Fr 10.02. ab 14.45 Uhr
Sa 11.02. ab 07.45 Uhr
Mo 13.02. ab 08.15 Uhr
Möchtest du diese Seite weiterempfehlen? Dann nutze diesen Service.
Fr 10.02. um 14.45 Uhr
Sa 11.02. um 07.45 Uhr
Mo 13.02. um 08.15 Uhr
15 Wochen zu früh
Ein Film von André Schäfer und Anselm Henkel
Die kleine Noelle musste schon in der 25. Schwangerschaftswoche nach einem Blasensprung geholt werden. Wegen lebensbedrohlicher Komplikationen musste sie noch am gleichen Tag nach St. Augustin verlegt werden. Auf der Intensivstation konnte das Team um Oberärztin Dr. Beatrix Wiebe durch mehrere Operationen das Leben der jüngsten Patientin retten. Heute, gut drei Wochen später, soll sie von der künstlichen Beatmung abgenommen werden und erstmals selbst Luft holen können.
Im Kinderherzzentrum wartet der zweijährige Ilhan aus Dortmund mit seiner Mutter auf eine Herzoperation. Ilhan leidet an einer seltenen Fehlbildung seines Herzens, das zudem noch spiegelverkehrt im Körper gewachsen ist. Es ist nicht der erste Eingriff. Doch obwohl die Operationen bisher gut verlaufen sind, zeigt Ilhan einige Entwicklungsverzögerungen. Die Ärzte sorgen sich besonders um die schlechten Sättigungswerte seines Blutes mit Sauerstoff. Die nächste Operation wird immer weiter verschoben - quälende Ungewissheit für Mutter und Kind. Dann soll zunächst eine Herzkatheteruntersuchung bei Ilhan durchgeführt werden. Wenn es dabei gelingt, die dringendsten Probleme minimalinvasiv zu beheben, könnte die nächste Herzoperation erstmal um einige Monate verschoben werden.
Die einjährige Aurelia aus Köln kommt mit ihrer Mutter in die Aufnahme zu Dr. Thilo Schmalbach. Aurelia hat seit Tagen hohes Fieber. Die Mutter ist besorgt, weil das Mädchen außerdem viel zu wenig getrunken hat. Deshalb ist Aurelia auch am Ende ihrer Kräfte. Als sie vom Arm ihrer Mutter auf die Liege gelegt wird, beginnt Aurelia laut zu weinen. Dr. Schmalbach entscheidet, ihr einen venösen Zugang zu legen. Doch dagegen leistet die kleine Aurelia heftigen Widerstand.
Für Ismael ist heute der große Tag. Zwar ist er schon 15 Jahre, doch zum ersten Mal in seinem Leben soll er richtige Schuhe tragen können. Denn Ismael, der von der Elfenbeinküste stammt, leidet an partiellem Riesenwuchs, die Knochen im linken Fuß sind vier mal größer als sie eigentlich sein dürften. Vor wenigen Wochen war es dem Team um Chefarzt Dr. Urs von Deimling in einer mehrstündigen Operation gelungen, Ismaels Fuß zu verkleinern. Heute sind die handgefertigten orthopädischen Schuhe endlich fertig. Ismael strahlt vor Freude, denn die weiß-roten Schuhe sind viel schicker als er es sich vorgestellt hat.
Fr 10.02. um 15.30 Uhr
Sa 11.02. um 08.30 Uhr
Mo 13.02. um 09.00 Uhr
Ein Film von Katja Esson und Mareike Leuchte
Am Fall des am 29. August 2000 in den USA geborenen Adam Nash entzündete sich weltweit eine Diskussion um den Einsatz von Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Heilung Schwerkranker. Adam wurde als Embryo aufgrund seiner Gene zur Rettung seiner Schwester Molly ausgewählt, die an der seltenen Erbkrankheit Fanconie-Anämie leidet. Er kam als sogenanntes Retortenbaby zur Welt, um seiner Schwester als Rückenmarkspender zu dienen.
Die Dokumentation zeigt die Bandbreite der ethischen Diskussion aus der Perspektive betroffener Familien: Außer dem Ehepaar Jack und Lisa Nash war auch das Ehepaar Laurie und Allen Goldberg bereit, die PID zur Rettung ihres Sohnes Henry einzusetzen, die Frau wurde jedoch nicht schwanger, Henry starb nach einer Fremdtransplantation. Das deutsche Ehepaar Conny und Ralf Dietrich entschied sich aus ethischen Bedenken gegen die PID, die ältestete Tochter Nini starb bereits, Tochter Valeska kämpft noch ums Überleben. Drei Ärzte aus Deutschland und den USA beziehen ebenfalls unterschiedliche Positionen.
