Mi 07.03. ab 20.15 Uhr
Mi 07.03. ab 00.50 Uhr
Do 08.03. ab 14.45 Uhr
Do 08.03. ab 04.00 Uhr
Möchtest du diese Seite weiterempfehlen? Dann nutze diesen Service.
Mi 07.03. um 20.15 Uhr
Mi 07.03. um 00.50 Uhr
Do 08.03. um 14.45 Uhr
Do 08.03. um 04.00 Uhr
Ein Film von Maurice Philip Remy
Im Oktober 1977 entführen vier palästinensische Terroristen die Lufthansa Maschine 'Landshut', um prominente Mitglieder der deutschen RAF aus dem Stuttgarter Gefängnis Stammheim freizupressen. Die palästinensischen Entführer zwingen Flugkapitän Jürgen Schumann, von Mallorca über Rom, Larnaka, Bahrein, Dubai und Aden - wo Pilot Schumann erschossen wird - nach Mogadischu zu fliegen.
Doch die deutsche Regierung unter Kanzler Helmut Schmidt lässt sich nicht erpressen. Sie schickt die Eingreifgruppe GSG 9 nach Somalia ein Einsatz, der zum Triumph im Kampf gegen den Terrorismus wird. Zu Wort kommen neben weiteren Geiseln, Politiker des Krisenstabs in Bonn, Vertreter des Auswärtigen Amtes und der Kommandeur der GSG 9, Ulrich Wegener, sowie zahlreiche Zeitzeugen aus dem Nahen und Mittleren Osten, die für Remy erstmals ihr Schweigen brechen.
Als besonders aufschlussreich erweisen sich unter Verschluss gehaltene Polizeifotos aus der gestürmten Maschine, Ausschnitte aus dem Funkverkehr in Dubai sowie nie gezeigte Filmaufnahmen vom Flughafen Mogadischu des ARD Reporters Kurt Stenzel. Der Korrespondent für den Nahen Osten war damals seiner Eingebung gefolgt und mit seinem Kameramann von Kairo nach Mogadischu geflogen. Die beiden hatten u. a. die Bilder von der entführten Maschine, aus der die Terroristen den ermordeten Kapitän Jürgen Schumann über die Notrutsche von Bord schafften, geliefert, die um die Welt gingen. Dass Stenzel weit mehr Material gedreht hatte, stellte sich erst bei Remys Recherchen heraus. Als erster konnte er das Rohmaterial auswerten, das Stenzel nach seiner Rückkehr dem Archiv der ARD überantwortet hatte eindrucksvolle Bilder der dramatischen Stunden von Mogadischu, in denen Stenzel jeden Augenblick damit rechnen musste, dass die Maschine von den Entführern gesprengt werden würde.
Mi 07.03. um 21.45 Uhr
Mi 08.03. um 16.15 Uhr
Fr 09.03. um 05.30 Uhr
Fr 09.03. um 09.00 Uhr
Ein Film von Michael Erler
Verschollene Gemälde, gestohlene Kunstwerke und versteckte Schätze aus der Nazi Zeit regen immer wieder die Phantasie an und sorgen für Schlagzeilen in den Medien. Nicht zuletzt die Suche nach dem geraubten Bernsteinzimmer. Zu DDR Zeiten ging auch die Staatssicherheit intensiv und mit geheimdienstlichen Methoden auf Schatzsuche.
Erich Mielkes Stellvertreter Kurt Neiber leitete eine Stasi Abteilung, die jahrelang nach dem Bernsteinzimmer fahndete. Auf Schloss Hubertusburg suchten sie sogar mit speziell auf Bernstein abgerichteten Schäferhunden aber erfolglos. In Sachsen rekonstruieren der Bauingenieur und Denkmalpfleger Manfred John und die Journalistin Gabi Liebegall seit Jahren all diese Spuren, die zu versteckter Beutekunst in der Umgebung des Schlosses Hubertusburg bei Wermsdorf führen können. Sie sind keine professionellen Schatzsucher, sondern eher zufällig durch ein Buch über das Bernsteinzimmer auf das Sächsische Jagdschloss aufmerksam geworden und auf einen verborgenen Stollen im nahe gelegenen Steinbruch. Jahrelange akribische Recherchen in Stasi Unterlagen und Archiven sowie Untersuchungen im Schlosskeller und im Steinbruch deckten Verbindungen zwischen beiden möglichen Fundstellen auf.
Die entscheidenden Spuren führten in die Zeit kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Damals wurden die großen Sächsischen Schlösser tatsächlich als sichere Depots für ausgelagerte Kunstwerke und geraubte Schätze benutzt. Auch Bergwerke und unterirdische Stollen dienten als Verstecke. Einer der Verantwortlichen für die Kunstschätze im Dritten Reich lebte noch bis 1992 zurückgezogen in der Sächsischen Kleinstadt Döbeln.
