Der "Wahnsinn Handy" ist längst ausgebrochen. Wir sind immer und überall erreichbar und nehmen immer und überall an der digitalen Plapper-Welt unserer Mitmenschen teil. Können wir uns überhaupt noch an ein Leben ohne Handy erinnern? Und was, "Wenn das Telefon krank macht"? Aber nicht nur die Handystrahlen sind Grund zur Sorge, sondern auch ein besonders krebserregender Stoff. Der mogelt sich jetzt wieder neu in unser Leben: "Asbest! Ein Schadstoff kehrt zurück".
Mo 02.08. ab 15.00 Uhr
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Ein Film von Wolfgang Luck
Wie war das eigentlich, als es noch keine Handys gab? Das muss eine Ewigkeit her sein. Dunkel erinnert man sich an weit entfernte Telefonzellen, besetzte Festnetzanschlüsse und fragt sich wie man sich je an Bahnhöfen getroffen hat, ohne dieses ständige 'hier bin ich - wo bist du?'.
Heute ist das Handy Geklingel und Handy Geplapper allgegenwärtig. Ob in Straßenbahnen, Kneipen oder auf der Straße - jeder quatscht munter drauf los. Und wer gerade nicht quatscht, simst, knipst, hört Musik oder nutzt das Mobiltelefon als Wasserwaage.
Autor Wolfgang Luck dokumentiert den alltäglichen Wahnsinn. Er trifft Menschen, die sich nackt fühlen, wenn sie einmal ohne Telefon aus dem Haus gehen, erlebt, wie in einem Media Labor ein Handy mit Herzschlag entwickelt wird, sieht, was passiert, wenn an Schulen das Handy zur Waffe wird und spricht mit dem FAZ Herausgeber Frank Schirrmacher, der glaubt, dass die digitale Plapper Welt das Hirn zukleistert.
'Wahnsinn Handy' zeigt aber auch, wo die Reise hingeht. Zum Beispiel Internet Handy Programme, die noch kaum einer kennt, die aber schon bald den Alltag bestimmen werden.
Und dann ist es Wolfgang Luck auch noch gelungen, im tiefsten Schwarzwald einen Menschen zu treffen, der ein unglaubliches Leben führt: ohne Handy; seit Jahren. Allerdings nicht ganz freiwillig, denn er glaubt, dass die Handystrahlen ihn krank machen. Ein Einsiedler im digitalen Zeitalter.
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Di 03.08. um 05.30 Uhr
Di 03.08. um 10.30 Uhr
Laut Statistik besitzt jeder Deutsche vier Handys. Längst hat sich das Mobiltelefon vom Luxusgut zum Wegwerfartikel gewandelt. Der Film macht sich unter anderem in Indien auf die Suche nach den Hintergründen des Handybooms: In der Hafenstadt Chennai montieren junge Wanderarbeiter für 35 Cent in der Stunde Mobiltelefone. Die europaweite Kampagne "Make IT fair" will das ändern und drängt auf gerechtere Arbeits- und Umweltbedingungen. Die Sendung zeigt auch, was mit dem illegal importierten Elektroschrott passiert.
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Di 03.08. um 11.00 Uhr
Ein Film von Sabine Wagner
Ein paar Tage lang hatten Khalid Hussein und seine Nachbarn himmlische Ruhe, dank Aschewolken aus Island. Nun düsen die Jets wieder alle paar Minuten über ihre Häuser in Meerbusch Büderich, einem kleinen aber feinen Stadtteil in der Einflugschneise des Düsseldorfer Flughafens.
Gegen den haben die Bewohner grundsätzlich nichts einzuwenden. Sie sagen aber, dass der Flugverkehr ständig zunimmt und auch oft nachts noch Maschinen landen. Inzwischen ist bekannt, dass Fluglärm krank machen kann, eine neue Studie belegt das. Einige Büdericher planen, ihre Häuser zu verkaufen, befürchten aber Preisabzug wegen des Lärms. Für den Makler Michael Fohrer kann davon keine Rede sein. Er verkauft Luxusobjekte in Meerbusch Büderich und findet ohne Probleme Käufer, die sich von startenden und landenden Jets nicht abschrecken lassen. Reporterin Sabine Wagner beleuchtet das Wohnumfeld des Düsseldorfer Flughafens von zwei Seiten.
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Di 03.08. um 06.15 Uhr
Di 03.08. um 11.15 Uhr
Ein Film von Inge Altemeier
Asbest ist seit mehr als einem Jahrzehnt in Deutschland verboten. Doch der giftige Staub kehrt zurück und das offenbar ganz legal.
In Deutschland werden jährlich hunderte Millionen Euro in Asbestsanierungen gesteckt. Asbest diente vor allem als Isolationsmaterial in Gebäuden. Auch viele Schulen und Büros sind betroffen. Die krebserregende Faser führt beim Menschen zu einem spezifischen Lungenkrebs, der Asbestose. Weltweit fordert diese Krankheit jährlich mehr als hunderttausend Opfer. Sie ist mittlerweile als Berufskrankheit anerkannt.
Trotzdem warten Hunderte noch heute auf die Anerkennung ihrer Erkrankung. Und nun kommt Asbest zurück. Eine Ausnahmegenehmigung erlaubt den Import und Handel von kanadischem Asbest. Auch in China wird das tödliche Mineral noch immer in Produkten wie Thermoskannen und Dichtungsringen verwendet und nach Deutschland exportiert.
Die Autorin sucht Antworten auf die Fragen: Warum gibt es diese Ausnahmegenehmigungen? Wie werden sie kontrolliert und wie wird der Verbraucher geschützt? Sie folgt den Spuren von Kanada und China bis nach Deutschland und fragt bei den Unternehmen nach.
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