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Doku am Nachmittag

Essen ist Leben

Kinderkochwettbewerb für Kinder und Jugendliche auf der Slowfood Messe Stuttgart, 2009.; Rechte: MDR

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Mi 18.04. ab 14.45 Uhr
Mi 18.04. ab 04.00 Uhr
Do 19.04. ab 09.00 Uhr

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Essen im 21. Jahrhundert (1/2) - Mi 18.04. um 14.45 Uhr


Mi 18.04. um 14.45 Uhr
Mi 18.04. um 04.00 Uhr
Do 19.04. um 09.00 Uhr


Mit Hightech auf den Tisch
Ein Film von Christian Schulz

Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, Essen ist auch Geschmackssache, ist Kultur, manchmal sogar Kunst. Die zweiteilige Dokumentation zeigt, wie Nahrungsmittel im 21. Jahrhundert produziert werden. Außerdem stellt sie wissenschaftliche Projekte vor, die der Verbesserung der Lebensmittelqualität dienen.

Der erste Teil der Dokumentation zeigt zum einen Lösungsmöglichkeiten auf, um den weltweit wachsenden Bedarf an Lebensmitteln zu decken, und zum anderen, wie Umweltauflagen und steigende Ansprüche der Verbraucher die Verbesserung der Qualität von Nahrungsmitteln erforderlich machen.

Aktuelle Versuche und Labortests haben zum Ziel, die Züchtung von ertragreichen Fleischrassen, beispielsweise von Rindern, noch weiter zu optimieren und die Fleischqualität zu verbessern. Verhaltenspsychologen versuchen, Stress, dem etwa Schweine in der Massenhaltung ausgesetzt sind, weiter zu reduzieren, denn Stress ist der Qualität des Fleisches abträglich. Auch auf den Getreideanbau richten die Forscher ihre Blicke. Der Bedarf am wichtigsten Nahrungsmittel der Welt steigt unaufhörlich. Und Umweltauflagen sowie höhere Anforderungen der Verbraucher an die Qualität verlangen nach neuen Anbaumethoden. So stellt die Dokumentation ein neues Projekt in Brandenburg vor, das mit Satelliten in 600 Kilometern Höhe Ernteerträge noch größer und besser planbar machen will. Ebenfalls immer ausgefeilter optimiert wird der dritte große Nahrungsrohstoff der Menschheit, der Fisch. Da die Weltmeere zunehmend leer gefischt sind, kommt der Aquakultur steigende Bedeutung zu. Die Dokumentation stellt eine nicht unumstrittene Idee Berliner Wissenschaftler vor, die Tomaten und Fische in einem gemeinsamen Kreislauf zu züchten versuchen.

Essen ist nicht nur Geschmackssache, Essen ist auch Kultur, manchmal gar Kunst - und es ist ein Wirtschaftsfaktor. So ist der Kampf in der Lebensmittelindustrie um Aufmerksamkeit für bewährte und immer neue Produkte knallhart. Genug zum Essen zu haben ist ein kostbares Gut, das bei der rasant wachsenden Weltbevölkerung für immer mehr Menschen unerreichbar ist. An den Schnittpunkten von Wissenschaft und Industrie zeigt die zweiteilige Dokumentation, wie Lebensmittel immer weiter optimiert werden, um einerseits immer vielfältigere Produkte für die immer anspruchsvoller werdenden Verbraucher zu entwickeln und andererseits Alternativen für eine bessere Verwertung der klassischen Rohstoffe - Fleisch, Getreide und Fisch - für die weltweite Ernährungslage zu schaffen

Essen im 21. Jahrhundert (2/2) - Mi 18.04. um 15.30 Uhr


Mi 18.04. um 15.30 Uhr
Mi 18.04. um 04.45 Uhr
Do 19.04. um 09.45 Uhr


Trend und Visionen
Ein Film von Christian Schulz

Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, Essen ist auch Geschmackssache, ist Kultur, manchmal sogar Kunst. Die zweiteilige Dokumentation zeigt, wie Nahrungsmittel im 21. Jahrhundert produziert werden. Außerdem stellt sie wissenschaftliche Projekte vor, die der Verbesserung der Lebensmittelqualität dienen.

Der zweite Teil der Dokumentation zeigt, dass künstliche Aromen sowie funktionelle und industrielle Nahrungsmittel immer größere Rollen spielen, aber auch, dass es dazu durchaus Alternativen gibt. Eine heißt Slow Food.

