Di 28.02. ab 14.45 Uhr
Di 28.02. ab 04.00 Uhr
Sa 03.03. ab 10.30 Uhr
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Di 28.02. um 14.45 Uhr
Di 28.02. um 04.00 Uhr
Sa 03.03. um 10.30 Uhr
Pelztierjagd im Ural
Ein Film von Andrej Blagodyrenko und Christian Schulz
Wer von Moskau aus zum östlichen Rand Sibiriens fliegt, ist volle neun Stunden unterwegs. Mit dem Zug dauert die Reise bis nach Wladiwostok sieben Tage. Die Weite Sibiriens ist atemberaubend. Mit einer Ausdehnung von mehr als zehn Millionen Quadratkilometern ist Sibirien größer als jedes Land der Erde. Die Landschaft birgt eine Vielzahl von nie oder selten gesehenen Reichtümern. Hier liegen Bodenschätze wie Öl, Gas oder Mineralien, und es gibt einen einzigartigen Reichtum an weitgehend unberührter Natur.
In dieser Folge geht es um die Pelztierjagd in Komi. Die Republik Komi liegt im Nordosten Russlands. In den Vorgebirgen des Nördlichen Ural leben die Komi schon seit hunderten von Jahren vom Pelzhandel. Für sie ist es ganz natürlich, in dem rauen Klima Nordrusslands im Winter Kleidung aus Pelz zu tragen. Allerdings benutzen die Komi lieber die billigeren Sorten, Fuchs-, Rentier- oder Wolfsfelle. Im Dorf Jermejenko lebt man fast ausschließlich von der Pelztierzucht und vom Fischfang. Das Dorf besteht aus traditionellen Holzhäusern, nur eine Krankenstation und die Pelztierfarm sind aus Beton gebaut. Auf der Farm werden in tausenden kleinen Ställen Pelztiere gezüchtet - Silberfüchse, Nerze und Hermeline. Die Farm ist heute der größte Pelzlieferant der Gegend. In den Bergen des Ural sind nur noch wenige Jäger unterwegs.
Sie jagen vorwiegend mit Fallen, die sie in den Wäldern aufgestellt haben und im Winter regelmäßig ablaufen. Es gibt für jedes Tier und jede Jahreszeit besondere Fallen, die ständig kontrolliert und nachgebessert werden. Die Saison beginnt im November. Eine Jagdtour dauert mehrere Tage: zunächst fast einen ganzen Tag bis zur Basisstation, einer Holzhütte in den Bergen. Die Hütte bietet nur den allernötigsten Komfort - einen gusseisernen Ofen, ein paar aus Brettern gezimmerte Kojen und einen Schuppen, in dem die Beute und das Brennholz gelagert werden. Sergeji Minkov begleitet die Jäger in diesem Winter. Er will sie vom Einsatz neuer Fallen überzeugen, die internationalen Tierschutzbestimmungen entsprechen und so begibt er sich mit auf die Jagd. In der Taiga sind die Männer komplett auf sich gestellt, weit ab von der nächsten Siedlung. Ein Gewehr ist immer dabei, aber es dient nicht zur Jagd, sondern zur Abwehr von Bären und Luchsen. Jeder Jäger geht am Tag einen bestimmten Pfad ab, viele Kilometer durch die Wälder, und überprüft die aufgestellten Fallen. Viel hängt von der Intuition und dem Wissen um die Natur ab, von der Auswahl des Platzes für die Falle. Trotzdem sind auch gut platzierte Fallen immer öfter leer. Es gibt immer weniger Tiere und das Geschäft lohnt sich kaum noch. Für die Komi ist der Pelzhandel hier in den Bergen die wichtigste Einnahmequelle, aber die Erlöse für Felle sind in den letzten Jahren zurückgegangen. Viele der sibirischen Pelze sind den Kunden zu warm, gefragt sind vor allem modische Schmuckpelze.
