Einsweiter; Rechte: WDR

Doku am Nachmittag

Auf Partnersuche

Jahrelange Zwangsehe und Misshandlungen liegen hinter dieser jungen Frau. ; Rechte: NDR

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Di 22.05. ab 14.45 Uhr
Di 22.05. ab 04.00 Uhr
Mi 23.05. ab 09.00 Uhr
Sa 26.05. ab 10.40 Uhr

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Braut verzweifelt gesucht - Di 22.05. um 14.45 Uhr


Di 22.05. um 14.45 Uhr
Di 22.05. um 04.00 Uhr
Mi 23.05. um 09.00 Uhr
Sa 26.05. um 10.40 Uhr


Frauenmangel in China
Ein Film von Edgar Wolf

Der Bauer Zhingen Chen ist 40 Jahre alt und noch immer unverheiratet. Er gilt als "Kahler Zweig", so werden in China ledige Männer genannt, vergleichbar mit einem Obstbaum, der keine Früchte trägt.

Vor allem auf dem Land fehlt es an heiratsfähigen Frauen. Junge Frauen ziehen in die Stadt, weil sie dort bessere Berufschancen haben und weniger diskriminiert werden. Zurück bleiben frustrierte Junggesellen ohne Chance auf eine eigene Familie.Die Dokumentation begleitet den Bauern Chen Zingen aus einem entlegenen Dorf der südchinesischen Insel Hainan bei seiner verzweifelten Suche nach einer Braut. Eine Kupplerin versucht, ihm eine "importierte" Frau aus Vietnam zu vermitteln. Doch darauf will er sich nicht einlassen und fährt in die Hauptstadt Haikou, um sein Glück zu finden.

Im ländlichen China ist das Gleichgewicht der Geschlechter zunehmend gestört. So werden auf Hainan ein Viertel mehr Jungen als Mädchen geboren, weil eine hohe Zahl weiblicher Föten abgetrieben wird. Auch in anderen Provinzen ist die Situation bedrohlich. Die UN schätzt, dass sich die Lage ab 2020 extrem verschärfen und es im Reich der Mitte 40 Millionen weniger Frauen geben wird.

Die Dokumentation zeigt Gründe und Folgen dieser Entwicklung. Die Bevorzugung von Jungen ist tief in der chinesischen Tradition verankert. Und seitdem Ultraschalltechnik während der Schwangerschaft eingesetzt wird, werden immer mehr Mädchen abgetrieben. In entlegenen Gebieten ist der Frauenmangel schon heute so groß, dass Menschenhändler erfolgreiche Geschäfte machen. Innerhalb Chinas mehren sich Fälle von Kidnapping und Frauenraub. Kommissar Shi hat schon mehr als 180 entführte Frauen aufgespürt. Die Dokumentation folgt ihm in Gegenden, die noch kein Fernsehteam betreten hat. Hier herrschen Gewalt und Gesetzlosigkeit und hier werden - so schildert es Kommissar Shi - entführte Frauen wie auf dem Viehmarkt als Bräute versteigert. Es gibt Dörfer, so der Kommissar, in denen die Hälfte aller Frauen von Menschenhändlern gekauft wurde. Die Einwohner dieser Dörfer bewachen ihre geraubten Frauen, damit sie nicht weglaufen können. Wer dennoch flieht und gefasst wird, wird hart bestraft, nackt und schutzlos an Bäume gehängt oder halb zu Tode geprügelt.

