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Fr 12.03. ab 14.15 Uhr
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Paris statt Hartz IV! Familie Sommer reist der Arbeit hinterher


Fr 12.03. um 14.15 Uhr
Sa 13.03. um 07.45 Uhr
Mo 15.03. um 09.00 Uhr


Ein Film von Julia Friedrichs und Eva Müller

Markus und Barbara Sommer sind deutsche Gastarbeiter. Zusammen mit ihren Töchtern Eva und Lisa, zehn und acht Jahre alt, sind sie aus ihrer Heimatstadt in Norddeutschland in einen Vorort von Paris gezogen. Die Sommers haben alles aufgegeben: die Familie, die Freunde, die gewohnte Sprache. Nur, um nicht mehr von Hartz IV leben zu müssen. "Ich wollte meinen Kindern ein Vorbild sein", sagt Markus Sommer. "Aber wie soll das ohne Arbeit gehen?"

In Paris sind sie fremd, aber sie haben Arbeit. Markus Sommer baut Zäune auf französischen Baustellen. Barbara Sommer putzt in einem Hotel an der Autobahn. Für beide keine perfekten Jobs, aber ein Anfang.

Eva und Lisa versuchen zurechtzukommen, in einer Schule, in der sie niemanden verstehen und sie jeder sofort als Deutsche erkennt. "Alle sagen immer: Frankreich ist das Land der Liebe", sagt Lisa nach dem ersten Schuljahr entnervt. "Das stimmt nicht. In meiner Klasse hauen mich alle."

Drei Jahre ist es inzwischen her, dass die Sommers die Entscheidung getroffen haben, Deutschland zu verlassen. Drei Jahre, in denen die Reporter sie begleitet haben. Und immer wieder stellt sich die Frage: War es die richtige Entscheidung für die Sommers? Ist die Arbeit wirklich wichtiger als alles andere? Denn beruflich läuft es zwar immer besser, dafür häufen sich die privaten Probleme. Und die lassen sich auch in einem anderen Land nicht so einfach lösen.

Auszug in die Wüste - Deutsche Familien in Katar


Fr 12.03. um 14.45 Uhr
Sa 13.03. um 08.15 Uhr
Mo 15.03. um 09.30 Uhr


"Das wird ein großes Abenteuer!" - Daniela Kalkühler und ihr Mann haben sich entschieden: Zusammen mit ihrer dreijährigen Tochter und dem gerade mal ein Jahr alten Söhnchen geht's für mindestens ein Jahr ins arabische Emirat Katar. Jan Kalkühler arbeitet dort im Auftrag eines Essener Baukonzerns an einer gigantischen Shopping Mall, der Barwa Commercial Avenue in der Hauptstadt Doha. Also werden Koffer gepackt. Jan Kalkühler ist schon vorgereist, um das Nötigste in Sachen Unterkunft zu klären. Daniela Kalkühler wird mit ihren kleinen Kindern nachts von Düsseldorf aus in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen - Globalisierung als Familienschicksal! "Gemischte Gefühle habe ich schon", sagt die junge Mutter, "manch einer hat mir abgeraten, aber letztendlich finde ich die Wüste und die ganze Exotik drum herum doch spannend - zurück nach Bochum komme ich immer noch!"

Nächste Woche eröffnet in Katar die erste deutsche Grundschule, ältere Kinder müssen sich für einen der begehrten Plätze auf der Internationalen Schule bewerben - wie diese Warteliste genau funktioniert, wird dann vor Ort geklärt. "Unsere Kleine wird den deutschen Kindergarten in Doha besuchen - zusammen mit den Kindern der anderen deutschen Familien in Katar. Am Tag nach unserer Ankunft werden wir dort vorbei fahren, um uns einen Eindruck zu verschaffen." Wie ihr eigenes Leben in der Wüste aussehen wird, weiß Daniela Kalkühler im Moment selbst noch nicht. Von einem "German Ladies Coffee Morning" im Ritz Carlton Hotel habe sie gehört, so eine Art Kaffeeklatsch und Selbsthilfegruppe! Man wird schon zusammen rücken müssen, um sich wohl zu fühlen und zurecht zu kommen - im Reich vom Scheich!

Auf nach Sibirien - Von Dortmund in ein neues Leben


Fr 12.03. um 15.15 Uhr
Sa 13.03. um 08.45 Uhr
Mo 15.03. um 10.00 Uhr


Ein Film von Joerg Altekruse und Kalle Kaub

Julia Lamert, 26, hielt es genau fünf Jahre in Deutschland aus. In Kasachstan geboren und aufgewachsen, fand sie "die Ordnung und die Sauberkeit schon gut". Aber seit sie sich in den Russlanddeutschen Wowa Werner, 35, verliebte, wurde bei ihr die Sehnsucht nach Natur und Freiheit immer stärker. Gemeinsam beschlossen sie, im schönsten Teil Sibiriens ein neues Leben anzufangen, nach ihren eigenen Regeln und möglichst nah an der wilden Natur.

"In Russland sind wir Deutsche, und in Deutschland sind wir Russen," diese Erfahrung von Wowa Werner machen viele der über 2,2 Millionen Russlanddeutschen, die seit 1990 nach Deutschland auswanderten. Desillusioniert von den Versprechungen auf Arbeit und Integration würde eine Mehrheit von ihnen nur allzu gerne wieder in ihre alte Heimat zurückkehren.