Di 28.02. um 15.30 Uhr
Di 28.02. um 04.45 Uhr
Mi 29.02. um 09.00 Uhr
Sa 03.03. um 11.15 Uhr
Goldsuche im ewigen Eis
Ein Film von Hermann Scholz und Christian Schulz
In dieser Folge geht es um die Goldsuche In Tschukotka. Die Region Tschukotka liegt am Ostende Sibiriens, direkt gegenüber von Alaska. Eine Mondlandschaft, im Winter bedeckt von einer tiefen Schneedecke, im Sommer werden daraus Sümpfe, geplagt von Mückenschwärmen. In diesem unwirtlichen Dauerfrostboden, der nur für wenige Monate taut, lagert feinster Goldstaub. Kurz vor dem Eismeer liegt die kleine Goldgräberkooperative 'Schachtjor'. Im Winter wird das gefrorene goldhaltige Erdreich aus 30 Meter Tiefe gefördert, und in den Sommermonaten, wenn es taut, wird der Abraum von großen Wasserkanonen ausgewaschen. In einem aufwändigen Arbeitsprozess werden so aus 3.000 Tonnen Gestein zehn Gramm Gold herausgespült. Und trotz des riesigen Aufwands lohnt sich das Geschäft für die kleine Kooperative. Mehr als 500 Kilogramm Gold fördert sie so jedes Jahr. Die Arbeit unter den extremen klimatischen Bedingungen ist hart. Im Winter, während der langen Polarnacht, ist es immer dunkel mit Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius unter Null. Im Sommer gibt es sogar Plusgrade, aber es ist immer hell. Im Sommer wird deshalb rund um die Uhr gearbeitet. Die Arbeiter verdienen rund 10.000 Rubel im Monat, das ist das Doppelte des russischen Durchschnittsverdienstes.
Viele arbeiten schon seit Jahrzehnten in der Kooperative. Ihr Alltag ist in monoton: sie leben in engen, für russische Verhältnisse aber komfortablen Zimmern, mit Fernseher, Radio, und Pin-up-Girl im Spind. Alkohol ist auf dem Gelände der Mine streng verboten. Die Sicherheitsvorkehrungen sind groß, auch wenn ein Dieb mit seiner Beute nicht weit kommen würde. Die Kooperative ist nur per Hubschrauber oder über das Eismeer zu erreichen. Vom Gold selbst sehen nur wenige Arbeiter etwas - am meisten noch die Frauen, die den Abraum auf Sieben wieder und wieder auswaschen und sorgfältig durchsuchen. Am Ende kehren sie mit feinen Kämmen kleine Häufchen Goldstaub zusammen, der dann zuletzt zu Barren verschmolzen wird. Mit einem geländegängigen Lastwagen wird das Gold nach Kap Schmidt gebracht. Alle umliegenden Kooperativen bringen ihre Ausbeute am Ende des Monats zum einzigen Flugplatz der Gegend. Einmal im Monat fliegt dann eine Tupolev mit 400 Kilogramm Gold im Wert von 50 Millionen Dollar an Bord nach Moskau.
