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Doku am Nachmittag

Mannsbilder

MDR Fernsehen SEX IM 21. JAHRHUNDERT, Männlich, weiblich oder was? (2), am Sonntag (06.05.12) um 23:40 Uhr.; Rechte: MDR

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Mi 20.06. ab 14.45 Uhr
Mi 20.06. ab 04.00 Uhr
Do 21.06. ab 09.00 Uhr

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Wann ist ein Mann ein Mann - Mi 20.06. um 14.45 Uhr


Mi 20.06. um 14.45 Uhr
Mi 20.06. um 04.00 Uhr
Do 21.06. um 09.00 Uhr


Das starke Geschlecht in der Krise?
Ein Film von Claus Raefle

Wann ist ein Mann ein Mann - diese Frage wird angesichts enormer gesellschaftlicher Veränderungen in der Machtbalance zwischen Männern und Frauen immer intensiver debattiert. Ist das ehemals starke Geschlecht tatsächlich in einer Umorientierungs-Übergangs-Aufbruchphase? Für "betrifft" beobachtet Claus Räfle Männer aus verschiedenen Generationen.

Da ist der 34 jährige "metrosexuelle" Großstadt Mann, der feminin und verständnisvoll auf Kuschelkurs ist. Er möchte von den Frauen lernen und hält alle vermeintlichen typisch männlichen Eigenschaften für überholt. Warum müssen Männer mutiger sein als Frauen? Schafft nicht die Gleichberechtigung für den neuen Mann ein enormes Stück Entlastung? Er kann sich ausprobieren, er darf sich schön machen und das Leben frei von überholten Rollenzwängen genießen.

Ganz anders sieht dies Marc, 23, aus Ost Berlin. Er geht mehrmals die Woche zum Bodybuilding. Gewichte stemmen, Eisen pumpen. Er wirkt in seinen Posen wie ein Macho, unbehelligt von den Veränderungen zwischen den Geschlechtern Für ihn ist die Emanzipation viel zu weit gegangen. Bei ihm an der Uni, er hat gerade begonnen Jura zu studieren, ist die Mehrheit der Kommilitonen weiblich. Er empört sich darüber, dass seiner Meinung nach Frauen bevorzugt werden - in der Erziehung, in der Schule, in der Ausbildung und im Job. Dass Frauen sich gesellschaftlich hochnörgeln , dass sie ständig das Argument der Gleichbehandlung missbrauchen würden. Vor allem aber ärgert ihn, dass diese ständig konkurrierenden Wesen kaum Mütterlichkeit signalisieren. Bei seinen Freunden aus eher einfacheren Kreisen im ehemaligen Ost Berlin registriert er, dass die Frauen ihre Partner dominieren und bei Bedarf abschütteln. Der Mann ist als Versorger der Familie überflüssig geworden. Das prägt die jüngeren Frauen, die Männer nur noch als notwendiges Übel oder Sexualpartner betrachtet - so seine bittere Beobachtung.

Völlig anders sieht dies Michael aus München, der sich gerade anschickt seinen Job für ein Jahr ruhen zu lassen, um sich für eine Übergangszeit ganz für Familie und Kindeserziehung zu engagieren. Der Automobilingenieur nutzt die Elternzeit, da seine Frau einen besser bezahlten Job hat und nach der anstehenden Geburt des dritten Kindes gleich weiter arbeiten kann. Der Hausmann hat nicht das Gefühl irgendwelche Kompetenzen als Breadwinner, als Versorger verloren zu haben. Er genießt es, seine Töchter beim Heranwachsen begleiten zu können. Aber auch - allein unter Frauen - zu Kaffeerunden eingeladen zu werden. Hans bekam den Spitzenvater Preis 2008. Um der verunsicherten Männerwelt zu helfen, hat eine Unternehmerin aus dem Westfälischen diesen Preis gestiftet. Sie und ihre Firma, süffisanterweise eine Brotfabrik, vergibt ihn jährlich an Männer, die der Gesellschaft ein gutes Beispiel geben für eine selbstbewusste neue Interpretation der Vater und Männerrolle.

