Fr 18.05. ab 14.45 Uhr
Sa 19.05. ab 07.45 Uhr
Mo 21.05. ab 09.00 Uhr
Möchtest du diese Seite weiterempfehlen? Dann nutze diesen Service.
Fr 18.05. um 14.45 Uhr
Sa 19.05. um 07.45 Uhr
Ein Film von Michael Wech
Es ist der 6. September 1997: Das Duell zwischen Lady Diana und Königin Elisabeth ist - mit dem Tod der Prinzessin - eigentlich entschieden. Da kommt es doch noch zu einem Showdown. Ein letztes Kräftemessen vor den Augen der Weltöffentlichkeit: Wie wird die Queen sich verhalten, wenn der Sarg von Lady Di an ihr vorüber gezogen wird?
Über London herrscht Flugverbot, die Geschäfte sind geschlossen, Sportveranstaltungen abgesagt. Es herrscht Stille, Totenstille. Größer kann die Spannung nicht sein. Wird Elisabeth in Regungslosigkeit verharren und sich als späte Siegerin über Diana in Szene setzen? Das könnte ihr aber auch als Zeichen der Schwäche, der moralischen Niederlage ausgelegt werden. Oder wird die Queen - wie so viele andere an diesem Tag - Tränen vergießen und ihrer Gegenspielerin einen letzten Triumph überlassen? Vielleicht würde gerade ein solcher Gefühlsausbruch als Ausdruck der Souveränität verstanden werden? Ein historischer Augenblick, verfolgt von Millionen. Und wie immer Elisabeth sich verhält - es gibt in dieser Situation keinen Königsweg. Auch für eine Königin nicht.
"Duelle: Diana gegen die Queen" zeigt einen Kampf, der nur selten direkt und erst sehr spät öffentlich ausgefochten wurde. Ein diskretes Duell, voller britischer Subtilität. Die aufwändig produzierte Dokumentation von Michael Wech erzählt die Geschichte der Prinzessin und der Königin aus einem völlig neuen Blickwinkel und eröffnet einen ungewohnten Blick hinter die Mauern des abgeschotteten Palastlebens.
Charles Anson, langjähriger Sprecher der Queen, schildert in einem seiner äußerst seltenen Interviews, wie der Konflikt zwischen Elisabeth II. und Lady Diana begann und wie die Prinzessin ihrer Schwiegermutter die Stirn bot. Dianas Privatsekretär Patrick Jephson und Dianas Leibwächter und langjähriger Vertrauter Ken Wahrfe betrachten die Beziehung der beiden Frauen aus Dianas Perspektive. Für Patrick Jephson ist schnell klar: "Nachdem ihre Ehe mit Prinz Charles nicht mehr zu retten war, suchte Prinzessin Diana nach einer eigenen Rolle für sich". So begann sie auch, die Staatsräson in Frage zu stellen. Diana stichelte erst leise, dann immer lauter. Sie weigerte sich, im engen Korsett der höfischen Verhaltensregeln zu leben. Sie stilisierte sich zum charmanten Gegenentwurf des verknöcherten Regierungsstils der Queen. Folgerichtig galt sie den Republikanern als Hoffnungsträgerin, den Monarchisten als Bedrohung. Mit sorgsam inszenierten Interviews attackierte sie ihren Mann und - meist indirekt - auch ihre Schwiegermutter. Der Journalist Andrew Morton war der erste, dem sie sich anvertraute. "Um später glaubhaft versichern zu können, dass sie nie mit mir gesprochen habe, hat Diana ihre Antworten auf meine Fragen auf Tonband gesprochen. Über weitere Mittelsmänner sind die Bänder später zu mir gelangt", schildert Morton die verzweifelten Versuche Dianas, sich Gehör zu verschaffen. Mit der Veröffentlichung des Buches "Diana - Ihre wahre Geschichte" im Jahr 1991 wird der Kampf zwischen Diana und Elisabeth mit offenem Visier ausgetragen. Diana provoziert mit Affären (darunter Rittmeister, Playboys, Ärzte) das auf Anstand und größte Diskretion bedachte Familien- und Staatsoberhaupt.
Auf dem Höhepunkt des Konflikts ordnet die Queen die Scheidung an. Schriftlich. Charles und Diana bekommen einen Brief gleichen Wortlauts. Als einen der ersten informierte Diana damals ihren Privatsekretär Patrick Jephson: "Sie war wütend und schockiert, das jemand ihre Scheidung anordnet" sagt Jephson, "und es hat sie noch aus einem anderen Grund geschmerzt: Es war der erste handschriftliche Brief, den sie je von ihrer Schwiegermutter bekommen hat." Und die Queen? Elisabeth werden nicht gerade warmherzige Gefühle gegenüber Diana nachgesagt. Dianas Bulimieanfälle etwa beobachtete die Königin mit größter Distanz. Sie schien in Diana hauptsächlich eine Frau zu sehen, die eine Funktion zu erfüllen hat: Mit Nachwuchs die Thronfolge sicherzustellen. So drängte sie ihren etwas widerstrebenden Sohn zunächst dazu, Diana zu heiraten. Und als ihre Diana 1982 schließlich Prinz William gebar, ließ das Interesse der Königin an ihrer Schwiegertochter merklich nach. Am Ende war es die Queen, die - gegen den Willen der Prinzessin - auf einer Scheidung von Diana und Charles bestand.
