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Dokumittwoch

Am Ende der Welt

Nur mit schwerem Räumgerät kann die Ice Road, eine Straße aus Eis über die kanadische Beaufortsee, gebaut werden.; Rechte: WDR

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Mi 01.02. ab 20.15 Uhr
Mi 01.02. ab 00.55 Uhr
Do 02.02. ab 14.45 Uhr
Do 02.02. ab 04.00 Uhr
Fr 03.02. ab 08.15 Uhr

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Highway durch die Arktis - Mi 01.02. um 20.15 Uhr


Mi 01.02. um 20.15 Uhr
Mi 01.02. um 00.55 Uhr
Do 02.02. um 14.45 Uhr
Do 02.02. um 04.00 Uhr
Fr 03.02. um 08.15 Uhr


Ein Film von Sven Jaax

Merven Gruben leitet den Bau einer Eisstraße, die in jedem Jahr das Inuit-Dorf Tuktoyaktuk, kurz Tuk genannt, an der Küste der kanadischen Beaufort Sea für kurze Zeit mit der Außenwelt verbindet. Die knapp 200 Kilometer lange Winterpiste ist eine der nördlichsten und gefährlichsten Straßen der Welt. Sie ist äußerst glatt und im Dunkel der Polarnacht nur schwer erkennbar. Immer wieder kommt es zu Unfällen.

Dennoch fiebert das ganze Dorf ihrer Eröffnung entgegen. Die vergängliche Straße ermöglicht den knapp 1.000 Einwohnern, endlich einmal raus zu kommen. Und das mit dem Auto, nicht mit dem teuren Flugzeug, wie im Rest des Jahres. Dann werden Lebensmittel eingekauft, die auf dem Festland billiger sind - in Tuks Supermarkt kostet eine Packung Müsli knapp 16 Dollar. Es werden Geschäfte getätigt sowie Freunde und Verwandte besucht. Die örtliche Eishockeymannschaft fährt zum ersten Auswärtsspiel seit neun Monaten. Und nicht zuletzt können Weihnachtsgeschenke eingekauft werden. Doch in diesem Jahr scheint sich der Bau erstmals zu verzögern. Wegen Schneefalls und zu hoher Temperaturen ist das Eis noch nicht dick genug, um schwere Fahrzeuge zu tragen. Jeden Tag wird die Eisschicht neu vermessen. Merven Gruben und seine Männer stehen mit Schneeschiebern bereit. Bisher konnten sie die Straße immer rechtzeitig zu Weihnachten fertig stellen - sollten sie nun erstmals scheitern?

Leben im arktischen Eis - Mi 01.02. um 21.00 Uhr


Mi 01.02. um 21.00 Uhr
Mi 01.02. um 01.40 Uhr
Do 02.02. um 15.30 Uhr
Do 02.02. um 04.45 Uhr
Fr 03.02. um 09.00 Uhr


Wale, Eisbären und Schlittenhunde
Ein Film von Hugh Miles

Die Arktis - ein Reich erbarmungsloser Kälte. Nicht nur Eisbären und Ringelrobben haben sich an das 'Leben am Limit' angepasst. Seit über 3000 Jahren behaupten sich die Ureinwohner der Arktis gegen das harte Klima: Von vielen werden sie Eskimos genannt. Sie selber nennen sich 'Inuit' - Menschen.

Die meisten Inuit leben heute in festen Siedlungen wie Arctic Bay. In der kanadischen Provinz Nunavut pflegen nur noch wenige die alten Traditionen. Andrew Taqtu ist einer von ihnen. Er hat sich das seit Jahrhunderten von Jäger zu Jäger überlieferte Wissen bewahrt. Andrew liest Fährten im Schnee, deutet Wind und Wolken, um sicher durch die endlose weiße Weite zu wandern und den Tieren nachzuspüren. In diesem Jahr wird der elfjährige Apak, Andrews Sohn, in die traditionelle Lebensweise der Inuit eingeweiht: Zum ersten Mal gehen Vater und Sohn gemeinsam auf die Jagd. Andrew wird Apak alles über die Tiere am Polarkreis beibringen - und über die Kultur seiner Vorfahren.

Als der Winter, die Zeit der langen Dunkelheit und schweren Stürme, geht, verlassen Vater und Sohn ihre 'zivilisierte Welt' und fahren, wie einst ihre Vorfahren, zur Jagd aufs zugefrorene Meer hinaus. Auf der Suche nach den Ringelrobben, ihrer Hauptbeute, unternehmen die beiden anstrengende Touren mit dem Hundeschlitten. An einem Eisloch harrt Andrew bewegungslos aus. Die Robben müssen immer wieder hierher kommen, um Luft zu holen. Mit großer Geschicklichkeit gelingt es dem Jäger, eine Robbe zu erlegen.