Auf der Suche nach dieser neuen, gewandelten Identität ist auch Cristian aus Rodgau. Er ist aus der Generation der Mitvierziger, die häufig ohne männliche Vorbilder heranwuchsen. Männer, die in ihren eigenen Beziehungswelten dann Partnerinnen hatten, die nicht nur im Beruf Karriere machten, unabhängig waren, sondern auch in der Zweisamkeit auf Augenhöhe verhandeln wollten. Cristian schätzt starke Frauen außerordentlich, aber manchmal will er seine Männlichkeit richtig spüren. Gemeinsam mit einer Gruppe Gleichgesinnter trifft er sich zu einem langen Wochenende in der "Wildnis". Holzhacken in der Eifel, im Zelt übernachten, mal ohne Frauen sein. Dafür: mit Männern ins Gespräch kommen, sich öffnen.

"Indianerspielen" haben sie das als Jungs genannt. Heute hilft es den Männern auf der Suche nach sich selbst.

Maca - Die Wunderpflanze mit Potenz - Mi 20.06. um 15.30 Uhr


Mi 20.06. um 15.30 Uhr
Mi 20.06. um 04.45 Uhr
Do 21.06. um 09.45 Uhr


Ein Film von Basile Sallustio

In den Kordilleren Perus, auf den Hochebenen der Anden, ist die Luft in über 4000 Meter Höhe so dünn und sauerstoffarm, dass nur die Nachfahren der Inkas dort leben und arbeiten können. Dort wird eine Knolle, ähnlich der Kartoffel, angebaut, die wegen ihrer erstaunlichen Kräfte von den Einheimischen "Königin der Anden" genannt wird: die Maca!

Schon zu Zeiten des Inka-Reiches als Mittel zur Steigerung der Fruchtbarkeit und Potenz bekannt, hat die Wunderknolle in den letzten Jahrzehnten das Interesse der pharmazeutischen Industrie auf sich gezogen. Forschungen haben nachgewiesen, dass die Maca nicht nur ein hervorragendes Nahrungsergänzungsmittel ist, sondern darüber hinaus auch anti-oxydierend und krebshemmend wirken kann.

Seitdem ist ihr Renommee auch über die Grenzen Perus hinweg beachtlich gestiegen und viele ausländische Pharma-Unternehmen interessieren sich für die Pflanze. Man möchte sich die heilenden Substanzen und Anteile mit speziellen Verfahren und Patenten sichern. Der Streit darum, wer das Recht auf die internationale Vermarktung hat, ist noch nicht entschieden. Auf der einen Seite steht die "Konvention über die Biologische Vielfalt", die auf dem UN-Gipfel für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro erstmals formuliert wurde, auf der anderen Seite besteht die Welthandelsorganisation darauf, dass im Zusammenhang mit Pflanzen Patente verliehen werden können, und zwar auch an "Nicht-Staatsangehörige des Ursprungslandes". Die Gefahr von Biopiraterie und Plünderung einheimischer Ressourcen steigt, vor allem in Ländern wie Peru.

Der Filmemacher Basile Sallustio hat sich von den Anden über Deutschland bis in die USA auf die Spur der Maca-Handelskette gemacht. Wir begleiten die Bauern bei der Ernte und folgen der Maca auf die einheimischen Märkte bis in die Labors der internationalen Pharma-Unternehmen.

