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DIE SCHÖNE ERITREERIN; Rechte: HR

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Fr 22.06. ab 14.45 Uhr
Sa 23.06. ab 07.40 Uhr

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Asmara - Die schöne Eritreerin - Fr 22.06. um 14.45 Uhr


Fr 22.06. um 14.45 Uhr
Sa 23.06. um 07.40 Uhr


Ein Film von Stefanie Appel

Eritrea ist eines der ärmsten Länder der Welt. Doch die Hauptstadt Asmara besitzt ein phänomenales Architektur-Ensemble der europäischen klassischen Moderne: rund 400 Bauten aus der Blütezeit der Moderne, 1925 bis 1941 von italienischen Kolonialherren errichtet.

In Asmara sind auf einzigartige Weise zwei Kulturen verschmolzen: die Europas und die Afrikas. An den Boulevards, den gepflegten Alleen finden sich prächtige Kinos, mondäne Bars und perfekt proportionierte Wohnhäuser, inspiriert vom Bauhaus; man findet Industrieanlagen des Futurismus und Kinos im Art Déco-Stil. Dies verdankt Asmara der bitteren Zeit, als Eritrea italienische Kolonie und Spielzeug für den Größenwahn Benito Mussolinis war, der aus der kleinen Stadt ein "zweites Rom" erschaffen wollte. Der Film entdeckt eine Metropole voller Widersprüche, nach wie vor geprägt von einem verblüffend italienischen Lebensstil - ein Erbe, mit dem sich die Asmarinos längst identifizieren. Der Film geht aber auch der dunklen Seite dieser Eroberungsgeschichte nach; die Erinnerung etwa an die damaligen Rassengesetze und an die gewaltsamen Seiten der Kolonialherrschaft sind bei den Einwohnern nach wie vor lebendig. Doch zelebrieren vor allem die jungen Eritreer entspannt die genüssliche Seite dieses Erbes, das "dolce far niente". Die immer noch halbwegs gut erhaltenen Bauten aus der Blütezeit der Moderne bedürfen großenteils einer professionellen Restaurierung. Heute lebt eine halbe Million Eritreer in der Hauptstadt, viele in den alten Gebäude. Sechzehn Jahre nach der Unabhängigkeit ist Eritrea heute eine Autokratie mit vielen - auch politischen - Problemen. Der Film unternimmt eine Entdeckungsreise in einer Stadt, die dreißig Jahre eritreisch-äthiopischen Bürgerkrieg überstanden hat und an der jetzt die Armut und der Zahn der Zeit nagen.

Starke Frauen vom Wochenmarkt - Fr 22.06. um 15.30 Uhr


Fr 22.06. um 15.30 Uhr
Sa 23.06. um 08.25 Uhr


Ein Film von Galina Breitkreuz

Der Hamburger Isemarkt ist Tableau eines Films, der die Geschichten dreier ungewöhnlicher Frauen erzählt. Protagonistinnen sind Mutter Kröger (62) aus Ochsenwerder mit ihrer Tochter Marina, Kräuterfee Ina Sommer Rathjens und Gemüsefrau Christa Opitz. Doch nicht nur die große Showbühne Isemarkt steht im Mittelpunkt. Es geht auch um das Leben hinter der Fassade - erstaunliche und ungeahnte menschliche Einblicke hinter der Kulisse.

Lieg auf der Straße - oder tanze - Fr 22.06. um 16.15 Uhr


Fr 22.06. um 16.15 Uhr
Sa 23.06. um 09.10 Uhr
Mo 25.06. um 06.15 Uhr


Aufgezeichnet von Edi D. Winarni

Edi D. Winarni ist 22 Jahre alt und mittlerweile von Köln, wo er aufgewachsen ist, nach Düsseldorf gezogen, um dort Grafikdesign zu studieren. Schon zu Schulzeiten gründete Edi zusammen mit seinem Freund Tamer - der nun in Berlin lebt - die Band MIT.

Aber was sind schon Orte in Zeiten von MySpace? Denn damit fing bei MIT alles an: 2006 luden die beiden ein paar Songs hoch, und wenige Wochen später traten MIT schon in London auf. Edi gehört zu der Generation von Anfang 20-Jährigen, die schon seit der Grundschule mit dem Informationsangebot des Internets aufgewachsen sind und davon profitieren. Im Do-it-yourself-Verfahren werden Songs eingespielt, Auftritte organisiert und Fans mobil gemacht.

2008 erscheint dann das Debütalbum "Coda" auf dem ihr tanzbarer, energiegeladener und futuristischer Elektronica-Sound mit deutschen Stakkato-Texten, die Edi wie Mantren über die Beats singt, überzeugt. Edi verbringt viel Zeit mit Tamer im Studio, um neue Demos für die zweite Platte einzuspielen. Für Edi ist es immer wieder erstaunlich, was aus der fixen Idee, eine Band zu gründen, geworden ist - gerade wenn er in fremden Städten auf der Bühne steht und die Texte singt, die ihm einmal in seinem Zimmer in Köln-Buchforst eingefallen sind! Und jetzt lädt das Goethe-Institut sie auch noch zu einer kleinen Konzerttournee durch China ein.

Edi dokumentiert all dies mit einer kleinen Kamera. Sein Videotagebuch zeigt nicht nur den Bandalltag, die Auftritte und die China-Tour, sondern erzählt auch davon, wie es ist, wenn man selbst das Ruder in die Hand nimmt und damit Erfolg hat.

Bhagwan, Beatles, Bollywood - Fr 22.06. um 17.00 Uhr


Fr 22.06. um 17.00 Uhr
Sa 23.06. um 09.55 Uhr
Mo 25.06. um 09.40 Uhr


Indien ist anders
Ein Film von Ulrike Bremer

"Welcome to India!" Das ist der oft gehörte Willkommensgruß für Europäer in Indien, manchmal erfreut, manchmal auch ironisch gemeint. Denn bis heute ist der westliche Blick auf den indischen Kontinent verstellt von literarischen und philosophischen Projektionen, aus denen sich die europäische Kultur seit fast 200 Jahren bedient. Bhagwan, Beatles, Bollywood sind die populären Klischees, die bis heute oft einem realistischen Blick auf das Land entgegenstehen.

Die Dokumentation beginnt auf einer deutschen Bollywood-Party, derzeit eine gesamteuropäische Modeerscheinung. Sie traf Hippies, die in Indien in den 60er Jahren die Stadt Auroville gegründet hatten und bis heute an ihrer Vision von einer besseren Welt festhalten.

Der Film schildert Begegnungen mit indischen Schriftstellern wie Vikram Seth, Mahasweta Devi oder Shobhaa De, mit Malern, Tänzern und Musikern, die sich gegen die westlichen Projektionen wehren und in ihren Künsten eine neue selbstbewusste Identität ausdrücken. Entstanden ist ein lebendiges, aber auch widersprüchliches Mosaik einer reichen, eigenständigen Kulturnation, die sich nun global behaupten will.