Beringia - Klimaalarm in der Arktis - Mi 01.02. um 21.45 Uhr


Mi 01.02. um 21.45 Uhr
Do 02.02. um 16.15 Uhr
Fr 03.02. um 05.30 Uhr
Fr 03.02. um 09.45 Uhr


Ein Film von Herbert Habersack

Steht die Erde vor einem Klimakollaps? Dass sich das Klima schon seit längerem wandelt, steht für die Wissenschaftler fest. Sind diese Wandlungen fixer Bestandteil der Erdgeschichte? Der labile Lebensraum Arktis hat auf Klimaänderungen immer schon spektakulär reagiert. Die beiden Wissenschaftler Gero Hillmer aus Deutschland und Sepp Friedhuber aus Österreich begeben sich für diesen Film auf eine Expedition nach Spitzbergen, Alaska und Sibirien.

Aus den Tropen und aus den Tiefen der Klimageschichte führt sie ihre Neugier in die jüngste Eiszeit und in die Gegenwart einer globalen Erwärmung. Sie erkunden die empfindlichen Randgebiete der Arktis: den Subkontinent Beringia von Alaska bis Sibirien - einst die Landbrücke zwischen Asien und Nordamerika.

Über zwei Millionen Jahre hinweg prägten Eiszeiten das Klima der nördlichen Hemisphäre. In dieser Zeit sank der Meeresspiegel um 90 Meter - die Beringstraße wurde zu einer begehbaren Landbrücke zwischen Alaska und Sibirien, über die Mammuts und Säbelzahntiger trockenen Fußes nach Alaska kamen. Gegen Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 12.000 Jahren, folgte der Mensch seinem Jagdwild und eroberte Amerika. Doch dann ließ das Schmelzwasser der kontinentalen Gletscher den Meeresspiegel um bis zu 120 Meter ansteigen. Vor 9.000 Jahren schließlich begann Beringia, das 'Atlantis des Nordens', wieder im Meer zu versinken.

Lückenlose Aufschlüsse über die letzten 12.000 Jahre liefert eine Ausgrabung am Gerstle River, eine von wenigen Fundstätten in Alaska mit einem sogenannten vertikalen Profil. Hier kann man die Klimaerwärmung im Wandel der eiszeitlichen Steppe, der idealen Nahrung für Mammuts und Bisons, bis zum Auftreten von Fichtenwäldern sehr deutlich erkennen. Der Wald rückte kontinuierlich nach Norden vor. Aschespuren von Waldbränden zeugen davon. Sie sind im Profil als dunkle Streifen erkennbar.

In nur zehn Jahren ist die Temperatur um zwei Grad gestiegen, man spricht vom Beginn einer neuen Warmzeit. Gletscher schmelzen ab und die Treibeisgrenzen verschieben sich immer rascher nach Norden. Wie wird sich das Leben der hier ansässigen Menschen verändern? Was heißt das für die Tier-und Planzenwelt? Gero Hillmer und Sepp Friedhuber suchen die Antworten auf diese Fragen.

Am Rande der Welt - Mi 01.02. um 22.30 Uhr


Mi 01.02. um 22.30 Uhr
Mi 01.02. um 02.25 Uhr
Do 02.02. um 17.00 Uhr
Fr 03.02. um 10.30 Uhr


Bärenleben in der Arktis
Ein Film von Mark Fletcher

Grizzlies und Eisbären sind eng miteinander verwandt. Eisbären stammen sogar von Grizzlies ab und haben sich - bedingt durch Klimaveränderungen vor mehreren hunderttausend Jahren - zu Eisbären entwickelt. Sie nutzen aber sehr unterschiedliche Futterquellen. Durch die Erwärmung der Arktis stehen beide vor vielen neuen Herausforderungen, doch wer kann die wärmer werdende Welt besser nutzen?

Im Frühjar kommen Eisbärmütter mit ihren Jungen aus den Höhlen und ziehen aufs Packeis, um Robben zu jagen. Nach der Saison schwimmen sie zurück zum Festland. Aber weil so viel Eis geschmolzen ist, ist die Strecke, die sie zu schwimmen haben, mehr als 100 Meilen länger als noch vor einem Jahrzehnt. Auch die Grizzlies kommen in der Tundra mit ihren Jungen aus den Höhlen. An Land gibt es mehr zu fressen als auf dem Meereis. Zudem sind Grizzlies Allesfresser und äußerst clever, sie finden immer etwas. Vor einem Jahrzehnt bestand dieses Gebiet noch aus Steinen und Eis, aber jetzt wächst hier viel mehr und die Grizzlies ziehen immer weiter nach Norden.

Im Herbst fressen die Grizzlies sich dick und rund für ihren Winterschlaf, während die Eisbären darauf warten, dass das Eis gefriert. Die Frostperiode lässt immer länger auf sich warten und die Eisbären werden immer hungriger. Sie sind in einer prekären Situation - ihre eigentliche Nahrungsquelle, Robben, geraten immer weiter außer Reichweite, aber in den typischen Eisbärengebieten tun sich neue Futterquellen auf. Das Problem ist nur, dass Eisbären vergessen haben, wie man als Grizzly lebt. Dies ist eine beeindruckende Geschichte, wie zwei eng miteinander verwandte Bärenarten mit dem Leben in einer durch den Klimawandel veränderten Welt fertig werden.