Mi 09.05. ab 20.15 Uhr
Do 10.05. ab 14.45 Uhr
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Mi 09.05. um 20.15 Uhr
Do 10.05. um 14.45 Uhr
Ein Film von Bestor Cram und Michael Streissguth
Deutsche Bearbeitung: Ingrid Terhorst
Am 13. Januar 1968 tritt die Johnny-Cash-Show an einem außergewöhnlichen Konzertort auf: in der Kantine des kalifornischen Hochsicherheitsgefängnisses "Folsom State Prison", einer der härtesten Haftanstalten der USA. Die Musiker, unter ihnen auch Cashs zukünftige Frau June Carter, werden gewarnt: Sollte es zu einem Aufstand kommen, würde man von der Waffe Gebrauch machen und auf die Musiker keine Rücksicht nehmen. Doch es bleibt friedlich - und das Konzert wird ein Meilenstein der Musikgeschichte.
Der Film verwebt den legendären Auftritt und die Biographie des Musikers mit dem Schicksal zweier Häftlinge, deren Leben vom Tag des Konzertes an eine entscheidende Wendung nimmt: Zwei Geschichten, von denen nur eine ein Happy End haben wird. Für Johnny Cash selbst, dessen Karriere nach Drogenexzessen beinahe schon beendet schien, bedeutet der Auftritt das musikalische Comeback: Der Mitschnitt "Johnny Cash at Folsom Prison" wird eines der erfolgreichsten Alben der Popmusik.
Ob wohl es von dem Auftritt keine Filmaufnahmen gibt, montieren die Regisseure Tonaufnahmen, Interviews und beeindruckende Animationen so geschickt, dass man glaubt, das Konzert miterlebt zu haben. Ein besonderes Highlight der WDR-Dokumentation: Die deutsche Country-Legende Gunter Gabriel leiht Johnny Cash seine unverwechselbare Stimme - eine TV-Premiere. Gunter Gabriel war mit Cash befreundet und hat viele Cash-Songs ins Deutsche übertragen - für seine Fans ist Gunter Gabriel ohnehin der "deutsche Johnny Cash".
"Johnny Cash at Folsom Prison" ist nicht nur ein Film über einen Musiker und seine Musik, sondern zeigt emotional packend auch ein spannendes Kapitel amerikanischer Sozialgeschichte.
Mi 09.05. um 21.45 Uhr
Do 10.05. um 16.15 Uhr
Ein Film von Frank Jastfelder
Die neue Generation von Songwriterinnen braucht weder Popstar-Attitüden noch 'Riot Girl Posen' und erobert mit ihrer natürlich nerdigen Art nicht nur die Herzen der Jungs. Willkommen im Post-Postfeminismus, wo Schüchternheit und Selbstbewusstsein Hand in Hand gehen.
SoKo ist eigentlich Schauspielerin. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Bordeaux. Der Soundtrack ihrer Jugend stammt ganz banal von Radio Energy. Bis vor wenigen Jahren spielte sie noch nicht mal ein Instrument. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder nahm SoKo den Song 'I'll Kill Her' auf und stellte ihn ohne Plattenfirma bei MySpace rein.
Zu Laura Marlings Fans zählen so illustre Typen wie Jamie T und Rakes Frontmann Alan Donohoe. Mit ihren frischgebackenen 18 Jahren lassen ihre atmosphärischen Songs manch gestandene Kollegin wie eine blutjunge Anfängerin aussehen. Auch Ida Maria aus dem Norden Norwegens ist trotz ihrer 23 Jahre stark von den 70ern geprägt. Wenn auch eher unfreiwillig. Sie wurde von der Plattensammlung des Dorf-Doktors beeinflusst. Er hatte alle alten Rockklassiker: Janis Joplin, Jimi Hendrix und Led Zeppelin. Ihr elektrisierender Power-Pop ist ebenso direkt wie ihr Texte. Vielleicht liegt es an Ida Marias spezieller Songschreiber-Fähigkeit. Sie ist Synästhetikerin.
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