Julia und Wowa aber träumen nicht nur von einem anderen Leben, sondern machen sich tatsächlich im Mai 2008 auf die mehr als 7000 Kilometer weite Reise. Über Sankt Petersburg, den Ural, Novosibirsk geht es bis an die Grenze zur Mongolei, nach Chakassien am Fuße des Altai-Gebirges.

Dort werden sie schon von dem Bergführer Sergej, einigen anderen Abenteurern und einem kleinen Bär erwartet. Gemeinsam wollen sie auf dem Gelände einer ehemaligen Kolchose ein neues Dorf gründen, ihre Lebensmittel bald selbst produzieren und später von Angeboten für Ökotouristen leben. Ihre Aktivitäten werden von den Bewohnern des nahe gelegenen Dorfes Imek misstrauisch verfolgt. Seit der Auflösung der Kolchose gibt es hier kaum noch Arbeit, das Dorf hat sich entvölkert, und für den Rest scheint der Wodka die fehlende Perspektive zu ersetzen.

Doch Wowa und Julia sind sich sicher, hier ihr Lebensglück zu finden. Stolz setzen sie die Grenzpfähle in ihr neu erworbenes Land, und planen nicht nur den Platz für die sibirische Banja, sondern auch für mindestens drei Kinder. In wenigen Wochen soll die Hochzeit sein. Und wenn der kleine Bär nicht alle Tomatenpflanzen gefressen hat, möchte Julia noch in diesem Jahr ihre erste Ernte einfahren.

Deutschland Ade (1/2)


Fr 12.03. um 15.45 Uhr
Sa 13.03. um 09.15 Uhr
Mo 15.03. um 10.30 Uhr


Zuhause ist woanders
Ein Film von Thomas Kufus

Jahr für Jahr packen 150.000 Deutsche die Koffer, kehren ihrer Heimat den Rücken und suchen ihr Glück in der Ferne. Und es werden immer mehr. Über drei Jahre begleitet die Doku-Serie "Deutschland ade" drei Familien, bei diesem emotionalen und existentiellen Wagnis.

Bautechnikerin Petra und Ehemann Uli Heck brechen 2004 mit ihren Söhnen Marwin und Niklas aus dem Schwarzwald nach Neuseeland aus. Dort soll die Baubranche boomen, Petra ist zögerlich, doch Uli voller Tatendrang.
Im selben Jahr zieht es Margit und Rainer Bressmer mit ihren Töchtern Isabel und Janine von Süddeutschland in den Osten Kanadas, nach Nova Scotia. Endlich soll ihr Traum von der eigenen Feriensiedlung für deutsche und amerikanische Touristen wahr werden.

Im Februar 2007 macht sich ein Trio aus dem Rheinland auf den Weg nach Australien. In Castlemaine, im Bundesstaat Victoria, will Norbert Weibeler eine Firma kaufen, die Motorradtouren quer über den Kontinent anbietet, Autos und Motorräder verleiht. Seine Freunde Claudia und Heinz Weber sollen ihn tatkräftig unterstützen.

Deutschland Ade (2/2)


Fr 12.03. um 16.30 Uhr
Sa 13.03. um 10.00 Uhr
Mo 15.03. um 11.15 Uhr


Angekommen
Ein Film von Thomas Kufus

Familie Heck hat die ersten turbulenten Monate und einen Umzug nach Christchurch, weiter in den Süden Neuseelands, gut überstanden. Auch wenn sich das Familienleben Petras neuem Job in einem renommierten Planungsbüro unterordnet, ist die ganze Familie glücklich und erleichtert.

Fast die ganze Familie. Denn Uli Heck wird das Hausmanndasein und das Angebot an heimischen Wurstprodukten bald zu monoton. Er sinnt auf Veränderung und entwickelt einen genialen Plan - deutsche Würste für die Kiwis. Geht seine Firma auf Erfolgskurs? Der Regionalsender CTV will auf alle Fälle ein Interview mit ihm ... Der erste harte kanadische Winter ist überstanden. Familie Bressmer kann es kaum erwarten, mit dem Bau ihrer Feriensiedlung zu beginnen. Doch ein Besuch vom Umweltamt macht alle Pläne zunichte und hat ungeahnte finanzielle Konsequenzen. Händeringend suchen Margit und Rainer Bressmer nach Alternativen und werden auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Für die Töchter Isabel und Janine hingegen geht das kanadische Teenager-Leben unverändert weiter. Isabel feiert ihren 16. Geburtstag ganz in kanadischer Tradition mit einer Poolparty. Auch Margit und Rainer können endlich aufatmen - die neue Firma TecBox International nimmt die Produktion auf.

In Deutschland hat Norbert Weibeler jahrelang geschuftet, das Leben ist dabei zu kurz gekommen. Nun wittert er seine große Chance. Mit dem Kauf einer Motorrad- und Autovermietung im Süden Australiens soll alles anders werden. Doch was er und seine Freunde Claudia und Heinz Weber nicht ahnen - die Fahrzeuge der neuen Firma sind teilweise in einem katastrophalen Zustand. Der erste große Vermietungs-Deal endet beinahe im Fiasko und erfordert ihr ganzes handwerkliches wie auch logistisches Geschick. Von australischer Gemütlichkeit keine Spur! Werden die jungen Unternehmer durchhalten und den Fuhrpark auf Vordermann bringen können? Führen sie ihr Mut und ihre Beharrlichkeit zum Ziel?