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Dokumittwoch

Da bleibt einem glatt die Luft weg - so viel Ende war noch nie

Auge in Auge: Ringelrobbenbaby und NDR Naturfilmer Thomas Behrend.; Rechte: ndr

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Mi 25.01. ab 20.15 Uhr
Mi 25.01. ab 00.55 Uhr
Do 26.01. ab 14.45 Uhr
Do 26.01. ab 04.00 Uhr
Fr 27.01. ab 08.15 Uhr

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Geschäfte mit heißer Luft - Mi 25.01. um 20.15 Uhr


Mi 25.01. um 20.15 Uhr
Mi 25.01. um 00.55 Uhr
Do 26.01. um 14.45 Uhr
Do 26.01. um 04.00 Uhr
Fr 27.01. um 08.15 Uhr


Der Handel mit den Treibhausgasen
Ein Film von Cornelia Uebel und Yüksel Ugurlu

Gute Zeiten fürs Klima, sollte man meinen. Denn nach jahrelangen Verhandlungen hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Doch das Kyoto-Protokoll hat der internationalen Investment- und Finanzbranche einen ganz neuen Markt eröffnet: das Geschäft mit sogenannten Emissionszertifikaten.

Im Auftrag von Banken und internationalen Unternehmensberatern reisen Agenten mit Koffern voller Geld durch Länder wie Brasilien, Indien oder China. Dort suchen sie schwelende Mülldeponien, gefährliche Kohlegruben und stinkende Chemiefabriken. Denn hier, auf den 'Müllkippen' der 3. Welt, können Klimagifte billig eingespart werden. Dafür gibt es Emissionsgutschriften, mit denen teure Klimaschutz-Investitionen in den eigenen Werken in Europa vermieden werden.

Eisbären können nicht weinen - Mi 25.01. um 21.00 Uhr


Mi 25.01. um 21.00 Uhr
Mi 25.01. um 01.40 Uhr
Do 26.01. um 15.30 Uhr
Do 26.01. um 04.45 Uhr
Fr 27.01. um 09.00 Uhr


Die Arktis im Klimawandel
Ein Film von Thomas Behrend

Dieser Film erzählt über die Folgen des globalen Klimawandels auf die Tierwelt am Beispiel der Arktis. Biologen und Klimaforscher beobachten, wie sich das Leben der Eisbären und Kegelrobben im hohen Norden durch die Erwärmung verändert. Denn das 'ewige Eis' schmilzt seit Jahren: Der Klimawandel bedroht besonders die Polarregionen.

Tierfilmer Thomas Behrend erlebt, wie eine Eisbärmutter mit ihrem Nachwuchs ums Überleben kämpft: Das arktische Meereis, die Lebensgrundlage der Eisbären, schmilzt ihnen unter den Pfoten weg. Immer weiter muss die Eisbärenmutter wandern, um ihre Jagdgründe zu erreichen und ihre Jungtiere ernähren zu können. Der Wildbiologe Dr. Nick Lunn bestätigt die Beobachtungen: In der Hudson Bay leben heute 20 Prozent weniger Eisbären als noch vor wenigen Jahren.

Auch für die Ringelrobben verändert sich der Lebensraum negativ: Die schützende Schneedecke ist so dünn, dass die Robbenmütter für ihre Jungen keine dichten Schneehöhlen mehr bauen können. Ist auch das eine Folge des Klimawandels?

Alpendämmerung - Mi 25.01. um 21.45 Uhr


Mi 25.01. um 21.45 Uhr
Mi 25.01. um 02.25 Uhr
Do 26.01. um 16.15 Uhr
Fr 27.01. um 05.30 Uhr
Fr 27.01. um 09.45 Uhr


Wie Klimawandel und Tourismus die Gletscher vernichten
Ein Film von Marc Wiese

Soviel Ende war nie. Das weiß auch Fridolin Santer, der jeden Morgen 'seine' Berge prüfend in Blick nimmt. Seit 30 Jahren beobachtet der Bergführer die Gletscher im österreichischen Ötztal und zeigt, wie stark das Eis selbst auf 3000 m Höhe schmilzt. Er zeigt auf einen 50 m hohen Felsen: 'Noch Anfang der 80er Jahre bin ich mit Skiern über den Felsen gefahren, er war komplett mit Eis bedeckt.' Santer redet über den Rettenbachgletscher wie über einen kranken Freund. Dem gehe es schlecht, nur noch ein Schatten seiner selbst sei er. Für den Bergführer ist es wie ein Besuch bei einem Schwindsüchtigen - nur ist er inzwischen einer von vielen, die man derzeit in den Alpen antrifft.

