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Doku am Nachmittag

Spurensuche

Eines der letzten Fotos des vermissten Felix.; Rechte: SWR

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Mi 09.05. ab 14.45 Uhr
Mi 09.05. ab 04.00 Uhr
Do 10.05. ab 09.00 Uhr

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Navarro und die Kinder - Mi 09.05. um 14.45 Uhr


Mi 09.05. um 14.45 Uhr
Mi 09.05. um 04.00 Uhr
Do 10.05. um 09.00 Uhr


Eine Rechtsmedizinerin auf Spurensuche
Ein Film von Thomas Diehl

Porträtiert wird die anspruchsvolle und aufwühlende Arbeit von Bianca Navarro, 35 Jahre alt, Rechtsmedizinerin an der Universitätsklinik Mainz, anhand eines ihrer leider üblichen Fälle: Die einjährige Amy Lee aus Lahnstein wird gemeinsam mit ihrer vierjährigen Schwester Shirley in die Koblenzer Kinderklinik Kemperhof eingeliefert.

Bei Amy Lee heißt die Diagnose schwere innere Verletzungen infolge einer mutmaßlichen Mißhandlung. Ihre Überlebenschancen sind gering; ihre Schwester Shirley hat mit den Folgen eines Erstickungsversuchs zu kämpfen, ist zum Glück aber schon auf dem Weg der Besserung.

Für Bianca Navarro ist wichtig, daß keine Spuren übersehen werden, die später im Prozeß gegen den mutmaßlichen Täter, den Vater der Mädchen, von Bedeutung sein könnten. Deshalb läßt sie alles stehen und liegen und fährt sofort von Mainz nach Koblenz. Zwei Tage später stirbt Amy Lee. Bianca Navarro obduziert sie und trägt dazu bei, daß der Täter hinter Gitter kommt.

Wo ist Felix? - Mi 09.05. um 15.30 Uhr


Mi 09.05. um 15.30 Uhr
Mi 09.05. um 04.45 Uhr


Wenn ein Kind verschwindet
Ein Film von Claus Hanischdörfer

Das Verschwinden des kleinen Felix Heger ist einer der rätselhaftesten Vermisstenfälle in Deutschland. Wo ist Felix? Seit dem 6. Januar 2006 gilt der zu diesem Zeitpunkt zweieinhalb Jahre alte Junge als vermisst. Seit damals suchen ihn seine Großeltern. Die letzten Spuren von Felix verlieren sich im Nordschwarzwald - über 100 Kilometer von seinem Heimatort Oftersheim entfernt.

Aber noch immer gibt es Hoffnung für Johann und Maria Schmitz. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als ihr geliebtes Enkelkind wieder zu finden. Am 6. Januar 2006 holt Michael Heger seinen Sohn Felix bei seiner Ex-Frau zum gemeinsamen Papa-Wochenende ab. Er bringt ihn nie wieder zurück. Sein Auto findet die Polizei im Schwarzwald.

Suchmannschaften durchkämmen die Gegend, aber außer einem Biwak mit Kleidungsstücken von Michael Heger und leeren Alkoholflaschen fehlt von Vater und Sohn jede Spur. Erst Wochen später finden Spaziergänger die Leiche von Michael Heger. Obwohl die Todesursache nie exakt geklärt wird, geht die Staatsanwaltschaft von einem Selbstmord aus. Aber wo ist Felix? Von ihm fehlt jedes Lebenszeichen, aber die Großeltern und ein Detektiv haben Hinweise, dass er noch lebt.

Ein Anwalt hält es für möglich, dass der Vater von Felix ermordet wurde. Doch die ermittelnden Behörden wollen in dem Fall, trotz vieler Ungereimtheiten, nicht mehr tätig werden. Der Film befragt Ermittler, Zeugen und kriminologische Experten, um der Antwort auf die alles entscheidende Frage näher zu kommen: Wo ist Felix?