Fr 10.02. um 16.15 Uhr
Sa 11.02. um 09.15 Uhr
Mo 13.02. um 09.45 Uhr
Ein Film von Nicole Rosenbach
Als wir im Januar 2009 das erste Mal über Anya berichten, ist sie 21 Jahre alt, hat vier Kinder und ist schon wieder hoch schwanger - dieses Mal mit Zwillingen. Ihr Partner Denis ist 24 Jahre alt und hatte sich auf den ersten Blick in Anya verliebt. Die vier Kinder von anderen Vätern schrecken ihn nicht ab. Er möchte gemeinsam mit Anya das turbulente Familienleben meistern. Für die junge Mutter ist das der größte Liebesbeweis. Anyas Anspruch ist hoch - sie möchte ihren Kindern Geborgenheit, Liebe und Selbstbewusstsein mit auf den Weg geben.
All das hat sie selbst als Kind vermisst. Sie wuchs zeitweise im Heim und in Pflegefamilien auf und wurde mit 15 Jahren zum ersten Mal schwanger. Von da an bekam sie jedes Jahr ein Kind. Mit Denis und den Zwillingen will sie eine komplette und glückliche Familie werden. Doch es kommt anders: Statt der Zwillinge, auf die sie sich schon eingestellt hatte, bekommt sie nur ein Kind. Nach der Geburt des fünften Kindes kommt Denis mit dem Stress nicht klar und wird aggressiv. Anya zieht in ein Frauenhaus und er von Köln nach Kiel.
Sie versöhnen sich, Anya versucht es noch einmal mit ihm, die Familie lebt jetzt in Kiel. Kann sie sich auf Denis verlassen?
Die zweite Folge 'Sechs Kinder und erst 23' erzählt die Entwicklung der jungen Großfamilie in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Anya bekommt ihr sechstes Kind, aber ihre Vorsätze und die Hoffnung, ihren Kindern ein beständiges Zuhause bieten zu können, scheitern erneut. Sie zieht mit ihren Kindern wieder nach Köln. Doch beide jungen Eltern halten die Trennung nicht lange aus und finden wieder zueinander. Sie wollen ihren Traum vom perfekten Familienglück nicht aufgeben und planen eine Hochzeit in Weiß.
Fr 10.02. um 17.00 Uhr
Sa 11.02. um 10.00 Uhr
Mo 13.02. um 10.30 Uhr
Ein Film von Paula Targownik Zimerman und Daniel Targownik
Wenn Kinder erwachsen werden und von zu Hause ausziehen, beginnt für sie und ihre Eltern ein neuer Lebensabschnitt. Allerdings gibt es einen gravierenden Unterschied: In funktionierenden Familien unterstützen die Eltern ihre Kinder auf deren Weg ins Leben. Wer aber hilft den Eltern, sich in ihrer neuen Situation zurechtzufinden?
Eltern wissen und wollen, dass es eines Tages so kommt. Jahrelang zielt ihre Erziehung auf nichts anderes ab, als die Kinder zu selbstständigen Menschen zu machen. Wenn es schließlich soweit ist und die Kinder mit Koffern und Kisten ausziehen, werden viele Mütter und Väter dennoch von der Situation und ihren Gefühlen überrollt.
Es ist mehr als nur der Schmerz, den jede Trennung von einem geliebten Menschen verursacht. Es geht um das Selbstverständnis der Eltern als Menschen in einer neuen Lebenssituation. Was soll mit dem Kinderzimmer geschehen? Wird es zum 'Museum' verklärt, in dem nichts verändert werden darf, oder wird es neu eingerichtet? Mit welchen Aufgaben werden die Stunden gefüllt, die nun nicht mehr zum Waschen, Putzen, Kochen und Bügeln benötigt werden? Wie wird man mit der Stille im Haus fertig?
Plötzlich haben die Eltern wieder Zeit und Raum, um sich selbst zu betrachten. Frauen, die sich 18 Jahre und länger als Mütter definiert haben, stehen plötzlich vor der Frage, wer sie nun eigentlich sind. Und was ist mit der Partnerschaft? Funktioniert unsere Beziehung auch ohne Zusammenhalt stiftendes Kind noch? Was kommt als nächstes? Die Rente. Bin ich wirklich schon so alt? Die Beantwortung all dieser Fragen, die Überwindung der Leere und der damit verbundenen Sorgen und Ängste ist manchmal ein schwieriger Prozess, der Monate, ja sogar Jahre dauern kann.
Die Regisseure des Filmes, Paula Targownik Zimerman und Daniel Targownik haben drei Familien über ein halbes Jahr lang begleitet und beobachtet wie sie mit ihrer veränderten Lebenssituation umgehen. Bettina und Patric leben seit zwei Jahren ohne Kinder. Birgit und Helmut sind seit einem Jahr allein daheim und bei Gisa und Fikret zieht die Tochter eben erst aus.
Das leere Nest ist eine Übergangszeit, vergleichbar mit der Pubertät, in der die Eltern sich neu finden, manchmal sogar neu erfinden müssen. Im Englischen heißen diese Eltern 'empty nesters'. Im Deutschen gibt es keinen vergleichbaren Begriff. Noch nicht.
Diese Seite speichern oder weiterempfehlen