Wenige Kilometer weiter auf dem Aletschgletscher, dem mächtigsten Gletscher der Alpen, zeigt Martin Nellen vor sich auf den Boden. Vor einigen Monaten hatte er hier noch den Gletscher unter den Füßen. Jetzt klafft da ein Höhenunterschied von sechs, sieben Metern zwischen Eis und Stein.
Die Veränderungen sind signifikant, die Deutungen nicht immer einheitlich. Für Gletscherexperte Wilfried Haeberli ist die Sache klar: 'Der Mensch könnte die Entwicklung bremsen, und die Klima- und Gletscherfrage ernst nehmen. Statt dessen treten wir wie verrückt noch aufs Gas.' Die Realität scheint ihm recht zu geben: Ralley Training, Harley Treffen, riesige Open Air Konzerte - alles findet in der sensiblen Region statt. Auf den Pässen der Alpen tummelt sich die Spaßgesellschaft, erlaubt ist alles, was Geld bringt und Laune macht. 'Irgendwann wird sich die Natur rächen, das kann nicht so weiter gehen', meint auch Fridolin Santer.

Autor Marc Wiese hat sich umgesehen. Sein Bericht ist so unaufgeregt wie präzise, auch wenn seine Beobachtungen oft dramatisch sind. So viel Ende war nie.

Pottwale - Giganten im Mittelmeer - Mi 25.01. um 22.30 Uhr


Mi 25.01. um 22.30 Uhr
Do 26.01. um 17.00 Uhr
Fr 27.01. um 10.30 Uhr


Ein Film von Heiko de Groot

Pottwale sind die größten Raubtiere der Erde. Sie jagen in den Tiefen der Ozeane und: im Mittelmeer! Obwohl schon die alten Griechen von den Pottwalen wussten, waren die Meeresriesen des Mittelmeers über Jahrtausende vergessen.

Erst seit einigen Jahren erforscht der griechische Wissenschaftler Alexandros Frantzis die isolierte Population, Filmaufnahmen gibt es kaum. Gemeinsam mit dem deutschen Tierfilmer Thomas Behrend bricht er nun in die Gewässer vor Griechenland auf auf, um die heimlichen Giganten zu filmen.

Etwa 200 Pottwale leben heute noch im westlichen Mittelmeer - sie zu finden ähnelt der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Der erfahrene Wissenschaftler Alexandros Frantzis lenkt das Forschungsboot am Hellenischen Graben entlang - dort, wo das Mittelmeer am tiefsten ist. Nur hier können Tiefsee-Jäger wie Pottwale ausreichend Nahrung finden. Mit Unterwasser-Mikrophonen gelingt es, die Pottwale zu orten. Doch längst nicht jeder Tauchgang bringt Filmaufnahmen - im Gegenteil: Thomas Behrend und sein Team begreifen bald - Pottwale im Mittelmeer zu filmen wird zur Herausforderung. Denn von den Tieren bekommt er vor allem eins zu sehen: Die Schwanzflosse, die an der Wasseroberfläche erscheint, bevor die Tiere für lange Zeit in die Tiefe abtauchen.

Doch die Tierfilmer geben nicht auf. Immer wieder gehen sie auf Pottwal-Kurs und haben endlich Glück. Behrend gelingt es, Zusammenkünfte von Pottwal-Weibchen zu filmen - einzigartige Bilder entstehen, die selbst den langjährigen Unterwasser-Kameramann berühren. Doch als er sich einer scheinbar friedlichen Gruppe im Wasser nähert, geschieht das Unfassbare: Die mächtigen Wale versuchen plötzlich, ihn zu vertreiben. Behrend schwimmt mit aller Kraft zurück - ein einziger Flossenschlag könnte ihn töten. Warum verhalten sich die Pottwale plötzlich so angriffslustig? Was nun folgt, werden Behrend und Frantzis nie in ihrem Leben vergessen: Mit atemberaubenden Aufnahmen dokumentiert dieser Film Verhaltensweisen von den seltenen Pottwalen, die noch nie zuvor gefilmt wurden.