Einsweiter; Rechte: WDR

Doku am Nachmittag

Ein Jahr nach Fukushima I

Friedensdemonstration, Bonner Hofgarten, 1981.; Rechte: SWR

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Di 13.03. ab 14.45 Uhr
Di 13.03. ab 04.00 Uhr
Mi 14.03. ab 04.45 Uhr
Sa 17.03. ab 12.30 Uhr

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Planspiel Atomkrieg (1/2) - Di 13.03. um 14.45 Uhr


Di 13.03. um 14.45 Uhr
Mi 14.03. um 05.30 Uhr
Mi 14.03. um 04.45 Uhr
Sa 17.03. um 12.30 Uhr


Adenauers Kampf um die Bombe
Ein Film von Thomas Fischer

Fast vierzig Jahre, zwischen 1953 und 1989, lebten die Deutschen im Schatten der Atombombe. Deutschland drohte in dieser Zeit der nuklearen Abschreckung zum potenziellen Schauplatz eines "atomaren Schlagabtausches" zu werden. Regelmäßig gab es Proteste gegen den "atomaren Wahnsinn", weil Abschreckung immer auch das Risiko der Selbstzerstörung in sich trug. Dennoch wurden die Zerstörungstechnologie und die nuklearen Planspiele von den Supermächten immer weiterentwickelt.

Für viele war es ein Schock, als Mitte des Jahres 2008 durch die Zeitungen ging, dass auch heute, 20 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs, noch immer US-Atomwaffen in Westdeutschland lagern. Alte Ängste kamen wieder hoch und die Erinnerung an die Zeit des Kalten Krieges, in der sich die Supermächte waffenstarrend und feindselig gegenüberstanden und ein Krieg mit Atomwaffen drohte.

"Planspiel Atomkrieg" führt zurück in diese fast vergessene Zeit. Sie erzählt die Geschichte der Abschreckungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg - von den Fünfzigern bis in die neunziger Jahre, von Adenauers Kampf um die Bombe zum Nato-Doppelbeschluss mit der Stationierung der sowjetischen SS-20-Raketen im Osten und der amerikanischen Pershing-II-Raketen im Westen.

Trotz der großen Gefahr konnte jahrzehntelang kein Ausweg aus dieser Situation gefunden werden. Ost und West verhandelten, parallel aber wurde weiter gerüstet und in Manövern und Planspielen immer wieder der Atomkrieg simuliert - jeweils mit demselben Ergebnis: Ein Überleben ist so gut wie ausgeschlossen.

Die Dokumentation präsentiert neue Dokumente, Filme und Fotos und lässt Experten und Zeitzeugen zu Wort kommen, darunter der frühere sowjetische Botschafter in der Bundesrepublik, Valentin Falin, der SPD-Politiker Egon Bahr, der damalige Verteidigungsminister Dr. Hans Apel und der SPD-Politiker Dr. Erhard Eppler, der sich in der Friedensbewegung engagierte.

Planspiel Atomkrieg (2/2) - Di 13.03. um 15.30 Uhr


Di 13.03. um 15.30 Uhr
Mi 14.03. um 06.15 Uhr
Do 15.03. um 05.30 Uhr
Sa 17.03. um 13.15 Uhr


Raketenpoker um die Nachrüstung

"Raketenpoker um die Nachrüstung" erzählt, wie es Anfang der achtziger Jahre zu einer neuen Eiszeit zwischen den beiden Supermächten kommt. Eine der Ursachen ist die Stationierung neuer SS-20-Mittelstreckenraketen im europäischen Teil der Sowjetunion. Bundeskanzler Schmidt sieht darin eine Bedrohung der Bundesrepublik und fordert eine Nachrüstung des Westens, falls die Sowjetunion die SS-20 nicht zurückzieht. Aber der von Schmidt angeregte Nato-Doppelbeschluss verselbständigt sich und wird unter Präsident Reagan Teil eines neuen US-Konzepts der Stärke - mit brisanten Folgen ...