Männerherzen fliegen weit - Mi 20.06. um 16.15 Uhr


Mi 20.06. um 16.15 Uhr
Do 21.06. um 05.30 Uhr


Frauensuche im Osten
Ein Film von Claus Räfle

Robert, 41, Verkaufscoach eines Berliner Verlagshauses ist männlich, sportlich, schlagfertig, einer von dem man nie annehmen würde , dass er Probleme haben dürfte eine feste Beziehung am Laufen zu halten. Wie so viele seiner Artgenossen. Seit fünf Jahren wickelt er, wie Millionen anderer, seine komplette Sozialisation übers Internet ab. Genauer: Seine Versuche eine Lebensabschnittspartnerin zu finden. Robert beschließt mal etwas anderes zu probieren, die triste Virtualität des Click Netzes mit einer anderen Welt zu tauschen, wo es vielleicht noch ein intakteres Miteinander zwischen Männer und Frauen geben könnte: Ein Jahr nach der orangenen Revolution fliegt er nach Kiev, in die von Visa-Affäre und unzähligen Sensationsberichten über willige Frauen gebeutelte Ukraine. Er trifft dort auf eine skurrile Welt der Heirats- und Partneragenturen, die Westmänner, vorwiegend aus den USA Packages fürs Liebeswohl offeriert.

Männer als Frauen - Mi 20.06. um 17.00 Uhr


Mi 20.06. um 17.00 Uhr
Do 21.06. um 06.15 Uhr


Ein Film von Gudrun Holtz

"Als Mann kriege ich selten Komplimente, aber als Frau ist das anders", sagt Stephan (30). Er trägt Frauenkleidung, schminkt sich und ist dann Frau, auch im Alltag. Es ist nicht immer einfach, mit den eigenen weiblichen und männlichen Anteilen umzugehen, gerade dann nicht, wenn man als Mann den Drang verspürt, Frauenkleider zu tragen. Es hat einige Zeit gebraucht, bis sich Stephan seinen Mitmenschen als sogenannter Cross-Dresser offenbarte - und das nicht ganz freiwillig.

Stephans Mutter entdeckte kurz nach seiner Volljährigkeit, dass ihr Sohn ihre Unterwäsche trug. Sie war fassungslos, stellte ihn zur Rede und wusste sich nicht anders zu helfen, als ihn aus dem Elternhaus zu werfen. Bei seiner Freundin Franziska fand Stephan in dieser brenzligen Situation Halt. Mit ihr lebt er seit zwölf Jahren glücklich zusammen. An manchen Tagen wird Stephan zu Jessica. Dann berät Franziska sie, was sie anziehen könnte. Sie sind dann Freundinnen und ihre Partnerschaft rückt für die Stunden des Frauseins in den Hintergrund. Vor einigen Wochen erblickte ihr erstes Kind Emma das Licht der Welt.

Das Coming-Out von Dietmar (57) als Cross-Dresser hat länger gedauert. Erst mit Anfang 50 fasste er sich ein Herz: Nach Jahren der Verdrängung, in denen er sich schlecht fühlte, akzeptierte er seine Geschlechtsidentität und zeigte sich auch wirklich als Frau der Öffentlichkeit. Zunächst traute sich "Liliane" nur abends aus dem Haus. Doch zunehmend gewann sie an Selbstsicherheit und ging auch tagsüber in die Stadt. Am Anfang hatte sie Scham- und Schuldgefühle, während sie sich in der Öffentlichkeit bewegte.

Für Dietmar war klar: Er musste seine Mitmenschen über sein Doppelleben aufklären. Die Situation brachte das Fass zum Überlaufen. Seine langjährige Partnerin trennte sich von ihm. Heute lebt Dietmar mit einer anderen Frau zusammen, die sein Doppelleben, das er in der Freizeit führt, akzeptiert. Beruflich ist er ausschließlich Mann und arbeitet als Hochschul-Professor.

Cross-Dresser sind meistens heterosexuell orientierte Männer, die manchmal die Kleidung und soziale Rolle des anderen Geschlechts übernehmen.

Für diesen Film hat die Autorin Gudrun Holtz zwei Männer begleitet, die sich an manchen Tagen in Frauen verwandeln.