Einsweiter; Rechte: WDR

Doku am Nachmittag

Heimweh

Auf Nahrungssuche - Fische standen täglich auf dem Speiseplan des Schweizers.; Rechte: NDR

Bilder 1

Bewerten:

Alle Sendetermine

Fr 27.04. ab 14.45 Uhr
Sa 28.04. ab 07.45 Uhr
Mo 30.04. ab 09.45 Uhr

Weiterempfehlen

Möchtest du diese Seite weiterempfehlen? Dann nutze diesen Service.

Die Schätze des Bäckers aus Lippe - Fr 27.04. um 14.45 Uhr


Fr 27.04. um 14.45 Uhr
Sa 28.04. um 07.45 Uhr
Mo 30.04. um 09.45 Uhr


Von einem, der auszog und Millionär in Afrika wurde
Ein Film von Klaus Kunde-Neimöth

Wolfgang Burre aus Detmold lebt einen Traum. Als Bäckerlehrling zog es ihn in die Ferne - heute ist der 69-Jährige Teilhaber einer Insel in den Seychellen, hat Haus und Büro in Johannesburg, betreibt ein privates Wildschutzgebiet in Botswana und besitzt eine Farm an der Garden Route und im Krüger Nationalpark in Südafrika.

1968 ist Wolfgang Burre nach Südafrika ausgewandert. Der Mann ist ein Abenteurer durch und durch, für seine Tochter und seine besten Freunde ein Indiana Jones unserer Tage. Einmal konnte er sich gerade noch aus einem brennenden Flugzeug retten, bevor die Maschine explodiert ist, zweimal haben Nilpferde sein Boot gekentert und mehrmals haben Löwen das wärmende Lagerfeuer im afrikanischen Busch mit ihm geteilt.

Der Reichtum hat aber auch seine Schattenseite. Vor acht Jahren wurde Burre in seinem Haus in Johannesburg überfallen, entführt und seine Familie erpresst. Nach vier Tagen gelang ihm die Flucht - am Geburtstag seiner einzigen Tochter. Er lebt immer noch in Südafrika, weil er das Land trotz aller Risiken liebt.

300 Tage allein auf einer Insel - Fr 27.04. um 15.30 Uhr


Fr 27.04. um 15.30 Uhr
Sa 28.04. um 08.30 Uhr
Mo 30.04. um 09.00 Uhr

Ein Film von Xavier Rosset

Ein junger Mann von heute will Robinson Crusoe spielen. Xavier Rosset heißt dieser junge Schweizer. Er hat dieses Abenteuer gewagt und sich mit einer Videokamera ausgestattet 300 Tage lang auf die unbewohnte Pazifikinsel Tofua begeben. Sie gehört zum Königreich Tonga.

Der "Aussteiger auf Zeit" wollte ausprobieren, ob er es schafft, unter solchen extremen Bedingungen zu überleben. Neben seiner Kamera hatte er nur eine Medizinbox, ein Messer und eine Machete dabei.

Sein selbst gedrehter Film zeigt ihn beim Kampf gegen tropische Stürme, gegen Hunger und Krankheit und auch gegen Heimweh und Langeweile.
Der Film vermittelt, wie der "Herrscher" über eine 50 Quadratkilometer große Insel nicht nur die romantische Seite mit Palmen- und Meeresrauschen genießt, sondern auch, wie er eine Hütte baut, um sich vor dem Tropenregen zu schützen, wie er Fische fängt und Kokosnüsse erntet, den inseleigenen Vulkan besteigt und schließlich mit seinen Haus- bzw. Hüttentieren - einem geschenkten Hund und einem selbst gefangenen Wildschweinferkel - über die Insel stromert.

Der Film offenbart hautnah, wie ein Mensch unserer Zivilisation ein echtes Abenteuer besteht. Dabei werden vermutlich die geheimen Sehnsüchte vieler Zeitgenossen angesprochen, selbst einmal vorübergehend aus der Alltagshetze auszusteigen und vollkommen auf sich selbst gestellt zu sein - materiell und auch mental.

Meine Heimat - Zweimal - Fr 27.04. um 16.15 Uhr


Fr 27.04. um 16.15 Uhr
Sa 28.04. um 09.15 Uhr

Reflexionen über Heimat von Regisseur Jo Baier und Liedermacher Konstantin Wecker
Ein Film von Jo Baier

Der vielfach ausgezeichnete bayerische Regisseur Jo Baier wandte sich während seiner Regietätigkeit immer wieder auch Heimatstoffen zu. Bekannt gemacht hat ihn der Film "Schiefweg" (1988), der nur mit Laien besetzt war. In vielen seiner Filme verarbeitete er häufig ländliche Stoffe, sehr oft ging es dabei vor allem um den Verlust von Heimat oder die Suche der Protagonisten danach.

Diesmal widmet Jo Baier sich bei dem Thema Heimat der eigenen Heimat, den eigenen Erfahrungen damit. Aufgewachsen in einem kleinen Bauerndorf bei Dietramszell prägten und formten ihn die oberbayerische Sprache, die Kultur und die Religion dieses Landstrichs. Über die Menschen, über seine Herkunft und seine Wurzeln erzählt dieser Film.

Im Kontrast dazu steht die Kindheit und Jugend von Konstantin Wecker. Als ein typisches Stadtkind ist er im Münchner Stadtviertel Lehel aufgewachsen und zwar zur selben Zeit wie Jo Baier. Seit frühester Kindheit war er von der Oper begeistert, von Musik und Poesie. Mit fünf Jahren begann er bereits Klavier zu spielen, mit vierzehn verfasste er eigene Gedichte.

Beide Künstler kommen aus eher bescheidenen Verhältnissen, beide haben sich 1970 an der Münchner Universität immatrikuliert. Jeder von ihnen war seit der Kindheit von dem Wunsch beseelt, Künstler zu werden bzw. einen künstlerischen Beruf zu ergreifen. Die Wege dorthin waren ganz und gar unterschiedlich und doch gibt es auch viele Übereinstimmungen, ähnliche Passionen, ähnliche Gedanken und ähnliche Werte. Darüber erzählen die beiden in "Meine Heimat - Zweimal".