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Fr 20.04. um 14.45 Uhr
Sa 21.04. um 07.45 Uhr
Jugendliche im Kampf gegen Kilos
Ein Film von Andreas Goerke und Volker Lange
Elina ist 17 und mit ihren 139 kg viel zu dick. Sie leidet wie sieben Prozent der Mädchen und Jungen in Deutschland unter Fettsucht (Adipositas). Ebenso wie Katharina, die 15 Jahre alt ist und 165 kg wiegt. Beide wollen und müssen dringend abnehmen. Nicht nur weil Dicksein einsam macht, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen.
Aber Abnehmen ist nicht leicht, besonders dann nicht, wenn Essen zur Sucht geworden ist, wenn familiäre Probleme hinzukommen. Deshalb machen beide eine Langzeittherapie in der Insula-Klinik in Berchtesgaden, weit weg von zu Hause. Julian und Sören sind erst 13 und 12 Jahre alt, aber auch schon zu dick. Sie versuchen mithilfe des ambulanten Moby-Dick-Programms zu Hause abzunehmen.
Ein Jahr lang haben die Autoren die vier und weitere Kinder in der Klinik und zu Hause bei ihrem Versuch beobachtet, ihre vielen überflüssigen Pfunde zu verlieren, ihr Essverhalten zu ändern. Die Kinder und Jugendlichen äußern sich sehr persönlich über ihre Erfahrungen mit dem Dicksein und die dadurch entstandenen seelischen Belastungen.
Mit ihnen erleben wir Erfolge und Rückschläge. Wird Elina, die unbedingt Friseurin werden will, genügend abnehmen, um eine Chance auf eine Lehrstelle zu haben? Wird Katharina trotz aller persönlichen und familiären Krisen auf Essen als Trostspender verzichten können? Hat Julian eine Chance, der lieber am Computer sitzt als sich zu bewegen?
Experten wie Dr. Wolfgang Siegfried, Leiter der Insula-Klinik in Berchtesgaden, kommentieren die Entwicklungen der Jugendlichen aus medizinischer Sicht, zeigen aber auch die Grenzen selbst erfolgreicher Kuren auf: Sind Kinder erst einmal adipös, schaffen es nur 30 Prozent, dauerhaft abzunehmen.
Fr 20.04. um 15.30 Uhr
Sa 21.04. um 08.30 Uhr
Mo 23.04. um 09.00 Uhr
Ein Film von Andreas Goerke und Volker Lange
In der Insula-Klinik in Berchtesgarden werden an Adipositas erkrankte Kinder und Jugendliche behandelt. In einer Langzeittherapie von sechs bis neun Monaten Dauer sollen die fettleibigen Jungen und Mädchen durch viel Sport und Bewegung und eine Ernährungsumstellung nicht nur Gewicht abnehmen, sondern auch ihr Essverhalten dauerhaft ändern und eine positive Beziehung zu gesunder Ernährung entwickeln.
Diese Therapie zeigt zwar im Einzelfall Erfolg, ändert aber nichts daran, dass es sich um ein Massenphänomen handelt. Nur maximal ein Drittel der Patienten schafft die Gewichtsabnahme auf Dauer. Anhand von Fallbeispielen werden die Probleme Jugendlicher gezeigt, die eine Adipositas-Therapie machen, und die Herausforderungen im Anschluss.
Experten gehen davon aus, dass das lebenslange Körpergewicht eines Menschen bereits vor der Geburt bis ca. zum sechsten Lebensjahr programmiert wird. Da die genetischen Faktoren hierbei einen sehr großen Einfluss haben, gilt Adipositas als Krankheit. Die gesetzlichen Krankenkassen geben jährlich rund 30 Milliarden Euro für die Behandlung von Folgekrankheiten übergewichtiger Patienten aus (Fettleber, Bluthochdruck, Gefäßverkalkung, Gallensteinen, Gelenkbeschwerden und Diabetes).
Fr 20.04. um 16.15 Uhr
Sa 21.04. um 09.15 Uhr
Warum Abnehmen wollen manchmal aussichtslos ist
Ein Film von Tilman Jens und Bettina Oberhauser
Die Zahl der übergewichtigen Menschen steigt dramatisch an, viele leiden sogar an Fettleibigkeit. Gesundheitsorganisationen warnen schon lange vor den gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung.
Joachim Werner hat seit zwei Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen. Er kann nicht mehr aufstehen, kann nicht mehr richtig gehen, hat Beschwerden in den Gelenken, alle Körperfunktionen sind eingeschränkt. Wenn nichts geschieht, wird Joachim Werner daran sterben. Seine Krankheit: Adipositas, Fettleibigkeit.
Er ist 39 Jahre alt und wiegt 270 Kilo. Joachim Werner ist kein Einzelfall: Fast epidemieartig breitet sich weltweit die Fettleibigkeit aus. Aber warum gibt es so viele Dicke? Vor allem bei Kindern und Jugendlichen nimmt die Zahl der Übergewichtigen stetig zu und Gesundheitsorganisationen schlagen Alarm.
Doch warum helfen alle Diäten und alle Aufrufe, sich mehr zu bewegen und gesünder zu essen, nicht? Warum steigt die Zahl der Übergewichtigen weiter, so dass inzwischen jeder dritte erwachsene Europäer zu viele Pfunde mit sich herumträgt, 20 Prozent der Bevölkerung an Adipositas leiden und die durch Fettleibigkeit verursachten Krankheiten fast fünf Prozent der Gesundheitskosten verschlingen? Die Dokumentation sucht nach Antworten.
Fr 20.04. um 17.00 Uhr
Sa 21.04. um 10.00 Uhr
Mo 23.04. um 09.45 Uhr
Ein Film von Karin Haug
Atkins oder Vollwert, Low-Carb oder Vegetarisch - der Markt der Diäten floriert und hinterlässt beim abnahmewilligen Publikum eine immer größere Verwirrung. Macht Fleisch und Fett dick, oder sind die Kohlenhydrate schuld am Rettungsring? Grundlage der diversen Diätempfehlungen ist die so genannte Ernährungspyramide, eine wissenschaftlich abgesicherte Tabelle von Nahrungsmitteln und deren empfohlener Esshäufigkeit.
Anfang 2005 wird eine neue Ernährungstabelle erscheinen, die wiederum manch lieb gewonnene Gewohnheit verändern wird. Der Film versucht eine Schneise der Erkenntnis durch den Diätendschungel zu schlagen und dem Publikum an Hand einer spannend erzählten Spurensuche klarzumachen, welche Interessen hinter welchen Ernährungstipps stehen.
Die Bestseller-Autorin Susanne Fröhlich und der Ernährungsspezialist Nicolas Worm begleiten die Autorin auf einer journalistischen Recherche durch das große Geschäft mit den diversen Diät-Empfehlungen. Die Spurensuche beginnt in den USA, wo an diversen Universitäten an der "neuen" Ernährungspyramide gearbeitet wird, die möglicherweise viele bislang geltende Ernährungsgewissheiten relativieren wird.
Können die Wissenschaftler dort unabhängig arbeiten, oder fließen in ihre Ernährungstipps die vielfältigen Interessen einer mächtigen landwirtschaftlichen Lobby ein? Wie stellen sich die Ernährungsberater in Deutschland auf diese neuen Empfehlungen ein, können Sie sich von althergebrachten Vorstellungen lösen. In der Debatte um unser tägliches Essen ist auch Raum für viel Ideologie: Was wird wie produziert, was ist ökologisch korrekt? Und wie wichtig ist dies für unsere Gesundheit, unser Gewicht?
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