Wege aus der Atomfalle - Di 13.03. um 16.15 Uhr


Di 13.03. um 16.15 Uhr
Di 13.03. um 04.00 Uhr
Mi 14.03. um 09.00 Uhr
Sa 17.03. um 10.45 Uhr


Kernfragen der Energiewende
Ein Film von Silvia Mathies

Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima - die Risiken der Kernkraft lassen sich nicht mehr wegdiskutieren. Nach der Katastrophe im Hochtechnologieland Japan hat die Bundesregierung eine radikale Zäsur angekündigt. Der Ausstieg aus der Kernkraft ist beschlossen und kann ohne immensen Glaubwürdigkeitsverlust nicht mehr rückgängig gemacht werden. Doch dieser Umschwung zieht eine Kettenreaktion an Herausforderungen nach sich: Wie verstärkt Deutschland die Versorgung mit erneuerbaren Energien? Welche Forderungen stellen die Atomkonzerne, denen im Herbst 2010 noch gesetzlich eine Laufzeitverlängerung zugesagt wurde? Ist die Bevölkerung bereit, die finanziellen und ideellen Kosten der Umstellung zu übernehmen? Gar ihr Konsumverhalten zu verändern?

Wie geht es einer Gemeinde, deren Atomkraftwerk nun vielleicht viel früher abgeschaltet wird als geplant? Die Bürger haben sich in Sicherheit gewiegt, die Angst vor dem Restrisiko galt als unbegründet. Jetzt sind auch hier diese Zeiten vorbei und im Rückblick fühlen sich viele getäuscht. Dazu kommt die Angst vor Gesundheitsschäden und vor dem Wertverlust ihres Eigentums.

Wie geht es den Nachbarn neuer Windkraftanlagen? Schon melden sich die ersten Anrainer, die gesundheitliche Schäden spüren. Weitere Proteste richten sich gegen die Naturzerstörung durch Windräder und Hochspannungsmasten. Obwohl viele der Betroffenen den Ausstieg aus der Kernkraft befürworten, lehnen sie die Anlagen für erneuerbare Energie in ihrer näheren Umgebung ab. Ist dies nur das "nimby"-Phänomen - not in my backyard - oder haben diese Menschen handfeste Argumente? Wie geht der Staat mit diesen Argumenten um? Wie untersucht er die Risiken und Nebenwirkungen?

Was schließlich sind die - nicht einmal neuen - Konsequenzen für die Energieverbraucher? Das Bistum Eichstätt mit Bischof Gregor Maria Hanke will Vorreiter sein. Dort will man die kirchlichen Häuser und Einrichtungen sofort und konsequent auf erneuerbare Energien umstellen. Bisher sind regenerative Energien politisch wie 'Schrebergärten' behandelt worden", meint Bischof Hanke. Das muss anders werden".

Der Film von Silvia Matthies stellt Fragen: an Politiker, Betreiber, Kirchenleute und Nutzer. Er zeigt, dass diese Fragen jeden angehen.

Kernkraft - Di 13.03. um 17.00 Uhr


Di 13.03. um 17.00 Uhr
Di 13.03. um 04.45 Uhr
Mi 14.03. um 09.45 Uhr
Sa 17.03. um 11.30 Uhr


Kann man so einfach abschalten?

Die nukleare Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima hat die Welt verändert. Viele Staaten beginnen ihr Verhältnis zur Kernkraft zu überdenken.

In Deutschland steht die Laufzeitverlängerung auf der Kippe. Und nicht wenige Bürger und Politiker fordern einen deutlich früheren Ausstieg als 2022, wie ursprünglich von der rot-grünen Bundesregierung geplant.

"Faszination Wissen" stellt einen möglichen Ausstieg jenseits aller politischen Diskussionen wissenschaftlich auf den Prüfstand. Birgt das Abschalten und Stilllegen von Kernkraftwerken ungeahnte Risiken? Was bedeutet es für die anderen deutschen Atomkraftwerke, wenn acht alte Meiler jetzt vorübergehend vom Netz bleiben?

Zahlreiche Studien belegen: Auch ohne Strom aus Kernkraftwerken kann die Energieversorgung in Deutschland dauerhaft gesichert werden. Das aber hat seinen Preis, denn neue Stromtrassen und Energiespeicher müssen entstehen. Alte, umweltschädliche Kohlekraftwerke müssen wieder hochgefahren werden, Windräder gebaut - auch dort, wo Menschen leben.

Aber welches der zahlreichen Ausstiegs-Szenarien ist realistisch? Was müsste passieren, um möglichst schnell aussteigen zu können? Und wann wäre das?