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Mi 30.05. um 14.45 Uhr
Do 31.05. um 05.30 Uhr
Maxi Schafroth auf den Spuren von Ludwig II.
Ein Film von Meinhard Prill
Als Kind wurde er vom Vater immer wieder verprügelt, als König nahmen die Minister ihn nicht ernst und am Ende stürzte er durch einen Staatsstreich vom Thron - er war alles andere als ein Märchenkönig, Ludwig II. von Bayern. Und er war einsam, wirklich einsam.
Aber bis heute beschäftigt er die Phantasie der Menschen. Weil er vielleicht gar kein Wittelsbacher war, wie immer wieder behauptet wird, vielleicht weil seine Schlösser nur gigantische Theaterkulissen waren, zum Wohnen völlig ungeeignet, oder weil bis heute ungeklärt ist, wie er wirklich ums Leben kam. Er fiel auf alle Fälle einem Totschlag zum Opfer, das scheint nach juristischer Diktion sicher zu sein, aber alles andere ist unklar Selbstmord oder Mord?
Grund genug für den jungen Kabarettisten und Schauspieler Maxi Schafroth aus dem Allgäu, sich auf die Spuren des Königs zu setzen, der bis heute so viele Touristen in seine Heimat lockt, und sich umzuhören bei denen, die sich heute noch mit Ludwig beschäftigen, sei es professionell, sei es aus Leidenschaft. Er hat den ehemaligen SZ Redakteur Rudolf Reiser besucht, der mit seinen Thesen die Fachwelt erzürnt, und er hat sich unterhalten u. a. mit den Historikern Katharina Weigand und Hans Michael Körner von der LMU München, mit Hermann Rumschöttel, dem ehemaligen Leiter des bayerischen Hauptstaatsarchivs, Raimund Wünsche von der Staatlichen Antikensammlung sowie Jean Schlim, der mehr als 40.000 Bilder und Erinnerungen an Ludwig II. zusammengetragen hat und Dr. Peter Gauweiler, der als Jurist zu erstaunlichen Erkenntnissen über das Ende Ludwigs II. kommt.
Mi 30.05. um 16.15 Uhr
Mi 30.05. um 04.45 Uhr
Do 31.05. um 09.00 Uhr
Leben mit einem Denkmal
Ein Film von Sybille Krafft
Ein Traum wurde zum Albtraum: Zehn Tage, nachdem eine junge Familie ein Schloss gekauft hatte, ist es abgebrannt! Angesichts der verheerenden Verwüstung wären wohl viele verzweifelt. Nicht aber Monika Merl und Roland Frank aus dem oberpfälzischen Vilswörth. Mit Mut, Geschick, Ausdauer und einem unerschütterlichen Optimismus haben sie das ehemalige Hammerherrenschloss im originalgetreuen Zustand eigenhändig wieder aufgebaut.
Jede freie Minute arbeitet auch Franz Kick auf seiner Schlossbaustelle. Der Landwirt aus Schwarzenreuth besitzt im Fichtelgebirge eines der letzten Renaissanceschlösser, das im Lauf der Zeit allerdings so heruntergekommen war, dass es einzustürzen drohte. Während der Vater den 'alten Kasten' am liebsten wegsprengen würde, sucht der Sohn nach einer sinnvollen Nutzung für das geschichtsträchtige Bauwerk, das für ihn manchmal mehr Last als Lust ist.
Im Aichacher Land haben sich acht Familien vor Kurzem gemeinsam ein stattliches Schlossgut gekauft: Blumenthal, eine ehemalige Gründung der Deutschordensritter. Die Schlossmannschaft ist eine unkonventionelle Truppe, die im Ecknachtal nicht nur gemeinsam leben, sondern auch gemeinsam arbeiten will. Denn Blumenthal bietet Platz für viele Projekte von Hochzeiten, Märkten und Tagungen bis zum Kulturkibbuz für echte Künstler und Lebenskünstler.
Sybille Krafft zeigt in ihrem Film drei ganz unterschiedliche Möglichkeiten, mit einem Denkmal umzugehen.
Mi 30.05. um 17.00 Uhr
Mi 30.05. um 04.00 Uhr
Do 31.05. um 09.45 Uhr
Ein Film von Gabriele Dinsenbacher
Das alte Fuggerschloss Blumenthal liegt zwischen Aichach und der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum nordöstlich von Augsburg. Der Holzbildhauer Siggi Zecherle hatte in einem der maroden Gebäude seine Werkstatt. Als die Schlossanlage zum Verkauf stand, hatte Siggi eine Idee: Menschen zusammentrommeln, die mit ihm die alte Anlage kaufen und neu beleben wollten.
Zehn Familien unterschiedlichster Herkunft, auch unterschiedlicher kultureller und religiöser Prägung, haben sich zu diesem Dreigenerationen-Projekt zusammen gefunden, das Schloss 2006 von den Fuggern gekauft und sind in die alten Mauern gezogen. Getragen von der Idee, dem entgegenzuwirken, was die weitgehende Auflösung der Großfamilien in unserer Gesellschaft an "Vereinzelung" hervorgebracht hat. Die neuen Blumenthaler Schlossherrinnen und -herren gingen zielstrebig und systematisch vor.
Zuallererst sorgten sie für die gemeinschaftlich getragene Betreuung von Kindern und Senioren. Dann sanierten sie ein Gebäudeteil nach dem anderen, nahmen Biergarten und Restaurant in Betrieb, organisierten Veranstaltungen, Hochzeiten in der Schlosskirche, Konzerte, Ausstellungen und Tanzveranstaltungen in großen Räumen und Kreuzgewölben. Diese "Schlossgeschichte" zeigt, wie Menschen in Eigeninitiative unser kulturelles Erbe schützen und es sinnvollen, zeitgemäßen Nutzungen zuführen.
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