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Doku am Nachmittag

Paradiese in Lebensgefahr

Bora Bora - Südseetraum auf der ehemaligen Korallenroute.; Rechte: NDR

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Mo 19.03. ab 15.30 Uhr
Mo 19.03. ab 04.45 Uhr

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Auf der Korallenroute durch die Südsee - Mo 19.03. um 15.30 Uhr


Mo 19.03. um 15.30 Uhr
Mo 19.03. um 04.45 Uhr


Ein Film von Mario Schmidt

In den 1950er-Jahren brachen Touristen zu einer der romantischsten Flugreisen der Luftfahrtgeschichte auf: im Flugboot von Auckland über Fidschi, Samoa und Aitutaki nach Tahiti. Die gewaltigen doppelstöckigen Wasserflugzeuge vom Typ Solent hatten Platz für 40 Passagiere - alles first class. Die Piloten im Cockpit waren bei diesem Flug manchmal nur spärlich bekleidet, weil es so heiß war, und für sie gab es keine Klimaanlage.

ARD-Korrespondent Mario Schmidt reist auf den Spuren der legendären Korallenroute durch die Südsee, trifft die ehemalige Crew und erzählt Geschichten rund um die Landebuchten, die seinerzeit angeflogen wurden. Er entdeckt einige der verträumtesten und schönsten Orte des Pazifiks. Auf Fidschi taucht er mit Korallenforschern ab, auf Samoa betreiben die Nachfahren der Hotellegende Aggie Grey heute noch das Hotel von damals. Abends werden die Einwohner von Samoa mit Muscheln zum Gebet gerufen, bevor sie sich in Häusern ohne Wände schlafen legen.

Aitutaki war früher schon ein exotischer Ort. Die Flugzeuge landeten nur zum Auftanken für einige Stunden, die Passagiere gingen derweil in der auch heute noch fast menschenleeren Lagune wie aus einem Bilderbuch baden.
Auf Aitutaki leben nur 1.200 Einwohner, aber es gibt zehn unterschiedliche christliche Glaubensrichtungen.

Sonntags sind alle Menschen in ihrer Kirche. Ganze Gemeinden treffen sich danach zum Barbecue am Strand. Die Augen der frisch gefangenen Fische gelten als besondere Delikatesse. Viele Bewohner sind überzeugt, dass sie im Himmel auf Erden leben. Über Tahiti führt die Reise nach Bora Bora: Dort findet man Luxushotels, Kreuzfahrtschiffe, und Touristen geben für eine Übernachtung auch mal 400 Euro und mehr aus. Mittendrin lebt Fischer Marona mit zwei Pitbulls, ansonsten allein, auf "seiner Insel" ohne viel Komfort. Er nennt sie trotzdem sein Paradies.

Die Kanaren - Mo 19.03. um 16.15 Uhr


Mo 19.03. um 16.15 Uhr
Di 20.03. um 05.30 Uhr


Inseln der Umweltsünder
Ein Film von Johannes Höflich und Jo Angerer

Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote: Für Millionen Deutsche sind die Kanarischen Inseln das Top-Urlaubsziel. Hier ist alles geboten, Animation im Hotel und deutsches Bier am Strand inklusive. Doch die Kanaren haben auch eine andere Seite. Wenige Kilometer hinter dem Strand, im Landesinneren, kann man fast unberührte Landschaften finden, hierher verirren sich nur wenige Touristen.

Doch das Paradies ist bedroht: Nach wie vor werden Hotels mitten in Naturschutzgebieten gebaut und renoviert. Vielfach illegal und ohne Baugeneh-migung. Mitunter schreitet die spanische Justiz ein, doch bewirkt hat sie kaum etwas. Zu mächtig sind Hotelbesitzer und Bauunternehmer. Und deutsche Tourismuskonzerne verdienen oftmals mit. Naturattraktionen wie der Nationalpark am "Teide", dem höchsten Berg Spaniens, vermüllen zunehmend. Zahllose Trekkingtouristen lassen ihren Abfall einfach am Wegrand liegen. Und giftige Abwässer aus mangelhaften Kläranlagen zerstören die empfindliche Unterwasserwelt.

Zusammen mit dem renommierten Meeresbiologen Robert Hofrichter dokumentieren die Autoren die bedrohte Umwelt auf den Kanarischen Inseln. Sie sprechen mit einheimischen Umweltschützern, die oftmals auf verlorenem Posten gegen gigantische Wirtschaftsinteressen kämpfen. Und sie konfrontieren deutsche Reiseveranstalter mit den Folgen des grenzenlosen Massentourismus. Die Schönheit der an vielen Stellen noch intakten Unterwasserwelt zeigt der bekannte Tauchkameramann Jörg Matzky in beeindruckenden Aufnahmen. Doch auch hier ist das Paradies bedroht: Zugebaute Strände, Abwässer und Überfischung zerstört die Lebensgrundlage vieler Tiere und Pflanzen unwiederbringlich.

Malediven - Mo 19.03. um 17.00 Uhr


Mo 19.03. um 17.00 Uhr
Di 20.03. um 06.15 Uhr


Ein Paradies geht unter
Ein Film von Johannes Höflich und Jo Angerer

Traumurlaub unter Palmen: Die Malediven zählen zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Nicht nur Sporttaucher kommen auf die kleinen Atollinseln mitten im Indischen Ozean, zunehmend sind es Wellness-Touristen, die sich in großen Luxus-Hotels verwöhnen lassen.

Doch die Malediven sind vom Untergang bedroht. Neben dem Anstieg des Meeresspiegels durch die Klimaerwärmung ist daran vor allem der ausufernde Massentourismus schuld. Hotelneubauten für Millionen Touristen zerstören die Korallenriffe, die wie Schutzschilder die Inseln bislang vor Überflutungen bewahrt hatten. Giftmüll bedroht die empfindliche Unterwasserwelt. Sanfter, begrenzter Tourismus könnte den Untergang verlangsamen, vielleicht sogar verhindern. Doch der Präsident der Malediven, Nasheed, seit Oktober 2008 im Amt, plant das Gegenteil: Er will nun alle Inseln für die Touristen öffnen. Mit dem Geld aus dem Massentourismus möchte er Land in Sri Lanka oder Indien für die Bewohner der Malediven kaufen. Nach uns die Sintflut: Jetzt stehen die internationalen Tourismuskonzerne Schlange.

Kann der Untergang der Inseln überhaupt noch verhindert werden? Für die Sendereihe "Bedrohte Paradiese" begleiten die Autoren eine Malediven-Expedition des renommierten Salzburger Meeresbiologen Robert Hofrichter. Eine Reise zu den Zentren des Massentourismus und zu unberührten Atollen im Indischen Ozean. Eindrucksvolle Unterwasseraufnahmen des bekannten Tauchkameramannes Jörg Matzky zeigen die Schönheit der Korallenriffe - und die Bedrohung, der sie ausgesetzt sind.