Jung gegen Alt, Moderne gegen Tradition, Natürlichkeit gegen Form - das war das eigentliche Duell im englischen Königshaus in den affärenreichen achtziger und neunziger Jahren. Möglich, dass ein Schuss Eifersucht dazu
kam - dass die Königin die jüngere, und so beliebte, Diana um ihre Natürlichkeit beneidete. Diana gegen Elisabeth - das war auch ein Duell zwischen der "Königin der Herzen" und der traditionsverbundenen Regentin um die Gunst des Volkes.
Die Dokumentation "Diana gegen die Queen" erzählt das Duell der beiden Frauen u.a. mit seltenem Archivmaterial. Die Schlüsselszenen des Duells wurden mit britischen Darstellern aufwändig in Szene gesetzt.
Fr 18.05. um 15.30 Uhr
Sa 19.05. um 08.30 Uhr
Mo 21.05. um 09.00 Uhr
Ein Film von Stephan Lamby und Michael Wech
Eigentlich sind die beiden in den 60er und 70er Jahren ein Traumpaar: Elizabeth Taylor gilt als eine der schönsten Frauen der Welt, Richard Burton als einer der besten Schauspieler. Auch der Anfang ihrer Beziehung könnte kaum glamouröser sein. Die beiden verlieben sich bei den Dreharbeiten des Monumentalfilms Cleopatra; Taylor gibt die Titelheldin, Burton ihren Geliebten Marc Anton. Ihr Regisseur fühlt sich "wie eingeschlossen mit zwei Tigern im Käfig". Schnell wird die Liebesaffäre öffentlich. Beide sind verheiratet. Ein Skandal. Sogar der Vatikan schaltet sich ein. Elizabeth Taylor und Richard Burton lassen sich von ihren jeweiligen Ehepartnern scheiden und heiraten.
Doch der Ehealltag des Traumpaares entwickelt sich zum Alptraum. Burton wird von tiefem Neid getrieben: Seine Frau hat bereits zwei Oscars gewonnen. Er dagegen wurde sieben Mal nominiert - ohne je ausgezeichnet zu werden. Ehemalige Angestellte der beiden berichten von Alkoholexzessen, Beschimpfungen, sogar von Gewaltausbrüchen. Elizabeth Taylor und Richard Burton finden schnell heraus, dass sie nicht nur Liebe füreinander empfinden, sondern auch Hass. Die enormen Spannungen im Hause Taylor/Burton bleiben auch der Regenbogenpresse nicht verborgen. Dankbar greifen die Reporter jeden noch so kleinen Streit auf. Und das Schauspieler-Duo spielt das böse Spiel gerne mit. All die Schlagzeilen steigern ihren Marktwert ins Unermessliche. Zehn Mal steht das Duo gemeinsam vor der Kamera, aber ihre überzeugendsten Auftritte haben sie stets in ihrem halböffentlichen Privatleben. Peinliche Bloßstellungen und Demütigungen wechseln mit hochdramatischen Versöhnungsszenen. Ein Psychokrieg.
Der bizarre Kampf zwischen Elizabeth Taylor und Richard Burton wird sogar auf der Leinwand verewigt. In "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" bekriegen sich beide bis aufs Messer. Zehn Jahre hält die Ehe mehr schlecht als recht, dann bricht sie mit lautem Getöse auseinander. Schon ein Jahr nach der Scheidung flammt ihre Leidenschaft wieder auf. Sie heiraten ein zweites Mal - und verfallen erneut den alten Ritualen aus Suff, Zynismus, Langeweile und Rauferei. Diese Ehe hält nur ein knappes Jahr. Dann ist das historische Ehe-Duell endgültig entschieden. Beide haben verloren, sich physisch und psychisch verausgabt.
Michael Wech hat das Duell "Taylor gegen Burton" umfassend recherchiert. Er hat an Originalschauplätzen in den USA, in England und der Schweiz gedreht und mit zahlreichen Zeitzeugen gesprochen.
Fr 18.05. um 16.15 Uhr
Sa 19.05. um 09.15 Uhr
Mo 21.05. um 09.45 Uhr
Ein Film von Michael Wech
Sommer 2009: die Übernahmeschlacht der deutschen Automarken Porsche und Volkswagen tobt. Auf der einen Seite stehen Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche und Manager Wiedeking, auf der anderen Seite VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch.
Zuerst versucht Porsche, den viel größeren VW-Konzern zu schlucken. Doch dann bläst Volkswagen zum Gegenangriff und triumphiert. Porsche soll in den VW-Konzern integriert werden.