Seelenmord - Mi 09.05. um 16.15 Uhr


Mi 09.05. um 16.15 Uhr
Do 10.05. um 05.30 Uhr
Do 10.05. um 09.45 Uhr


Vom Verschwinden der Menschlichkeit
Ein Film von Dorit Vaarning

Entsetzen greift um sich, wenn Jugendliche Passanten zu Tode prügeln und jugendliche Amokläufer in Schulen Massaker an Unschuldigen verüben. Gleichzeitig aber werden beständig alle warnenden Hinweise ignoriert, die alltäglich signalisieren, dass wir uns längst auf dem Weg hin zu einer gewaltorientierten und rücksichtslosen Gesellschaft befinden.

"Mitleid empfinde ich nicht, denn das haben andere mir gegenüber nicht verdient", erklärt ein Junge aus einem Berliner Vorort und spricht damit für wohl zahlreiche Kids aus einer solchen Umgebung - den sogenannten Problemvierteln der Großstädte. Doch was man früher nur in begrenzten Wohngebieten vermutete, das zieht sich heute durch die gesamte Gesellschaft: Erschreckende Gewaltbereitschaft meist Jugendlicher in der Öffentlichkeit, extreme Saufgelage unter Minderjährigen, exzessive Sexualerfahrungen schon im Kindesalter, Gleichgültigkeit und mangelnde Erziehungsverantwortung von Eltern gegenüber ihren Kindern, Gefühlsverarmung und - verwahrlosung vor allem bei den Heranwachsenden.

In ihrem eindringlichen Film beschreibt die Autorin Dorit Vaarning, wie sehr Kinder und Jugendliche heute einer Welt ausgesetzt sind, in der Werte wie auch Tabus scheinbar nichts mehr gelten, in der Liebe immer öfter mit Sex und Pornographie gleichgestellt und Gewalt zum Spiel und Unterhaltungsprogramm geworden sind. Eine zunehmend lieblose Welt, die traumatisierte Menschen hervorbringt und gleichzeitig hilflos zurücklässt.

Wie sehr die Betroffenen unter diesem Mangel an Liebe leiden geht auch anhand der bewegenden Gespräche hervor, die Dorit Vaarning vor allem in Berlin mit Jugendlichen geführt hat. Bestätigt werden ihre Beobachtungen in ihrem Film durch führende deutsche Wissenschaftler wie etwa den Leiter der psychiatrischen Uniklinik in Ulm, Prof. Spitzer: "Das meiste, was Jugendliche heute im Wachzustand machen, ist Gewalt verarbeiten und selber an den Tag legen - da müssen wir uns über nichts mehr wundern!"

Gegen die sichtbaren Zeichen der Verdrängung von Menschlichkeit und Liebe präsentiert die Autorin aber auch Menschen, die Liebe auf überzeugende Weise vorleben: in der Hingabe an die Resozialisierung vernachlässigter Jugendlicher, in der jahrzehntelangen selbstlosen Liebe und Treue zum schwerkranken Ehepartner oder auch in der Führung eines Unternehmens, in dem die Prinzipien von Solidarität und gegenseitigem Vertrauen das Maß aller Dinge sind. Beispiele, die Hoffnung machen gegenüber einer gesellschaftlichen Entwicklung, die die Grundprinzipien von Liebe und Mitmenschlichkeit immer weniger zu respektieren scheint.

Gestohlene Kindheit - Mi 09.05. um 17.00 Uhr


Mi 09.05. um 17.00 Uhr
Do 10.05. um 06.15 Uhr


Die Entführung eines Neunjährigen
Ein Film von Stephan Rebelein

Porträt des heute mitdreißigjährigen Verbrechensopfers Sascha Buzmann aus Wiesbaden-Delkenheim.

Rückblick auf seine Entführung 1986 als Neunjähriger, seine Rettung nach drei Monaten in der Gewalt des Entführers, in denen er misshandelt und sexuell missbraucht wurde, und die mit den traumatischen Erlebnissen seiner Kindheit verbundenen Auswirkungen auf seinen weiteren Lebensweg.

Sascha Buzmann sowie seine Eltern Janette und Horst, Schwester Jenny und Freundin Nicole kommen zu Wort.