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Doku am Nachmittag

ausgebrannt und urlaubsreif

Rolf H. (29), Unternehmensberater aus Trebur, hat eines Tages gemerkt, dass nichts mehr geht - die Diagnose: Burn out.; Rechte: WDR

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Mo 25.06. ab 15.30 Uhr
Mo 25.06. ab 04.45 Uhr

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Burn out - wenn nichts mehr geht - Mo 25.06. um 15.30 Uhr


Mo 25.06. um 15.30 Uhr
Mo 25.06. um 04.45 Uhr


Ein Film von Christian Pietscher

Rolf H. (29) will es einfach nicht wahrhaben. Nie im Leben hat er damit gerechnet. Der Unternehmensberater aus Trebur bei Rüsselsheim arbeitet wie eine Maschine und merkt plötzlich, dass sein Körper nicht mehr "funktioniert". Ihm ist extrem schwindlig, er schläft schlecht und ist völlig erschöpft.

Die stationäre Therapie dann in einer psychosomatischen Klinik ist ein großer Schritt für jemanden, der für die Arbeit lebt, für den nur Leistung zählt und der sich schämt, wenn er krank wird. Der Klinikaufenthalt wird für Rolf zur Reise ins eigene Ich. Endlich lernt er, auf seine Gefühle zu hören. Danach versucht er eine von der Krankenkasse unterstützte Wiedereingliederung: Schritt für Schritt zurück in seinen alten Job als Unternehmensberater.

Doch mit den 100 Prozent geht es nicht so schnell, wie er sich das gedacht hat. Rolf hat verstanden: er muss die Weichen neu stellen, um keinen Rückfall zu riskieren. Nur wenn er die Signale seines Körpers achtet, kann er es schaffen. Noch hat sein Chef Geduld mit ihm.

"Immer stark sein und keine Schwächen zeigen". Nach dieser Devise arbeitet Regina R. (26) aus Bielefeld seit fast zehn Jahren in der Pflege. Sie reibt sich regelrecht auf für ihre Patienten. Doppelschichten von 15 Stunden sind in der Branche normal. Und wie im ambulanten Dienst üblich, wird jeder Handgriff im Minutentakt abgerechnet. Nur selten sagt Regina zu neuen Aufgaben Nein. Auch weil sie ihre Kollegen nicht im Stich lassen will.

Dann ist sie am Ende - nichts geht mehr. Sie schläft schlecht und fühlt sich wie ein Roboter: "Mein Leben hatte ich verloren." Nur eine Magenschleimhaut-Entzündung kann sie in ihrem Pflichtbewusstsein stoppen. Mit schweren Depressionen beginnt sie eine Therapie in einer Tagesklinik. Sie will wissen, warum das alles passiert ist. Sind es jahrelang antrainierte Verhaltensmuster, die zum Burn out führten? Nach der Klinik macht Regina den radikalen Schnitt. Es folgt ein Neuanfang mit Hindernissen.

Die Autoren des Films haben Regina R. und Rolf H. ein halbes Jahr lang begleitet. Wie schaffen sie es, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen? Und klappt der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt, so wie sie es sich vorstellen?

Alptraum Urlaub - Mo 25.06. um 16.15 Uhr


Mo 25.06. um 16.15 Uhr
Di 26.06. um 05.30 Uhr


Wenn die schönsten Tage des Jahres zum Reinfall werden
Ein Film von Wolfgang Luck

Fast jeder Pauschalurlauber hat sich schon mal kräftig geärgert: die Baustelle vor dem Hotel, das lauwarme Essen am Buffet, die Kakerlaken im Badezimmer. Nicht immer passen die Hoffnungen der Reisenden auf die "schönsten Tage des Jahres" und die Hoffnungen der Reisekonzerne auf Gewinnmaximierung zusammen. Die einen wollen für wenig Geld ganz viel Vergnügen, Abenteuer, Abwechslung. Die anderen versprechen viel und bieten wenig von dem, was der Katalog vorgaukelt: Das Blaue vom Himmel, die Leere des endlosen Sandstrands - Traumbilder vor dem Albtraum-Urlaub.

