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Doku am Nachmittag

Jüdische Lebensräume

Tanzen bedeutet Freude.; Rechte: NDR

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Alle Sendetermine

Di 05.06. ab 14.45 Uhr
Di 05.06. ab 04.00 Uhr
Mi 06.06. ab 09.00 Uhr
Sa 09.06. ab 10.40 Uhr

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Mein neues Leben in Jerusalem - Di 05.06. um 14.45 Uhr


Di 05.06. um 14.45 Uhr
Di 05.06. um 04.00 Uhr
Mi 06.06. um 09.00 Uhr
Sa 09.06. um 10.40 Uhr


Eine Deutsche unter orthodoxen Juden
Ein Film von Andrea Hauner

Porträt der ins Judentum konvertierten Deutschen Elishewa, die in Jerusalem mit ihrem Mann, sieben Kindern das abgeschottete, entbehrungsreiche und streng reglementierte Leben der ultraorthodoxen Juden führt.

Elishewas Familie befolgt streng die Regeln der Thora, die durch zahllose detaillierte Gebote und Verbote den Alltags regeln. Kontakte zur säkularen Welt, Internet und Fernsehen sind unterbunden. Die Ultraorthodoxen unterhalten eigene Medien, Bücher und ihr eigenes Bildungssystem. Der soziale Umgang schreibt weitgehende Geschlechtertrennung vor. Die Jungen und Männer verbringen in der Regel die Tage in der ganztägigen Thora-Schule und arbeiten nur im notwendigen Rahmen. Mädchen hingegen bekommen eine bessere Allgemeinbildung, denn sie müssen später für den Unterhalt der Familie arbeiten. Finanzielle Unterstützung leisten Sponsoren und die Gesellschaft.

Marianna und Arkadi - Di 05.06. um 15.30 Uhr


Di 05.06. um 15.30 Uhr
Di 05.06. um 04.45 Uhr
Mi 06.06. um 09.45 Uhr
Sa 09.06. um 11.25 Uhr


Eine jüdische Hochzeit in Deutschland
Ein Film von Günter B. Ginzel

Auf ihre Hochzeit bereiten sie sich schon seit Monaten vor, die Brautleute Marianna und Arkadi. Denn den Bund fürs Leben schließen sie in Berlin nach streng orthodox-jüdischer Tradition.

Als die beiden vor Jahren mit ihren Eltern aus der früheren Sowjetunion nach Deutschland kamen, hatten sie nur wenig Ahnung vom Judentum. Und so schnell sie sich auch in die deutsche Gesellschaft integrierten - beide studieren in Berlin - zur Entdeckung ihrer jüdischen Identität brauchten sie länger. Inzwischen haben sie sich der erst vor wenigen Jahren in Deutschland wieder aufgelebten modernen jüdischen Orthodoxie angeschlossen, in deren Tradition wollen sie heiraten. Und das ist auch unter Juden in Deutschland noch ein ungewöhnlicher Weg.

Autor Günther B. Ginzel hat sie dabei begleitet, von der Auswahl des Hochzeitskleides bis zum Besuch der Talmudschule, vom Backen der streng koscheren Hochzeitstorte bis zum Segensspruch des Rabbiners unter dem Traubaldachin. Selbstverständlich haben Marianna und Arkadi auch all ihre nichtjüdischen Freunde eingeladen. Aber vor der Hochzeit gibt es keinen Polterabend, sondern eine Zeit der Einkehr mit Fasten, Lernen und Beten. Aber dann, wenn der Rabbiner endlich seinen Segen gegeben hat, wird auch kräftig gefeiert - wenn auch streng nach Geschlechtern getrennt.

