Unsere Filme gehen der Frage nach: "Hilfe, wer bin ich?". Wir begleiten zum Beispiel Menschen, die nach einem Unfall ihr Gedächtnis zurück haben wollen. Kriminalisten gehen sogar davon aus, dass im Gehirn "Der Sitz des Bösen" ist. Dass man das Gefühlszentrum im Kopf nicht einfach ausschalten kann, davon erzählen die Dokumentationen "Geliebte Lüge" und "Welche Richtung geht's nach Hause?".
Do 26.08. ab 14.15 Uhr
Do 26.08. ab 04.05 Uhr
Fr 27.08. ab 09.00 Uhr
Möchtest du diese Seite weiterempfehlen? Dann nutze diesen Service.
Do 26.08. um 14.15 Uhr
Do 26.08. um 04.05 Uhr
Fr 27.08. um 09.00 Uhr
Menschen ohne Erinnerung
Ein Film von Liz Wieskerstrauch
Manchmal ist mit einem Unfall ein vollständiger Verlust des Gedächtnisses und damit der eigenen Geschichte verbunden. Drei Menschen und deren Familien werden bei der Suche nach ihrer eigenen Identität gezeigt.
Sabine B. lebt heute in Hamburg, der Stadt ihres zweiten Lebens. Es gab ein erstes Leben in Würzburg, mit Mann und Tochter und Beruf. Aber dann hatte sie eine Gehirnhautentzündung und erlitt einen totalen Gedächtnisverlust. Sie kannte ihren Mann nicht, ihre Tochter nicht, sich selbst nicht und konnte auch mit all den Fotos und Tagebüchern von früher nichts anfangen. 'Festplatte gelöscht', sagt sie heute lächelnd, 'da ist wieder viel Platz für Neues'. Und tatsächlich: Sabine B. hat sich die Welt komplett neu angelesen, sich selbst neu ausprobiert, alles neu erfahren: Was interessiert mich? Was schmeckt mir, was nicht? Was kann ich? Was will ich? Zu ihrem Mann kam das Gefühl nicht wieder, also ließ sie sich scheiden und wagte einen Neuanfang in Hamburg, komplett ohne Altlasten. Hier hat sie auch die Liebe ganz neu entdeckt.
Der Student Michael W. hat durch einen epileptischen Anfall vor einem Jahr komplett das Gedächtnis verloren. Plötzlich wusste er weder, wer er ist, noch, wie er heißt und erkannte auch seine Freundin nicht mehr - ein Schock für die junge Frau. Lediglich seine Eltern kamen ihm halbwegs bekannt vor. Seitdem lernt er alles neu. In seine Freundin hat er sich neu verliebt. Aber kann er auch sein mühsam erworbenes Wissen wieder erwerben? Sein Studium abschließen?
Martina K. hatte kurz nach der Geburt ihres Wunschkindes eine schwere, lebensgefährliche Gehirnblutung. Die Folge: Sie kann sich an die Geburt und die Zeit der Schwangerschaft nicht mehr erinnern, das Kind, das man ihr in die Arme legte, war ihr fremd. Und die Fotos waren wie Bilder von unbekannten Personen. Nun muss sie lernen, dennoch eine natürliche Beziehung zu ihrem Sohn aufzubauen. Ihr Mann und ihre Mutter unterstützen sie dabei. Und die Tagebücher helfen, die Frau kennen zu lernen, die sie einmal gewesen ist. Dieser Film begleitet Menschen ohne Erinnerung in die Vergangenheit, ohne Bezug zu denen, die einmal von größter Bedeutung waren, Menschen mit gebrochener Identität, aber voller Hoffnung.
Do 26.08. um 15.00 Uhr
Do 26.08. um 04.45 Uhr
Fr 27.08. um 09.45 Uhr
Entstehen Verbrechen im Gehirn?
Ein Film von Tilman Achtnich
Entstehen Verbrechen im Gehirn? Stefan B. ist pädophiler Gewalttäter. Die Richter attestierten dem Mann, der sogar mal Priester werden wollte, eine Persönlichkeitsstörung. Was läuft in seinem Hirn anders als bei normalen Menschen?