In der Experimentierküche eines großen deutschen Fischverarbeiters werden neue Produkte entwickelt, die unsere Kochgewohnheiten überschreiten und noch raffiniertere Fertiggerichte als bisher entstehen lassen. In Europa sind Lebensmittel heute ein hart umkämpftes Milliardengeschäft. Das lässt die Kunden mit ihren Wünschen und Vorlieben in den Fokus der Forschung rücken. Die Dokumentation zeigt am Beispiel eines der weltweit größten Unternehmen für Aroma- und Duftstoffe, wie ein neues Produkt entsteht und wie die Verbraucher darauf reagieren. Dafür kommen Trendscouts, Geruchsspione und Marktbeobachter zum Einsatz.

Mitglieder eines staatlichen Forschungsinstituts dagegen analysieren bei verschiedenen Produkten nach dem von Herstellern und Werbung versprochenen Mehrwert für den Verbraucher. Zweifelhafte Werbeversprechen werden kritisch hinterfragt. Nach Meinung von Wissenschaftlern wird sich der Trend durchsetzen, dass immer mehr Menschen ihr Erbgut analysieren lassen, um mit gezielter Ernährung prognostizierten Erkrankungen vorzubeugen - eine faszinierende Vision.

Doch zu industriellen Lebensmitteln gibt es auch Alternativen. Eine davon heißt Slow Food. Deren Anhänger wollen qualitätsbewusst produzierte Lebensmittel langsam genießen. Dabei sind Liebe zur Tradition und regionale Produktion für sie kein Widerspruch zur globalisierten Welt.

Das Klonschnitzel - Mi 18.04. um 16.15 Uhr


Mi 18.04. um 16.15 Uhr
Do 19.04. um 05.30 Uhr


Was künftig auf unseren Tellern landet
Ein Film von Tilman Achtnich

Ein Schnitzel von einem geklonten Rind oder dessen Nachkommen, das klingt nach schlechtem Scherz oder Science-Fiction - ist aber der Realität viel näher als wir glauben. Klonfleisch, das will hier keiner mehr ausschließen.

Dabei ist Fleisch von geklonten Tieren in Europa nicht im Handel erlaubt. Die EU-Politiker streiten darüber, ob sie es erlauben sollen oder nicht.

Die Wirklichkeit ist den Politikern voraus. 15 Jahre nach Schaf Dolly ist das Klonen längst in die Tierzucht eingezogen. Es gibt Tausende von Klonrindern und Klonschweinen mit Millionen von Nachkommen. In den USA. Dort werden Tonnen von Steaks und Koteletts gefuttert, die von den Nachkommen von Klonen stammen. Den Amerikanern ist das in der Regel egal. "Wir haben nur gute Steaks und schlechte Steaks", sagt ein Farmer im Film, "ob geklont oder nicht, das spielt keine Rolle." Und säbelt weiter ungerührt an seinem T-Bone Steak aus geklonter Zucht. Der Handel mit Samen der Superzuchtbullen ist längst global, auch der Samen von Klonen wird aus USA und Südamerika um die Welt verkauft. Genauso wie Fleisch in die EU importiert wird. Lässt sich das überhaupt noch kontrollieren? Kann der Verbraucher Fleisch der Nachkommen geklonter Tiere überhaupt erkennen?

Im Gemüseparadies - Mi 18.04. um 17.00 Uhr


Mi 18.04. um 17.00 Uhr
Do 19.04. um 06.15 Uhr


Alte Sorten neu entdeckt
Ein Film von Veronika Hofer

Sie könnten nicht unterschiedlicher sein, die sechstausend Mitglieder des Vereins "Arche Noah", doch eines ist ihnen allen gemein: die Liebe zu ihren Tomaten, Kürbissen, Melonen und Bohnen. Im Arche-Noah-Netzwerk tauschen die Gemüsefreunde alte und selten gewordene Sorten, säen, pflanzen und ernten und leisten dabei angewandten Artenschutz: Ohne ihre Arbeit wären schon viele Sorten verschwunden.

Irina Zacharias hat ihre Liebe zu den Tomaten aus Russland mitgebracht, wo ihre Eltern eine Datscha hatten, von der sie als arbeitslos gewordene Wissenschaftler leben mussten. Heute lebt Irina in der Oberpfalz und hat 400 verschiedene Sorten Tomaten im Samen-Archiv, von denen sie jedes Jahr 70 bis 80 anbaut.

Aus dieser Leidenschaft ein einträgliches Geschäft gemacht hat Erich Stekovics aus dem Burgenland: Auf seinem riesigen Acker gedeihen fast 1300 verschiedene Tomatensorten. Die ausgereiften Früchte werden vor Ort verarbeitet und behalten dadurch ihr Aroma, das Gourmets viel Geld wert ist.