Di 28.02. um 16.15 Uhr
Mi 29.02. um 03.15 Uhr
Mi 29.02. um 05.30 Uhr
Mi 29.02. um 09.45 Uhr
Sa 03.03. um 12.00 Uhr
Diamanten vom Ende der Welt
Ein Film von Stephan Kühnrich und Andrej Blagodyrenko
"100 Kilometer sind keine Entfernung und 40 Grad Minus noch kein Frost", sagt man in Jakutien, sechs Zeitzonen östlich von Moskau. Die Provinz ist so groß wie die gesamte EU, hat aber kaum mehr Einwohner als Köln. Der erste Diamant wurde 1951 im Nordosten Jakutiens gefunden. Danach begann ein regelrechtes Diamantenfieber. Seit dieser Zeit wurden in der autonomen Republik weit nördlich des Polarkreises Dutzende von Diamantenfeldern entdeckt. Die technisch aufwendige und schwierige Ausbeutung und Verwertung der Edelkristalle prägen seitdem das Land und seine wenigen Menschen. Dort, wo die klimatischen Bedingungen besonders hart sind, in der Nähe des Kältepols der Erde, 600 Kilometer nördlich des Polarkreises, arbeitet seit 1994 die Fördergesellschaft 'Untere Lena'. Die Diamantenfelder an der unteren Lena sind ebenso reich wie abgeschieden. 'Unser eigentliches Problem ist nicht das Klima, sondern die Entfernung von jeder Zivilisation', sagt Wladimir Kytschkin, der Direktor der Gesellschaft. Nördlich der Hauptstadt Jakutsk gibt es praktisch keine Landverbindungen. Mitarbeiter, Treibstoff, Material, Lebensmittel - alles muss über tausende Kilometer auf dem Luftweg nach Norden gebracht werden. Versorgt werden die Arbeiter zum Teil von den einheimischen Fischern und Rentierzüchtern, die so vom Diamantenboom profitieren. Das Arbeitsjahr der Minenarbeiter wird von der Natur diktiert. Nur im Winter gibt die Jakutische Tundra ihre Reichtümer preis. Nur wenn der Boden hart gefroren ist, können sich Lastwagen, Bagger und Bulldozer überhaupt bewegen. Von Februar bis März dauert die Zeit der schweren Technik. Riesige Raupenschlepper fressen sich in den Dauerfrostboden und werfen hart gefrorenes Gestein auf Lastwagen, die es zu großen Halden aufschütten. Aber erst in Sommer werden die Maschinisten erfahren, was ihre Arbeit wirklich wert war. Im Juni beginnt die interessanteste Phase des Produktionsjahres - die Auswaschung des Gesteins und die 'Ernte' der Diamanten: das Auswaschen der Rohdiamanten aus Tonnen von Geröll. Doch erst in Jakutsk in der Diamantschleiferei werden aus den beinahe unscheinbaren Steinen Brillianten.
Di 28.02. um 17.00 Uhr
Mi 29.02. um 06.15 Uhr
Sa 03.03. um 12.45 Uhr
Schatzsuche in Tuva
Ein Film von Hermann Scholz und Christian Schulz
Die Erde birgt hier große Reichtümer: Erze, Kobalt, Eisen und Gold. Schwierig gestaltet sich nur die Förderung dieser Schätze in unwegsamen Regionen ohne jede Verkehrsanbindung. Im Geologischen Institut in Kysyl, der Hauptstadt Tuvas, werden viel versprechende Gesteinsproben untersucht, die Geologen von ihren Forschungsexpeditionen mitbringen. Die Dokumentation begleitet eine Expedition von Geologen der Akademie der Wissenschaften bei der abenteuerlichen Suche nach neuen Erzvorkommen. Die Reiseroute führt zu den Quellen des Jenissej, durch eine atemberaubende Landschaft. Soweit die Straße reicht, also etwa 200 Kilometer, wird mit dem Auto gefahren. Dann geht es nur noch mit dem Boot weiter. Einige Tagesmärsche müssen die Geologen auch zu Fuß zurücklegen, zu unwegsam ist das Gelände. Sie übernachten im Freien oder in den Hütten der Nomaden, gegessen wird, was die Natur hergibt. Das Wasser für den Tee wird aus dem See geholt. Unterwegs treffen die Geologen auf einheimische tuwinischen Nomaden, die noch leben wie zu Zeiten Dschingis-Khans. Mehrere Tage lang sammeln die Forscher Gesteinsproben in den umliegenden Bergen und suchen nach dem Schatz, für den es sich lohnt, eine Straße bis in jenes unwegsame Gelände zu bauen. Trotz der Anstrengungen sind die Expeditionen im Sommer für die Geologen der schönste Teil ihrer Arbeit. Zurück im Institut geht es an die Auswertung der Expedition. Die Gesteinsproben werden untersucht, die Fundorte in Karten verzeichnet. Bis eines Tages der entscheidende Fund kommt, der eine Erschließung der abgelegenen Gebiete rentabel macht. Vorerst jedoch bleiben die meisten Schätze da, wo sie seit Jahrtausenden liegen - an den unzugänglichen Berghängen von Tuva."
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