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Doku am Nachmittag

Bretagne

Frankreichs 'Wilder Westen' ist im Winter nur noch von Urgewalten bestimmt. Wind, Wetter und Meer geben ein atemberaubendes Schauspiel ab.; Rechte: wdr

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Fr 27.01. ab 14.45 Uhr
Sa 28.01. ab 07.45 Uhr
Mo 30.01. ab 08.15 Uhr

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Sturm und Licht - Fr 27.01. um 14.45 Uhr


Fr 27.01. um 14.45 Uhr
Sa 28.01. um 07.45 Uhr
Mo 30.01. um 08.15 Uhr


Eine Winterreise in die Bretagne
Ein Film von Sonia Mikich

Frankreichs 'Wilder Westen' ist im Winter nur noch von den Urgewalten bestimmt. Wind, Wetter und Meer geben ein atemberaubendes Schauspiel ab. Die Touristensaison ist vorbei, die Bretonen besinnen sich auf ihre Wurzeln: ein keltisches Volk, heute noch dem Aberglauben, der eigenen Kultur und Sprache zutiefst verbunden. Zwar spricht hier keiner mehr von Unabhängigkeit, doch die Erinnerung an Bomben legende Separatisten ist noch wach. Und der Zentrale in Paris, der 'Franzosen-Hauptstadt', begegnet man mit Distanz. Wir besuchen Hochseefischer, Bauern und Musiker und versuchen, die Erben der Druiden aufzuspüren in unberührter Landschaft.

Reisewege Bretagne - Fr 27.01. um 15.30 Uhr


Fr 27.01. um 15.30 Uhr
Sa 28.01. um 08.30 Uhr
Mo 30.01. um 09.00 Uhr


Das kleine und das große Meer - Der Golf von Morbihan im Süden der Bretagne
Ein Film von Dietmar Schellin

Wie zwei Arme umschließen die zwei Halbinseln Quiberon und Rhuys mit ihren langen Stränden den Golf du Morbihan. Damit wird dieses einzigartige Inselreich im Süden der Bretagne, - der Name 'Morbihan' bedeutet auf bretonisch 'kleines Meer', zum Atlantik hin, dem 'großen Meer', geschützt. Dank des nahen Golfstroms ist das Klima mild, doch das Navigieren zwischen einigen hundert Inseln und Eilanden ist wegen der gefährlichen Strömungen anspruchsvoll. Die traditionellen Fischerboote, die 'Sinagots', sind dafür bestens geeignet, in wenigen Werften des Morbihan werden sie noch von einheimischen Schiffszimmerern gebaut.

Die Region ist nicht nur ein Paradies für Vogelkundler, Naturliebhaber und Urlauber, sie birgt innerhalb der Bretagne die meisten Steinrelikte aus den Urzeiten der Menschheit. Von den vielen Megalithen entlang der Küsten sind die langen Menhirreihen von Carnac die berühmtesten. Aber immer wieder werden neue Steine am Golf entdeckt. Mit viel Engagement versuchen die Bretonen die uralten Kultstätten und die Landschaft ringsum gegen Eingriffe der Zentralregierung in Paris zu schützen. Ihr Widerstandsgeist ist schon seit Asterix Zeiten legendär. Auch in den Städten wird bretonisches Kulturerbe erhalten und gepflegt: Während die Stadt Vannes hinter ihren Mauern in Fachwerkidylle schwelgt, bekennt sich die Arbeiter- und Matrosenstadt Lorient zu ihrer rauen Vergangenheit als Kriegshafen.

Die im Zweiten Weltkrieg von Nazi-Deutschland errichteten riesigen U-Boot-Bunker wurden nach ihrer Nutzung durch die französische Marine als High-Tech-Standort für den professionellen Hochseesport umstrukturiert.

Barfuß im Salz - Fr 27.01. um 16.15 Uhr


Fr 27.01. um 16.15 Uhr
Sa 28.01. um 09.15 Uhr
Mo 30.01. um 09.45 Uhr


die Salzbauern der Bretagne
Ein Film von Birgit Köster und Heidrun Seeger

In Westfrankreich wird das Salz noch heute nach uralter Tradition gewonnen: Im Sommer breiten sich bei Guérande, im südlichsten Zipfel der Bretagne, auf den Salinen unzählige kleine weiße Hügel vor dem Auge des Betrachters aus. Guérande heißt auf Bretonisch Gwenn Rann: Weißes Land. Bereits vor 2 700 Jahren wurde hier Salz gewonnen. Die Saline von Guérande wird nachweislich seit der Zeit Karls des Großen bis zum heutigen Tag ununterbrochen bewirtschaftet. Heute gibt es noch etwa 200 Paludiers, Salzbauern. Das Salz, das sie gewinnen, ist ein reines Naturprodukt.

Garantiert wird das durch die traditionelle Erntetechnik, die auf den Einsatz von Maschinen verzichtet. Das ganze Jahr über sind die Paludiers damit beschäftigt, die Becken sauber zu halten, den Wasserlauf zu regulieren oder das Salz zu ernten. Jeder Salzbauer erwirtschaftet im Jahr etwa 1,3 Tonnen Salz - wenn alles gut geht.

Reisewege: Im Herzen der Bretagne - Fr 27.01. um 17.00 Uhr


Fr 27.01. um 17.00 Uhr
Sa 28.01. um 10.00 Uhr
Mo 30.01. um 10.30 Uhr


Eine Reise entlang des Nantes-Brest-Kanals
Ein Film von Susanne Gebhardt und Norbert Bandel

Der Nantes-Brest-Kanal - eine vergessene Lebensader, die im Herzen der Bretagne verläuft. Sie verbindet die Loire bei Nantes mit der Rade von Brest und zeigt das unbekannte Hinterland der Region: Mystische Wälder, blühende Buchweizenfelder und malerische Dörfer. An seinen Ufern liegen u. a. die Trappisten-Abtei Timadeuc, deren Mönche Käse herstellen, das Schloss von Josselin und der Märchenwald Broceliande, in dem die Legenden um Fee Viviane und Lancelot spielen. Der Film erzählt die Geschichte des Kanals, der auf Initiative von Kaiser Napoleon gebaut wurde, begleitet Reisende mit historischen Segelschiffen und stellt Menschen an seinen Ufern vor.

Einen Imker, der heute Buchweizenbier braut; einen Steinmetz, der mit Schiefer arbeitet; Musiker, die bretonische Lieder über den Kanal spielen und eine Radioreporterin, die die bretonische Sprache retten will. Denn der Film begibt sich auch auf die Suche nach der bretonischen Identität und ergründet, wie das Herz der Bretagne schlägt.