Jüdisch und Demokratisch - Di 05.06. um 16.15 Uhr


Di 05.06. um 16.15 Uhr
Mi 06.06. um 05.30 Uhr
Sa 09.06. um 12.10 Uhr


Ein Film von Richard C. Schneider
Israels politischer Kampf mit sich selbst

Israel bezeichnet sich selbst als "einzige Demokratie im Nahen Osten". Aber wie demokratisch ist Israel wirklich? Kann ein "jüdischer Staat" zugleich ein demokratischer Staat sein? ARD-Korrespondent Richard C. Schneider zeigt, wie sich Israel trotz aller Probleme und Missstände als Demokratie behauptet. Der Umgang Israels mit seiner arabischen Minderheit, das komplizierte Verhältnis zwischen Staat und Synagoge und der ständig präsente Terrorismus sind die Hauptprobleme, die den jüdischen Staat Israel tagtäglich belasten. Doch als Folge dieser Spannungen entwickelte sich in Israel eine überaus moderne, flexible und bunte Gesellschaft.

Die jüdische Lobby - Di 05.06. um 17.00 Uhr


Di 05.06. um 17.00 Uhr
Mi 06.06. um 06.15 Uhr
Sa 09.06. um 12.55 Uhr


Spurensuche in Amerika
Ein Film von Uri Schneider

Die jüdische Lobby beherrscht die Wall Street. Sie kontrolliert die Filmindustrie Hollywoods, die internationalen Medien, und - am wichtigsten von allem - sie zieht die Fäden der amerikanischen Weltpolitik. Über kaum etwas werden rund um den Globus mehr Mythen und Legenden gesponnen als über den Einfluss des Judentums. Eine allmächtige jüdische Lobby ist das Stereotyp antisemitischer Vorurteile und Verschwörungstheorien schlechthin. Der deutsch-israelische Journalist und Filmautor Uri Schneider zeigt in seiner Dokumentation: Es gibt sie wirklich, die vielbeschworene jüdische Lobby. Ihr größtes Spielfeld ist Washington, wo Lobbyismus so amerikanisch ist wie Baseball oder Apple Pie. Hier sind die Lobbygruppen eine Industrie, die sechs Milliarden Dollar im Jahr umsetzt und einen der größten Wirtschaftsfaktoren der Region darstellt. Bei seiner spannenden Suche nach dem jüdischen Einfluss auf die amerikanische Politik räumt Schneider jedoch gleichzeitig mit verhängnisvollen Vorurteilen auf. Denn die Juden Amerikas sprechen längst nicht mehr nur mit einer Stimme.

Galt die jüdische Lobby bislang als eine konservative Gruppe, die sich bedingungslos hinter Israel und dessen Politik stellte, hat sich dieses Bild zwischenzeitlich stark geändert. Hauptgrund dafür ist der Einzug Barak Obamas ins Weiße Haus. Während seine Vorgänger nämlich meist ohne lange Debatten die Politik Israels unterstützten, verfolgt Präsident Obama eine politische Linie, die Israel eine Mitverantwortung für die scheinbar ausweglose Lage in Nahost zuweist. Obamas neue Linie gab auch neuen Kräften unter den Juden Amerikas unverhofften Auftrieb: So bekam eine junge Gruppe friedensbewegter jüdischer Lobbyisten namens 'J Street' mit Obama einen Rückenwind, von dem sie vor einem Jahr nur träumen konnte. Die Stimmen von Amerikas Juden in der Politik sind damit differenzierter geworden, die Suche nach einem Ausweg aus der Sackgasse im Nahen Osten hat an Intensität gewonnen.

Uri Schneider porträtiert bei seiner Spurensuche, die ihn auch zu Obamas politischen Anfängen nach Chicago führte, Konservative wie Liberale. Er begleitet die Lobbyisten unterschiedlicher Couleur auf die Flure und in die Abgeordnetenbüros im Kapitol. Sein Film korrigiert dabei nicht nur das antisemitische Bild vom bestimmenden jüdischen Einfluss auf den Kurs Amerikas, er vermittelt darüber hinaus auch durchaus überraschende Einblicke in Funktionsweise amerikanischer Politik.