben gezeichnet sind.

Eine Woche vor Weihnachten 1962 wird Angelikas Einsamkeit zum ersten Mal aktenkundig. Da wiegt sie weniger als bei ihrer Geburt. Sie liegt in ihrem Kinderbett, seit Tagen hat niemand sie gewickelt. Nachbarn hatten das Jugendamt informiert, dass eine Mutter im Haus nie mit ihren Kindern spazieren ginge. Polizisten, die die Wohnung in der Berliner Zwinglistraße betreten, sagen später aus, sie hätten Verwesungsgeruch festgestellt. Der Amtsarzt sagt, so etwas Fürchterliches hätte er noch nicht gesehen. Er attestiert akute Lebensgefahr und die Polizisten bringen Angelika nach Moabit in die Kinderklinik.

Der Mutter wird das Sorgerecht entzogen. Angelika kommt in ein SOS-Kinderdorf, hunderte Kilometer entfernt von Berlin. Ihr Martyrium geht weiter. Jahrelang bemüht sie sich um Kontakt mit ihren Eltern. Die Frage nach dem "Warum?" lässt sie einfach nicht los. Doch irgendwann beginnt sie zu kämpfen. Will leben.

Heute läuft ihr Leben normal. Auf den ersten Blick. Sie wohnt in einem kleinen Dorf in Süddeutschland, ist Krankenpflegerin. Sie hat viele gute Freunde. Eine feste Beziehung jedoch ist unmöglich. Angelika Hildebrandt ist 46 Jahre alt und hat bis heute nicht verstanden, warum ihre Mutter sie nicht haben wollte.

Geliebte Nervensägen - Di 10.07. um 16.15 Uhr


Di 10.07. um 16.15 Uhr
Mi 11.07. um 05.30 Uhr
Sa 14.07. um 12.15 Uhr


Ein Film von Liz Wieskerstrauch

Der 11jährige Felix aus Hamburg ist hyperaktiv - ein Zappelphilipp, der sich nur schlecht konzentrieren kann. Ca 5 % aller Kinder in Deutschland haben ADHS ("Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung"). Das fühlt sich an, als würden alle Nerven bloß liegen. Der Junge braucht einerseits viel Ruhe, andererseits besonders viel Aufmerksamkeit. Er rastet oft aus. Das macht viel Ärger und hat weitreichende Folgen: Drei Mal musste das intelligente Kind schon die Schule wechseln, jedes Mal ein neuer Anfang, neue Freunde finden, sich neuen Lehrern anpassen - ein langer Leidensweg.

Auch Kevin aus Ingelheim, 8 Jahre alt, strapaziert die Nerven seiner Eltern und der kleinen Schwester extrem. Schon als 1jähriger hatte er Wutanfälle, die weit über das übliche Maß hinaus gingen. Die Eltern wussten sich oft nicht mehr zu helfen und sind erleichtert, seit dem der Junge Ritalin bekommt. Obendrein sind sie froh, dass jetzt eine Kinderpsychologin mit Kevin arbeitet und sie in der Erziehung berät. Denn ADHS-Kinder brauchen weit mehr als andere klare Regeln, und möglichst Eltern, die sich bewusst nicht auf diesen Teufelskreis einlassen.

Die Eltern von Lea-Sophie in der Nähe von Lüneburg wollen nicht, dass ihre 8jährige Tochter das starke Medikament erhält. Sie halten Leas Impulsivität aus und nehmen Leistungsschwäche und Unkonzentriertheit lieber in Kauf. Dabei sind sie froh, dass die Kleine in der Förderschule einigermaßen zurecht kommt. Mit großer Geduld versuchen die Eltern, den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht zu werden. Sie leben auf dem Land, wo die Kleine häufig auch alleine raus kann.

Felix ist oft tief traurig über sein Verhalten und will es unbedingt ändern, aber immer wieder bricht etwas in ihm durch. "Ich will so sein, wie alle anderen Kinder auch", sagt er. Da ist eine Verzweiflung in ihm, die keinen Ausweg mehr findet. Mit Ritalin und psychologischem Coaching schafft er es jedoch, seine Ausraster in den Griff zu bekommen. Dann klappt es plötzlich auch mit den Noten. Und wieder muss Felix die Schule wechseln, diesmal aber zum Positiven: Er hat es in die Realschule geschafft und ist stolz und glücklich.
Der Film von Liz Wieskerstrauch begleitet diese drei Kinder und deren Eltern in ihren alltäglichen Konfliktsituationen und auf der mühsamen Suche nach Lösungen.

Warum zappelt Philipp? - Di 10.07. um 17.00 Uhr


Di 10.07. um 17.00 Uhr
Mi 11.07. um 06.15 Uhr
Sa 14.07. um 13.00 Uhr


Hilfe für hyperaktive Kinder
Ein Film von Irina Bosse-Kohlhaas

Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) als Massenphänomen bei Kindern und Jugendlichen. Das ungebärdige, impulsive Verhalten der Kinder ist konfliktträchtig und führt oft zu sozialer Isolation. Der Besuch regulärer Kindergärten oder Schulen ist erschwert.

ADS ist die häufigste Erkrankung im Kindes- und Jugendalter, bis zu 12 Prozent aller Kinder sind betroffen. Die Ursachen der Stoffwechselkrankheit sind diffus, ihre Diagnose schwierig und ihre Therapiemethoden umstritten. Das zunehmend eingesetzte Medikament Ritalin muß einer strengen Nutzen-Risiko-Abwägung unterliegen. Das Amphetaminderivat zeigt beeindruckende Wirkung, es ist jedoch als sog. psychotrope, d.h. persönlichkeitsverändernde Droge umstritten. Seine Nebenwirkungen sind hoch und seine Langzeitwirkungen weitgehend unerforscht.