Autor Wolfgang Luck zeigt in seinem 45-Minuten-Feature was passiert, wenn Urlauber sprichwörtlich baden gehen. Freiburger Touristen in der Dominikanischen Republik, bei denen es aus der Decke tropft, sobald der Nachbar duscht. Eine verzweifelte Reiseleiterin im Kampf mit genervten Urlaubern und einen Hoteltester, der im türkischen Fünf-Sterne-Hotel auf blutverschmierte Bettlaken stößt. Der Film geht der Frage nach, wie Urlauber ihre berechtigten Verbraucherinteressen durchsetzen können, zeigt aber auch den ewigen Querulanten, der schon mit der festen Absicht verreist, bei seinem Veranstalter eine Entschädigung herauszuholen.

Jedes Jahr folgt auf die Reisewelle die Klagewelle. So wird gezeigt, wie ein Amtsrichter klären muss, was "Strandnähe" ist und ob ein Familienzimmer aussehen darf wie ein Matratzenlager.

Der Autor taucht tief ein in die nicht immer bunte Welt der Pauschaltouristen und ihre wetterwendige Gemütslage. Urlaubervideos, eigene Erlebnisse und Recherchen liefern ein kurioses bis fürchterliches Ferienalbum.

Campen für die Ewigkeit - Mo 25.06. um 17.00 Uhr


Mo 25.06. um 17.00 Uhr
Di 26.06. um 06.15 Uhr


Ein Film von Arnd Güttgemanns

Kochen, Schlafen, Leben, Lieben auf höchstens 40 qm - vielleicht ein bisschen eng. Aber das ist dem Dauercamper egal. Es zählt das Gefühl: der unstillbare Durst nach Freiheit, gleichzeitig aber auch die große Sehnsucht nach Halt, Gemeinschaft und Sesshaftigkeit.

Die Suche nach Geborgenheit hat auch Inge aus ihrer Mietwohnung in eine kleine Hütte auf dem Campingplatz Hohensyburg in Dortmund flüchten lassen.
Hier lebt sie nun in ihrem "Eigenheim" - ein echtes Haus wäre nie finanzierbar gewesen. Inge geht nur noch zum "Treppe Putzen" in ihre alte Wohnung, die ihr viel zu anonym und einsam erscheint. Ihr Mann fährt jeden Morgen vom Campingplatz aus zur Arbeit, während Inge sich die Zeit mit ihrer besten Freundin und den netten Hüttennachbarn vertreibt. Gemeinsam trotzen sie dem großen Regen, der ihre kleinen Holzhäuschen unter Wasser setzt.

Klaus-Peter hat sich eingeigelt in seinem Wohnwagen. Vor einigen Monaten ist er schwer erkrankt und hofft nun, hier in der Natur wieder gesund zu werden. Früher mal hat er als Monteur gearbeitet, ging oft in Kneipen und war kontaktfreudig. Diese Zeit ist lange vorbei. Wie eine sichere Höhle erscheint der Wohnwagen. Der 52-Jährige hat keine Kraft mehr für Gespräche mit den anderen Campern. Nur Heidi kommt täglich, seine Freundin und frühere Geliebte.

Martha Veddermann wird die Schlüssel zur "Freiheit" abgeben und den Wohnwagen verkaufen. Die 82-Jährige will nicht mehr bei Wind und Wetter ins Duschhaus gehen müssen. 25 Jahre lang hat sie hier jeden Sommer auf dem Campingplatz verbracht. Jetzt fühlt sie sich zu alt. Marthas Mann ist vor Jahren schon gestorben - im Campingwagen. Sie hat einfach weiter gemacht, wegen der Erinnerungen und der Gewohnheit und natürlich auch, weil sie auf dem Platz nie alleine ist.

Martina Kagens ist ohne Familien-Kuddelmuddel - zwei erwachsene Töchter, eine Enkeltochter, ein Beinahe-Schwiegersohn, ein Ex-Ehemann und zwei bemerkenswerte Hunde - nicht vorstellbar.

30 Jahre lang hat die arbeitslose Verkäuferin vom eigenen Wohnwagen geträumt, aber ihr Mann war immer dagegen. Jetzt - nach der Trennung - genießt die 47-Jährige ihre Unabhängigkeit auf dem Campingplatz, mitten in der Natur - abgesichert durch eine Hecke.

Der frühere Ehemann darf die Familie besuchen und manchmal auch bleiben. Nur zu bestimmen hat er nichts mehr.

Die Campergemeinschaft in Hohensyburg wähnt sich auf einer grünen Insel. Die Außenwelt, das ist die Welt jenseits der Schranke, und die verblasst mit der Zeit, wie Autor Arnd Güttgemanns einen Sommer lang erleben konnte.