Nach dem Zweiten Weltkrieg schafften die Russen und Amerikaner einiges beiseite, viele Gemälde und Kunstwerke sind bis heute verschollen. Auch das legendäre Bernsteinzimmer bleibt bisher unauffindbar. In der Reportage 'Die Stasi und das Bernsteinzimmer' begleitet Robert Burdy die spannende Recherche von Gabi Liebegall und Manfred John. Mit Hilfe von Munitionsexperten, Geophysikern und Historikern wollen sie die Geheimnisse um Schloss Hubertusburg und um den Steinbruch Wermsdorf entschlüsseln.
Mi 07.03. um 22.15 Uhr
Mi 07.03. um 02.20 Uhr
Mi 08.03. um 16.45 Uhr
Do 09.03. um 06.00 Uhr
Do 09.03. um 09.30 Uhr
Ein Film von Jutta Pinzler
Kunst ist ein Milliardengeschäft: Jährlich werden weltweit Werke im Wert von rund 40 Milliarden Euro gehandelt. Die hohen Summen wecken Begehrlichkeiten: Immer mehr Diebe, Räuber und Fälscher entdecken den Kunstmarkt für sich. Die Kunstkriminalität boomt. Laut Interpol zählt das Geschäft mit geraubter Kunst nach Drogenhandel, Geldwäsche und Menschenhandel zu den einträglichsten kriminellen Delikten. Experten schätzen den jährlichen Schaden auf rund sechs Milliarden Dollar.
Die Aufklärungsquote ist gering. Rund 80 Prozent aller Kunstraub-Fälle werden niemals gelöst, die Werke bleiben verschollen. Auch der Handel mit Fälschungen lässt sich schwer aufdecken und nimmt stetig zu. Der wirtschaftliche Schaden, der jedes Jahr durch Fälschungen entsteht, ist immens. Experten schätzen ihn auf rund 1,5 bis zwei Milliarden Euro.
Die Geschichte der Kunstkriminalität ist fast so alt wie die Kunst selbst. Im vergangenen Jahrhundert erreichte sie einen spektakulären Höhepunkt: 1911 wurde die Mona Lisa aus dem Louvre gestohlen. Zwei Jahre blieb das Meisterwerk verschollen, bis die Polizei einen der Diebe beim Versuch, das Bild zu verkaufen, fassen konnte. "Große Meister, leichte Beute" rekonstruiert die Tat, dabei erklären Experten wie es zu dem Kunstdiebstahl des Jahrhunderts kommen konnte. Die Diebe von damals gingen ohne Gewalt vor, das ist heute anders. Der spektakuläre Raub in der Züricher Bührle Sammlung macht dies deutlich: Im Februar 2008 kam es in der Schweiz zum größten Kunstraub Europas. Vier Meisterwerke des Impressionismus im Wert von ca. 113 Millionen Euro wurden gestohlen. Die Täter gingen dabei äußerst gewalttätig vor.
Artnapping wird immer populärer.
Kommissar Bernard Darties fahndet seit 16 Jahren nach Kunstdieben. Der stellvertretende Leiter des Pariser Kommissariats für Kunstraub weiß, warum immer häufiger und immer brutaler geraubt wird: "Es sind organisierte Banden. Früher raubten die Kriminellen Banken aus. Jetzt hat sich die Kriminalität einfach verlagert, das ist keine Leidenschaft für Kunst." Wir begleiten den Ermittler bei der Suche nach gestohlenen Werken. Museen zu berauben ist relativ leicht, oft sind die Gebäude schlecht geschützt. Doch meist lassen sich die entwendeten Werke nur schwer verkaufen. Artnapping wird daher immer populärer. Unter Androhung der Zerstörung bieten die Täter die geraubte Kunst zum "Rückkauf" an. Dass auch mit den Schweizer Bührle-Bildern eine Erpressung geplant war, liegt nahe.
Marcus Schönfelder ist Hauptkommissar im LKA Berlin und fahndet nach Kunstfälschern. Gefälscht wird fast alles: Die Klassiker der Moderne genauso wie die Alten Meister - Hauptsache es bringt Geld. Die Nachfrage bestimmt den Markt. Florian Karsch, einer der bedeutendsten Kunsthändler in Deutschland, ist sich sicher, wieder eine Otto Müller-Fälschung entdeckt zu haben. Mit bloßem Auge, aber auch mit den modernsten Methoden der Kriminaltechnik geht Marcus Schönfelder der Sache auf den Grund
Die Autorin Jutta Pinzler analysiert in ihrer Dokumentation das Phänomen des Kunstraubs und der Kunstfälschung. Sie trifft Detektive, Kunsthändler, aber auch Fälscher und deren Händler und zeigt, wie sich die Kunstkriminalität in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Auch die Täter kommen in ihrem Film zu Wort: Edgar Mrugalla gilt als König der Kunstfälscher. Der 73-Jährige fälschte die großen Meister so gut, dass selbst Museumsdirektoren und Galeristen seine Bilder für echt hielten. Der ehemalige Trödelhändler erzählt von seinen Techniken und warum er heute lieber Originale malt.
Diese Seite speichern oder weiterempfehlen