Es scheint biologische Spuren im Gehirn von Gewalttätern zu geben. Mit den modernen, bildgebenden Verfahren, Kernspin und Magnetresonanz sind Wissenschaftler den Wurzeln der Gewalt im Gehirn auf der Spur. Auch bei Stefan B., der im Maßregelvollzug statt im Gefängnis sitzt. Er wird therapiert. Wie lange das dauert, ob und wann er wieder freikommt, weiß niemand. Aber vielleicht können die neuen Ergebnisse der Forscher helfen, Erfolg von Therapien im Gehirn zu überprüfen.
Die moderne Hirnforschung stellt verstörende Fragen: Wenn die Gewalttaten durch Hirnanomalien erklärbar sind, können die Täter dann überhaupt anders gehandelt haben? Ist Stefan B. vielleicht gar nicht schuldig?
Nicht nur Gewalttäter, wir alle seien vielmehr vom Hirn gesteuert, als wir das gerne wahrhaben möchten. Bewusst zu handeln sei ein Luxus, in der Regel existiere gar kein freier Wille bei unseren Entscheidungen. Behauptet etwa Gerhard Roth in Bremen, einer der renommiertesten Hirnforscher Deutschlands. Unser freier Wille sei nur eine Illusion, ein Trick des Hirns, der uns die Welt erträglich macht.
Do 26.08. um 15.45 Uhr
Fr 27.08. um 05.30 Uhr
Fr 27.08. um 10.30 Uhr
Ein Film von Marco Giacopuzzi
Es war eine Hochzeit wie im Bilderbuch. Kein Wölkchen trübte an jenem Tag den Himmel, als Horst und Elli in einer romantischen Kirche mitten in den Weinbergen an der Mosel heirateten. Nur ein Gedanke plagte den Bräutigam - und das nicht erst seit diesem Tag; doch mit niemandem konnte Horst darüber reden: 'Lieber Gott, lass mich bitte nicht schwul sein!'
So hatte er schon am Grab seines Vaters gebetet. Denn seit Horst 14 Jahre alt war, kamen sie immer wieder hoch: die Gedanken an Jungs und der Wunsch, mit ihnen Sex zu haben. Doch was nach seiner katholischen Erziehung nicht sein durfte, hat Horst schlicht versucht zu verdrängen.
Und schließlich liebte er auch seine ihm nun angetraute Ehefrau Elli. Zusammen brachten sie vier Kinder zur Welt. Eine harmonische Ehe nach innen und nach außen - bis Horst eines Tages seiner Frau gestand, dass er eigentlich schwul ist.
Do 26.08. um 16.15 Uhr
Do 27.08. um 06.00 Uhr
Fr 27.08. um 11.00 Uhr
Ein Film von Silva von Gerlach
In einem Dorf im Schwarzwald, weit entfernt vom aufregenden Leben einer Großstadt, erleben die 17 jährigen Maxi, Dule und Heiko den Sommer. Er beginnt vielversprechend, doch dieser Sommer wird zur Bewährungsprobe: mitten im Abschied vom Jugendlichsein, eine Stufe vor dem Erwachsenwerden. Sie fühlen sich 'irgendwo dazwischen'.
Niedereschach ist ein kleiner und beschaulicher Ort. Umso erstaunlicher, dass man sich als Jugendliche hier aus dem Weg gehen kann. Gehört man nicht zur 'Clique', ist man sehr einsam, wie Heiko. Er ist arbeitslos, findet weder Anerkennung noch Anschluss. Sein Rückhalt ist 'Ambra', seine geliebte Hündin. Sie begleitet ihn auf langen Spaziergängen, bei denen er insgeheim hofft, die 'Anderen' zu treffen.
Maxi und Dule sind fest in der Clique etabliert. Maxi, der sich eindeutig zu seinem Heimatort bekennt und für immer dort bleiben möchte, versucht, die langsam zerfallende Clique zusammenzuhalten. Er ist die treibende Kraft bei der Organisation des ersten großen 'Skate Contest'. Dule sieht in diesem Event dagegen eher die Chance für einen Absprung. Mit seiner Band 'Kingswell' hat er gerade einen regionalen Nachwuchspreis gewonnen. Beim 'Skate Contest' will er sein Konzertdebüt geben.
Über ein halbes Jahr hat die Regisseurin Silva von Gerlach in Niedereschach gedreht. Eingebettet in Impressionen von Gartenzwergidylle, Gesangsverein und Kehrwoche zeigt sie sehr intime Einblicke in das Leben dreier Jugendlicher auf dem Lande, in einer Welt 'Irgendwo dazwischen'.
Diese Seite speichern oder weiterempfehlen