Aber diese Übernahmeschlacht ist nicht nur einer der spannendsten deutschen Wirtschaftskrimis. Sie ist auch eine Familienfehde. Denn Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch sind Cousins, der Vater des einen und die Mutter des anderen waren Geschwister. Vorbild der Konkurrenten ist der gemeinsame Großvater, der legendäre Autobauer Ferdinand Porsche. Er gilt als Erfinder des Volkswagens, als Hitlers Konstrukteur des "Kraft durch Freude-Wagens" für jedermann. 1936 errichten Ferdinand Porsche und sein Sohn Ferry in Stuttgart ein Werk, um die Prototypen testen zu können. Ein Jahr später wird im späteren Wolfsburg der Grundstein für das VW-Werk gelegt. Ferdinand Porsches Schwiegersohn Anton Piëch wird Werksleiter.
Als Unternehmensgründer und Patriarch Ferdinand Porsche stirbt, wird sein Erbe zwischen Sohn Ferry Porsche und Tochter Louise Piëch aufgeteilt. Beide haben je vier Kinder, von denen einige Ambitionen auf Führungspositionen im Unternehmen hegen. Als ehrgeiziger Ingenieur im Porsche-Werk gibt Ferdinand Piëch zum Unmut der Verwandtschaft Ende der 60er Jahre ein Vermögen für die Entwicklung von schnellen Sportwagen aus. In der Folge wird beschlossen, dass alle Familienmitglieder das Management verlassen müssen. Ferdinand Piëch geht Jahre später zum Volkswagen-Konzern. Die Spannungen zwischen den Porsches und den Piëchs wachsen und eskalieren im Sommer 2009 beim Duell zwischen Porsche und Volkswagen. Jetzt geht es um Milliarden und um die Macht in einem Konzern.
Filmemacher Michael Wech hat die dramatische Geschichte der Autofamilie Porsche-Piëch rekonstruiert. Er hat sowohl mit Familienmitgliedern gesprochen als auch mit Managern und langjährigen Mitarbeitern. Dabei hat er tiefe Einblicke in eine Familie gewonnen, deren Mitglieder in der Regel als ausgesprochen öffentlichkeitsscheu gelten.
Fr 18.05. um 17.00 Uhr
Sa 19.05. um 10.00 Uhr
Ein Film von Stephan Lamby
Als im Finale der Fußball-WM 2006 Italien und Frankreich aufeinander treffen, treten auch ihre Sponsoren Puma und Adidas gegeneinander an. Ein Kampf um Prestige und Marktanteile. Angefangen hat dieser Zweikampf in einer Waschküche in der fränkischen Kleinstadt Herzogenaurach vor mehr als 80 Jahren. Dort stellen die beiden Brüder Adolf und Rudolf Dassler mit einfachsten Mitteln Sportschuhe her. Adolf, der Tüftler, entwickelt immer neue Modelle, Rudolf, der Verkäufer, bringt sie unter die Leute.
Die gemeinsame Firma "Gebrüder Dassler" floriert - vor allem unter den sportbegeisterten Nazis. Bei den Olympischen Spielen 1936 siegt Jesse Owens in Laufschuhen der Brüder Dassler. Doch während des Krieges geraten die beiden Familien heftig aneinander. Rudolf ist lange im Kriegseinsatz. Adolf dagegen muss nur kurz als Soldat dienen und kann die Fabrik alleine weiter führen - was zu großen Spannungen und bitteren Vorwürfen führt. Das Misstrauen
gegeneinander wächst, und die beiden Ehefrauen Käthe und Friedel sind daran nicht unschuldig. Als einmal beide Familien in einem Keller Schutz vor den Bombern der Alliierten suchen, kommt es zum offenen Streit. Betti Billwatsch, Schwägerin von Rudolf Dassler, erinnert sich: "Der Adolf hat im Keller immer gerufen: `Jetzt sind sie ja schon wieder da, die Schweinehunde! Meine Schwester, die Frau von Rudolf, hat sich eingebildet, dass sie gemeint sei. Dabei hat der Adolf nur die feindlichen Flieger im Sinn gehabt.
Völlig vergiftet ist das Verhältnis der Dassler-Brüder und ihrer Ehefrauen in den Monaten nach dem Krieg. Während sich Adolf um den Wiederaufbau der gemeinsamen Firma kümmern kann, muss Bruder Rudolf ins Internierungslager. Jörg Dassler, Enkel von Rudolf: "Im Lager hat ihm ein Amerikaner erzählt, dass er denunziert wurde. Vor jemand aus seiner nächsten Nähe." Rudolf Dassler ist überzeugt, dass ihn sein Bruder verpfiffen hat. Eine untragbare Situation. Nach Rudolfs Freilassung teilen die Brüder ihr Unternehmen. Adolf gründet Adidas, Rudolf Puma - auf der anderen Seite des Flüsschens Aurach - und die Angestellten müssen sich entscheiden, für wen sie künftig weiter arbeiten wollen. Bernhard Nadler, ehem. Fahrer von Adolf Dassler: "Es ist knallhart ums Geld gegangen."
Diese Seite speichern oder weiterempfehlen