Liebe im Mittelalter - Di 22.05. um 15.30 Uhr


Di 22.05. um 15.30 Uhr
Di 22.05. um 04.45 Uhr
Sa 26.05. um 11.25 Uhr


Die Skandale des echten Tannhäuser
Ein Film von Dirk Otto

Keiner vor ihm hat so viel und so offen über Liebe und Sex gesungen wie er. Unzählige Sagen und Mythen ranken sich um ihn: Ritter Tannhäuser soll auch auf der Wartburg für Skandale gesorgt haben. Aber was ist erdichtet, wo liegt die Wahrheit? Führte Tannhäuser tatsächlich ein so ausschweifendes, Anstoß erregendes Leben? Die Wartburg ist im 13. Jahrhundert ein Epizentrum der Macht. Dort feiern die Thüringer Landgrafen die wildesten Feste. Tannhäuser, einer der bekanntesten Minnesänger des Mittelalters, wartet hier auf seinen Auftritt. Doch mit seinen beinahe obszönen Texten begibt sich Tannhäuser auch in Lebensgefahr - denn die Liebe im Mittelalter hatte ihre eigenen Spielregeln. Und wer in der damaligen Zeit so offen über Sex singt, macht sich viele Feinde. Der Film erweckt den Hof der Thüringer Landgrafen auf der Wartburg zum Leben und zeichnet dabei ein Sittengemälde des frühen 13. Jahrhunderts. Wie lebten und liebten die Menschen auf der Wartburg? Wie sah der Alltag von Rittern, Grafen und Knechten aus? Rauschende Feste, ein Sänger, der sich wegen seiner expliziten Lieder beinahe um Kopf um Kragen singt - es ist eine erstaunliche Spurensuche durch das reale Mittelalter, voller Geschichten über Macht und Geld, über Liebe und Eifersucht. Denn in Wahrheit war das Mittelalter in vielerlei Hinsicht ziemlich modern.

Tagebuch einer Russenbraut - Di 22.05. um 16.15 Uhr


Di 22.05. um 16.15 Uhr
Mi 23.05. um 05.30 Uhr
Sa 26.05. um 12.10 Uhr


Ein Film von Oliver Schwabe und Eugenia Loguinova-Hünemörder

Eugenia ist in Sibirien geboren und lebt seit 1998 in Deutschland, wo sie auch ihren jetzigen Mann kennen lernt. 2003 kommt ihre Tochter Wassilissa zur Welt. Eugenia führt Videotagebuch, eigentlich schon sehr lange. Alles begann 1994 in St. Petersburg kurz nach der Perestroika.

Sie war Mitglied einer Performance-Gruppe, studierte an der Theater Akademie und war, wie sie sagt, "1995 kurzfristig sehr berühmt in Moskau". Seitdem ist die Kamera ein ständiger Begleiter. Der Kontrast zwischen ihrer Lebenssituation in Deutschland und dem Leben in Ihrer Heimat ist groß. Nur 6 Stunden Flug trennen sie von ihrer Familie, doch sie fühlt sich wie "6 Stunden in der Zukunft". Eugenia lebt mit ihrer eigenen kleinen Familie mittlerweile in der Nähe von Köln und ist hin und her gerissen zwischen Heimweh und ihrer Unzufriedenheit "nur" noch als Mutter tätig zu sein. Im Sommer wird sie zum ersten Mal zusammen mit ihrem Mann und der kleinen Tochter nach Sibirien reisen.

Eugenia hält ihr Leben nun schon seit mehr als 10 Jahren mit einer Videokamera fest. Persönlich und sehr humorvoll erzählt Eugenia vom Leben in Deutschland und einer Vergangenheit in Russland.

Brautschau auf dem Nil - Di 22.05. um 17.00 Uhr


Di 22.05. um 17.00 Uhr
Mi 23.05. um 06.15 Uhr
Mi 23.05. um 09.45 Uhr
Sa 26.05. um 12.55 Uhr


Ein Film von Andreas Ammer

Erich Klas ist ein Bauer mit Ideen: Zunächst verpackte er sein Heu als "Delikatesse" für Kaninchen. Seither reißen sich die Züchter um das Futter, und Erich Klas ist ein vermögender Mann geworden.

Nun hat er sein nächstes Projekt in Angriff genommen: Wie viele Landwirte sucht auch er nach einer Frau fürs Leben. Dafür hat er auf dem Nil ein ganzes Kreuzfahrtschiff gechartert. 75.000 Euro musste er dafür aus eigener Tasche als Vorauszahlung leisten. An Bord ist Platz für 150 Menschen, wer mit reisen will, muss sich beim Bauer bewerben. Wichtigste Voraussetzung: Der oder die Reisende soll alleinstehend sein.

Eine Woche lang reisen die einsamen Herzen auf dem mystischen Nil. Am Ufer ziehen die Palmen vorbei, in den Herzen wachsen die Gefühle. Vorsichtiges Annähern und Abtasten - und schon am zweiten Abend herrscht Partystimmung auf dem Nil. Die ersten Pärchen haben sich gefunden. Dajana aus Berlin und Thomas aus dem Allgäu scheinen sich ernsthaft verliebt zu haben, bei anderen sind die Gefühle am nächsten Morgen gemischt.