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Das Geschäft mit der Vergangenheit
Ein Film von Thomas Claus
Im Boden Deutschlands sollen 32.000 Zentner Silber, Gold und Juwelen verborgen sein.Schatzsucher haben gute Chancen, fündig zu werden. Die Auswirkungen der Aktivitäten der Raubgräberszene sind verheerend. In den letzten zehn Jahren wurden 95Prozent aller bedeutenden archäologischen Funde von Schatzsuchern entdeckt. Das Problem: Die Funde wurden ohne jede wissenschaftliche Untersuchung dem Boden entnommen. Ein scheinbar harmloses Hobby hat sich zum Volkssport entwickelt. Zwischen 50.000 und 80.000 Menschen, so schätzen Experten, gehen in der Bundesrepublik regelmäßig der Schatzsuche nach. Moderne Metalldetektoren, ursprünglich für das Militär zur Minensuche entwickelt, orten Gold, Silber und Bronze in bis zu zwei Metern Tiefe. Wie ernst ist die Situation? Führt die illegale Archäologie wirklich zu einem irreparablen Kulturgutverlust? Oder handelt es sich bei der Schatzsucherei um fehlgeleitetes geschichtliches Interesse, das in bestehende Strukturen wieder eingebunden werden muss? Der Film geht diesen Fragen nach, lässt die unterschiedlichen Positionen deutlich werden. Die Situation ist ernst viel ernster als es bisher in der Öffentlichkeit dargestellt wurde!
Fr 02.03. um 15.30 Uhr
Sa 03.03. um 08.15 Uhr
Wracktauchen auf den Kapverden
Ein Film von Ilona Rothin
Die Kapverden sind zur Zeit noch ein ziemlich weißer Fleck auf der touristischen Landkarte. Seit etlichen Jahren sind die jedoch ein Magnet für eine besondere Gruppe von Glücksrittern: Wracktaucher und Schatzsucher. Seit dem 15. Jahrhundert waren die Kapverden, ca. 500 Kilometer vor der Küste Westafrikas, Zwischenstation nicht nur für alle Sklavenschiffe auf dem Weg von und nach Amerika, sondern auch für Handelsschiffe, die kostbare Handelsgüter wie Elfenbein, Diamanten, Porzellan usw. transportierten. Zahllose Schiffe gingen in den navigatorisch schwierigen Küstengewässern vor den Kapverden unter: Vor Praia, der Hauptstadt der Kapverden, liegen an einigen Stellen mehrere Wracks übereinander auf dem Meeresboden. Nirgendwo auf der Welt gibt es noch einen so dichten Teppich maritimer Archäologie wie vor den Kapverden.Die Dokumentation zeigt sowohl die Arbeit professioneller Schatzsucher, darunter der Deutsche Nikolaus Graf Sandizell, der mit einer internationalen Crew mit dem Forschungsschiff 'Prada' vor den Kapverden arbeitet, als auch Einheimische, die zum Teil unter Einsatz ihres Lebens ohne Technik in einem der strömungs und haireichsten Gebiete des Atlantiks nach Schätzen tauchen wie Münzen, Kanonenteile, Fernrohre, Porzellan usw.
Fr 02.03. um 16.15 Uhr
Sa 03.03. um 09.00 Uhr
Stevensons Schatzinsel in der Südsee
Ein Film von Sven Rech
Trauminsel Samoa. Im Juni 1889 besuchte Robert Louis Stevenson mit dem Handelsschoner 'Equator' die Gilbert Inseln. Im Dezember des Jahres betrat Stevenson erstmals Samoa, wo er ein Anwesen am Fuß des Mount Vaea, unweit Apia auf der Insel Upolu erwarb und eine idyllische Villa im Kolonialstil erbauen lies. Nach einer dritten Kreuzfahrt in der Südsee kehrten er und seine Frau Fanny endgültig nach Samoa zurück.Auf den Spuren bereisen wir die 'Schatzinsel' von Robert Louis Stevenson und lernen die noch weit verbreitete Praxis der Tätowierung kennen. Und wir erfahren vom Leben der Menschen, die die heute globalisierte Insel bewohnen. Sie pflegen immer noch die ausufernden Schenkrituale wie zur Zeit Stevensons. Wir sehen die Vorbereitung und die Hochzeit von Hele Matatia, die von seinem gesamten Clan vorbereitet und organisiert wird. Am Ende des Tages feiert der engste Kreis in einem Hotel, das nach westlichen Maßstäben gebaut wurde; die Feier könnte an jedem Ort dier Welt stattfinden. Hier verliert sich der durch Stevenson in der literarischen Welt verbreitete exotische Zauber der Schatzinsel.
Fr 02.03. um 17.00 Uhr
Sa 03.03. um 09.45 Uhr
Mo 05.03. um 09.45 Uhr
Kriege, Terror, Edelsteine
Ein Film von Stefan Schaaf und Thomas Aders
Die meisten Kriege Afrikas werden mit Rohstoffen finanziert, einige der blutigsten von ihnen mit Diamanten, zum Beispiel in Angola: 500 000 Tote. Die ARD Dokumentation beschreibt den illegalen, aber problemlosen Weg von 'Konflikt' oder 'Blutdiamanten' aus Afrika über die einschlägige Schleiferhochburg Antwerpen bis in die Auslagen der europäischen und amerikanischen Juweliere. Die ARD Reporter Stefan Schaaf und Thomas Aders wurden selbst problemlos zu Diamanten Käufern, Händlern und Anbietern trotz der Angola Sanktionen der Vereinten Nationen. Weltweite, aufwendige Recherchen und Dreharbeiten in Afrika und Europa stellen die Behauptung der Industrie infrage, das Problem der Blutdiamanten sei gelöst.
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